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nebſt den Zöglingen des Schullehrerſeminars, zuſam⸗ men etwa 100 Stimmen, den übrigen bei, ſo läßt ſich auf das Zuſtandekommen eines Sängerchores von beiläufig 1000 Stimmen mit ziemlicher Gewiß⸗ heit ſchließen.
Als ein erfreuliches Ereigniß kann das freund⸗ liche Anerbieten der Mitwirkung einer Anzahl Mit⸗ glieder der Hofkapelle zu Darmſtadt angeſehen wer⸗ den, indem hierdurch der Juſtrumentalmuſik ein kräf⸗ tiger Kern geboten iſt. Ebenſo erfreulich iſt die be⸗ reitwillig gegebene Zuſage des am hieſigen Schul⸗ lehrerſeminar als Muſiklehrer angeſtellten Herrn Thurn, die muſikaliſche Leitung des Feſtes zu über⸗ nehmen. Der evangeliſche Kirchenvorſtand Friedbergs hat uns gleichfalls vor wenigen Tagen die ſchöne, geräumige Stadtkirche zur Aufführung des Concer⸗ tes zu benutzen erlaubt. Und ſo läßt uns denn bis jetzt Alles auf ein recht ſchönes Feſt ſchließen, auf ein Feſt, welches ſo viele vereinzelte Kräfte zu einem
ewaltigen Ganzen harmoniſch vereinigen wird. Die eſinnungen der Eintracht und Bruderliebe, wie ſie das deutſche Volk in der neueſten Zeit ſo unum⸗ wunden ausgeſprochen, mögen und werden ſich ge— wiß auch in unſerem Feſte klar und wahr abſpiegeln. Friedberg im Maͤrz 1842. J. R. Eberhardt.
Anfrage.
Wenn man in gewiſſen Zeiten durch die wet⸗ terauer Winterfelder geht, ſo fällt dem Beſchauer unangenehm auf, daß die Landleute ſo ſelten auf Reinhaltung ihrer Früchte bedacht ſind. Insbeſon⸗ dere iſt dies der Fall gerade mit der Gattung von Winterfrucht, welche ihnen den meiſten Gewinn bringt, dem Waizen. Zeigen ſich doch hier und da Aecker, welche ſtatt Waizen ſo viel Korn enthalten, daß man kaum zu unterſcheiden vermag, ob es Waizen oder Korn ſeyn ſoll. Warum ſehen die Beſitzer nicht auf reinere Saatfrucht? Warum benutzen ſie nicht die ſchickliche Gelegenheit, wenigſtens von einigen Aeckern die Uebermaſſe des Kornes auszuraufen und als Viehfütterung zu einer Zeit zu benutzen, da es in der Regel an Fütterung noch ſo ſehr gebricht?
Einſender dieſes wünſcht darüber Belehrung, wie
man es anzufangen habe, um reinere Saatfrucht zu erhalten.)
) Pgl. Intl. Bl. Nr. 23. 1838, wo dieſer Gegenſtand auch ſchon zur Sprache gebracht wird. D. Red.
Aus Schotten.
Vorigen Jahres gaben wir in Nr. 17 des In⸗ telligenzblattes eine Ueberſicht der Viehſchlachterei Schottens von den Jahren 18351840; es folgt eine abermalige Berechnung von dem Jahre 1841
und zwar von dem 5. Januar an bis den 31. De⸗ cember.
Es wurden nämlich geſchlachtet: 10 Farren, 20 Ochſen, 70 Stiere, 1000 Kuͤhe, 60 Rinder, 600 Kälber, 300 Schaafe, 100 Hämmel, 6 Ziegen und 600 Schweine. Sodann wurden auswärts verkauft: 1000 Centner Servelatwurſt, 400 Ctr. Blutwurſt, 40 Ctr. Preßkopf, 300 Ctr. Dörrfleiſch.
Der Viehmarkt am Montage einer jeden Woche von Oktober bis Maͤrz iſt ſtark mit Vieh angefüllt, ſo daß der Oekonom ſeinen Ueberfluß verkaufen kann. Auf den Vogelsberg, wo die Viehzucht einer der Haupterwerbszweige iſt, hat die Schlachterei Schot⸗ tens einen bedeutenden Einfluß, ſo daß eine große Summe Geldes aus dem Auslande hierfür in hie⸗ ſige Gegend gebracht wird.
Dr. Curtman,
pr. Thierarzt, ſowie Schlachtvieb⸗ und gleiſch⸗ beſchauer daſelbſt.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
.
Garten ⸗ Verpachtung.
(357) Da die Gartenverſteigerung des Herrn Ge⸗
meindebaumeiſters Bindernagel zu Bensheim vom
9. d. M. die Genehmigung nicht erhielt, ſo werden
ſolche Donnerſtag den 24. d. M., Nachmittags 2
Uhr, in hieſigem Rathhauſe einer öffentlichen meiſt⸗
bietenden Verpachtung ausgeſetzt.
Schließlich wird bemerkt, daß ein jeder dieſer Gärten in zwei gleichen Theilen, à 1½ Viertel oder 60 Ruthen Ortsmaaß, verpachtet wird.
Friedberg den 18. März 1842. In Auftrag: Der Beigeordnete Bender. Garten- Verpachtung.
(358) Donnerſtag den 24. d. M., Nachmittags 2
Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe der zur Philipp
Joſt'ſchen Kuratel gehörende, in der Gemarkung
Ockſtadt liegende und 80 Ruthen haltende Garten,
auf 6 nach einander folgende Jahre oͤffentlich meiſt⸗
bietend verpachtet. Friedberg den 17. März 1842. Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung.
(359) Mittwoch den 30. d. M., Vormittags um
9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Wetterfeld,
in den Diſtricten Heegwald, Rothhaite und Dörmiſt
101 Stecken eichen und buchen Scheit⸗ und Prüͤ⸗
gelholz,
dergleichen Stockholz,
dergleichen Reiſerholz,
1250 Stück Fichtenſtangen von 21 bis 30 Fuß Länge und 1 bis 2% Zoll Durchmeſſer, auch einige Stück eichene Klötze zu Bauholz,
öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Die Zuſammenkunft iſt in Wetterfeld.
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b) Unterhg 1) An dem in Stein einziehen
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