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Intelligenzblatt
fuͤr die
Provinz Oberbeſſen in Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
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W 24.
Mittwoch, den 23. Maͤrz
1842.
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Amtlicher Theil.
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Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Buͤrgermeiſter des Kreiſes.
Betreffend: Das Bedecken von Stuten auf den Geſtütsſtationen an Sonn- und Feiertagen.
Sie haben alsbald in Ihren und Feiertagen Vormittags ganz, beendigtem Nachmittagsgottesdienſte geſtattet ſey.
Friedberg den 17. März 1842.
Gemeinden bekannt zu machen, und Nachmittags bis nach dem
daß das Bedecken der Stuten an Sonn⸗ Gottesdienſt verboten, mithin nur nach
J. V. Krach, Kr.⸗Sekr.
Das vierte Wetterauer Geſangfeſt.
Wohl wenigen Leſern dieſes Blattes wird es noch unbekannt ſeyn, daß das vierte Wetterauer Ge— ſangfeſt im Laufe dieſes Jahres in Friedberg ſtatt⸗ finden wird. Die erfreuende Theilnahme, welche die Kunde hiervon beinahe allenthalben fand, läßt den Verfaſſer dieſer Zeilen hoffen, daß den Leſern dieſes Blattes einige zuverläſſige Nachrichten über das, was bereits in der Sache geſchehen, ſowie über den gegenwärtigen Stand der Angelegenheit nicht un⸗ lieb ſeyn dürften.
Im November v. J. bildete ſich der in einer Haupt⸗ verſammlung des Friedberger Geſangvereins gewählte Feſtvorſtand. Gleich in der erſten Sitzung deſſelben wurde unſer würdiger Herr Kreisrath Küchler einſtimmig zum Präſidenten, ſowie Herr Buchdrucker Bindernagel zum Vicepräſidenten erwählt. Bei⸗ de Herren nahmen die Wahl an, und die Arbei⸗ ten des Feſtvorſtandes begannen damit, daß ein noch näher zu beſtimmender Sonntag in der erſten Halfte des Juli zum Tage des Feſtes beſtimmt wurde. Die Auswahl der aufzuführenden Geſang— ſtuͤcke unterlag mancher Schwierigkeit, indem man einestheils nur auf Mannerſtimmen zählen konnte,
anderntheils auch die ſchwächeren Geſangvereine be⸗ rückſichtigen mußte. Man beſtimmte endlich das Te Deum von Neukomm, den Feſthymnus von Pan ny und eine Motette von Klein, als zu dieſem Zwecke am paſſendſten. Zugleich ergingen die Einladungs⸗ ſchreiben an die ſämmtlichen Wetterauer und mehrere andere nicht allzu fernen Geſangvereine. Der Er⸗ folg dieſer Einladungen übertraf alle Erwartungen. Außer der Mainzer Liedertafel, welche wegen meh⸗ rerer im Laufe dieſes Jahres zu Mainz ſtattfinden⸗ den Feſtlichkeiten ihre Mitwirkung nur bedingungs⸗ weiſe zuſagen konnte, haben uns dieſelbe bis jetzt die Geſangvereine der folgenden Orte unbedingt zuge⸗ ſichert: Buͤdingen mit 40 zännerſtimmen, Butzbach mit 60, Dauernheim mit 43, Frankfurt's„Lieder⸗ tafel/ und„Liederkranz“, Grünberg mit 32, Hanau's Geſangverein,»der Frohſinn /, Heldenbergen mit 25, Homburg mit 24, Hungen mit 25, Ilbenſtadt mit 9, Lauterbach mit 13, Laubach mit 37, Lich mit 44, Melbach mit 17, Niederwöllſtadt mit 22, Oberer⸗ lenbach mit 34, Offenbach, Ortenberg, Rödelheim mit 20, Rodheim mit 47, Sachſenhauſen's„Lieder⸗ kranz“, Schotten, Uſingen mit 16, Vilbel's beide Ge— ſangvereine mit 34, Wetzlar mit 116 und Windecken
mit 31. Rechnet man den hieſigen Geſangverein


