Eine leichte Waſſerblaſe Seyd ihr, auf den Luͤftchen ſchwebend Einen kurzen Augenblick.
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** Was das Regiment der Frauen Anbetrifft,— So iſt meine Meinung dies: Sie regieren wie die Diener Ueber fehlerhafte Herren. Wer zur Decke ſeiner Mängel Ihrer nicht vonnöthen hat, Gegen eine Welt voll Feinde Iſt er ſtark und ſtehet ſicher. — Alle taugen Nicht, ſobald der Mann nicht taugt. Jedes Weibes Fehler iſt des Mannes Schuld.
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Empfangs-Beſcheinigung.
Für die Abgebrannten in Niedereiſenhauſen ſind an mil⸗ den Gaben ferner bei mir eingegangen: von den Schülern zu Wiſſelsheim durch Hrn. Roth 20 kr.; von Hrn. J. B. zu Niederwöllſtadt 3 fl.; von Hrn. B. W. daſelbſt 3 fl.; von den Bewohnern von Obermörlen durch Hrn. Bürgermeiſter Ni⸗ kolai 24 fl. 24 kr; von den Schülern zu Steinbach durch Hrn. Kromm 2 fl. 30 kr.; v. den Schülern der evangeliſchen Schule zu Vilbel durch die Hrn. Perron und Litt 12 fl.; von Hrn. Schultheiß Kitz zu Rendel 1 fl. Ph. Dieffenbach.
Für die Brandbeſchädigten in Niedereiſenhauſen ſind fer⸗ ner eingegangen: von Hrn. Muhl dahier 36 kr.; aus der Gemeindekaſſe zu Bönſtadt 11 fl.; aus der Gemeindekaſſe zu Kaichen 10 fl.; durch Hrn. Pfarrer Wendeberg zu Söchſt a. d. N. das Ergebniß einer Sammlung 26 fl. 21 kr.; durch Hrn. Bürgermeiſter Theis zu Münſter von einigen Einwoh— nern daſelbſt,„welche den Spruch des Tobias an ſeinen Sohn (Tob. 4, 8-9) im Herzen haben“ 4 fl.; aus der Gemeinde— kaſſe zu Heldenbergen 10 fl.; aus der Gemeindekaſſe zu Stammheim 10 fl. Buß.
Der in hieſiger Stadt und Gegend herrſchende Wohlthä— tigkeitsſinn hat uns in den Stand geſetzt, an eingegangenen milden Beiträgen für die Brandbeſchädigten zu Niedereiſen— hauſen abermals eine erkleckliche Summe, nämlich die von 355 fl. 7 kr.(nach Abzug von 7 kr. an Münzverluſt) an den Großherzogl. Kreisrath des Kreiſes Biedenkopf zur geeigneten Verwendung ſenden zu konnen. Mit den dahin fruher abge— gangenen 252 fl.(vid. Nr. 45 und 47 des Intelligenzblatts) beträgt die an den Ort ihrer Beſtimmung von hier beförderte Summe nun 607 fl. 7 kr
Indem wir den edlen Gebern Namens der Unglücklichen herzlich danken, erbieten wir uns zur ferneren Annahme und Weiterbeförderung etwa noch dargereicht werden wollender Liebesgaben.
Friedberg den 20. Juni 1842. Buß. Ph. Dieffenbach. Beſcheinigung.
Für die Abgebrannten in Hamburg ſind ferner bei uns eingegangen v. d. Gemeinde Kirchgöns 2 fl.; v. d. Gemeinde Stammheim 4 fl. 5 kr.
Das Comité.
Friedberg den 20. Juni 1842.
„An den Großherzoglich Heſſiſchen Buͤrgermeiſter Herrn Hinkel in Vilbel.
„Am geſtrigen Tage wurde der vom Senate eingeſetzten Unterſtützungs-Behörde Ihr ſo überaus wohlwollendes Schrei— ben vom 20. Mai, ſowie die durch Ihre menſchenfreundliche Vermittelung von der Ortsgemeinde zu Vilbel für unſere durch den Brand Verarmten aufgebrachte Gabe von 265 BM. 9 eingehandigt, und hat dieſelbe die Ehre, Ihnen ſowie
Ihrer ganzen Gemeinde für dieſen ſchoͤnen Beweis des Mit⸗ gefühls den wärmſten Dank auszuſprechen. Seien Sie ver⸗ ſichert, daß wir durch zweckmäßige Verwendung ihre Gabe zu ehren ſuchen werden, und genehmigen Sie die Verſicherung vollkommener Hochachtung. „Hamburg den 28. Mai 1842. f b „Die vom Senate eingeſetzte öffentliche „Unterſtützungs⸗Behörde. „Dammert Dr.“
Dankſagung.
Der in unſerem ſchönen Städtchen ſeit länger als einem Jahrhundert nicht gehörte Ruf: Feuer! weckte die hieſige Bürgerſchaft in der Nacht vom 11. auf den 12. dieſ. Monats furchtbar aus den Armen des Schlafes, und ſchon der erſte Anblick der wüthend um ſich greifenden Flamme ließ den Un⸗ tergang unſeres mit Vorräthen aller Art reichlich verſehenen, betriebſamen Fabrikorts fürchten. Da erhob ſich auf der Glockentöne ſchauerlichen Ruf und auf den weithin leuchten⸗ den Feuerſchein unſere ganze Nachbarſchaft mit einer ſolchen Schnelligkeit, daß man nach Einäſcherung von 5 Fabrik⸗ und 6 Oekonomie-Gebäulichkeiten und 1 Wohnhaus, Herr des Verderben drohenden Elementes werden konnte. Muüſterhafte Ordnung, eine Thätigkeit und Selbſtaufopferung Aller, die Gefahr verachtenden Bemühungen hauptſächlich der Hand⸗ werksleute und mehrerer beherzten Männer verpflichten uns zum aufrichtigſten und herzlichſten Dank für die Theilnahme ſo vieler, zum Theil aus weiter Ferne herbeigeeilten Freunde in der Noth. Er ſey hiermit pflichtſchuldig mit dem Wunſche dargebracht, daß der Himmel einen Jeden vor ſo ſchwerem Unglücke bewahren möge!
Friedrichs dorf den 15. Juni 1842. Im Namen des Stadtraths: Der L. Stadtſchultheiß P. Achard.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
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Immobilien ⸗Verſteigerung. (664) Dienſtag den 21. Juni, des Vormittags 10 Uhr, ſoll die dem Philipp Wittmann zuſtehende Lud⸗ wigshütte bei Oberwöllſtadt, beſtehend in einem ſehr geräumigen Wohnhauſe, Scheuer, Stallung, nebſt circa 5½ Morgen Acker, Garten, mit tragenden Aepfel⸗ und Zwetſchenbäumen beſetzt, öffentlich ver⸗ ſteigt werden.
Oberwöllſtadt den 20. Mai 1842. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Feuerbach. Hofraithe-Verſteigerung. (751) In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts dahier wird Mittwoch den 13. Juli, Morgens 10% Uhr, in hieſigem Rathhauſe die dem abweſenden Burger und Leimſieder Adolph Müller gehörende Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Gerbhaus und Schoppen an Jean Foucar, benebſt 63 Ruthen Gar⸗ ten in der 6ten Gewann, an dem Hoſpital, in der Uſavorſtadt, oͤffentlich mittelſt Meiſtgebot in Eigen⸗ thum verſteigert. Friedberg den 4. Juni 1842. Der Beigeordnete Bender.
Hofraithe-⸗Verſteigerung.
(754) Auf freiwilligen Antrag des Heinrich Han⸗ ſtein's sen. Wittwe, wird Donnerſtag den 7. Juli J. J, Morgens um 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe
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