Ausgabe 
21.9.1842
 
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Geſchirr, oder daß ſich zu den Erben zu verſehen waͤre, daß ſie eine oder die andere Ausſaat gut beſtellen wuͤrden; ſo kann man geſchehen laſſen, daß ſie dieſe Ausſtellung uͤbernehmen und auch die Erndte einthun, in dieſem Fall aber haben dieſelben keine andere Verguͤtung fuͤr dieſe Ausſtellung und Einbringung zu erwarten, als die Haͤlfte von dieſer Erndte; falls aber dieſe Ausſtellung von den Erben nicht übernommen und beſorgt wird, ſo ſoll die Benutzung der reſp. Winter- und Sommer⸗-Saat durch oͤffentliche Verſteigerung 150 58 und der Erloͤs pro rata temporis unter den Erben, der Wittwenkaſſe und dem Amtsnachfolger ver⸗ theilet werden;

3) ſtirbt aber ein Geiſtlicher oder Praeceptor literatus waͤhrend der Beſtellung und Ausſaat, oder nach vollendeter Beſtellung und Ausſaat des Winterfeldes oder des Sommerfeldes; ſo ſind im erſten Falle die Erben ſchuldig, die Beſtellung und Ausſaat noch zu vollenden oder voͤllig beendigen zu laſſen; in beiden Fallen beziehen ſie aber wegen den obbenannten Koſten die Haͤlfte der reſp. Sommer- und Winter⸗Erndte; die weitere Haͤlfte aber oder der von dieſer Hälfte durch deren Verſteigerung erlangte Erloͤs wird unter die Intereſſenten pro rata temporis vertheilt;

4) ſtirbt endlich ein Geiſtlicher oder Praeceptor literatus, wenn Winter- und Sommer⸗Erndte bereits eingebracht iſt, jedoch noch vor Ablauf des Jahrs; ſo muͤſſen in dieſem Falle die Erndten aus den Zehend⸗ Buͤchern oder durch pflichtmaͤßige Angabe der Erben, oder auch durch verpflichtete Taxatoren beſtimmt werdenz alsdann gehet die Hälfte wegen der Bau-, Beſſerungs- und Erndtekoſten voraus weg, die uͤbrige Haͤlfte wird pro rata temporis unter die Intereſſenten getheilt.

Unſere Consistoria haben demnach dieſe Verordnung in Unſern ſämmtlichen Landen an die Behoͤrden zur ohnfehlbaren Nachachtung auszuſchreiben und bekannt zu machen, ſofort uͤber deren puͤnktlichſte Beob⸗ achtung genau zu halten und in vorkommenden Faͤllen ſich unterthaͤnigſt zu achten.

Urkundlich Unſers beigedruckten Fuͤrſtl. Geheimen Inſiegels.

Darmſtadt den 28. Oktober 1802. Ex speciali Commissione Serenissimi.

Fuͤrſtlich Heſſiſche Praͤſident, Canzlar und Geheime Räthe daſelbſt. A. P. Heße. Frhr. v. Lehmann.

Extractus protocolli Ministerii de dato Darmſtadt den 24. Mai 1304 ad num. D. 3731. Das der Geiſtlichen Wittwenkaſſe bei Pfarr-Vacanzen zufallende Beſoldungs-Quartal btr.

Rescribatur an den Landg. Kirchen- und Schul⸗Rath zu Gießen, auf deſſen Bericht vom 1. Maͤrz d. J., unter Ruͤckſchluß des Pfarrer Decher'ſchen Berichts:

Die Verordnung vom 28. Oktober 1802 habe blos die Pfarr-Vacaturen, welche durch Sterbefälle ſich ergeben, zum Gegenſtand und koͤnne daher auf diejenigen, welche durch Verſetzungen oder Remotionen ſich ereig⸗ neten, nicht ertendirt werden. Was nun die von dem Pfarrer Decher aufgeſtellten Fragpunkte anlange, ſo ſolle

ad 1) die Theilung der Fruͤchte in der Scheuer geſchehen, indem nach der gedachten Verordnung den Erben das Einſammlen und Einbringen der Erndte in denjenigen Faͤllen obliegt, wo der verſtorbene Geiſt⸗ liche entweder ſelbſt die in eigenem Bau gehabten Beſoldungs-Guͤter ausgeſtellt, oder deren Ausſtellung von den Erben beſorgt worden iſt, N

ad 2 ſolle die Theilung der Fruͤchte nach dem Maas geſchehen, weil dabei eine Verkuͤrzung auf der einen oder der andern Seite nicht ſtatt finden koͤnne, ſowie die durchs Ausdreſchen derſelben verurſacht werdenden Koſten gemeinſchaftlich unter die Intereſſenten pro rata der participirenden Fruͤchte zu repartiren ſeien. Und ſo wie

ad 3) das Stroh, welches ebenfalls zur Erndte gehoͤret, die Erben des verſtorbenen Geiſtlichen, welche, oder noch deren Erblaſſer ſelbſt, die Ausſtellung beſorgt haben, die andere Haͤlfte aber, oder der durch Verſteigerung dieſer Halfte eingegangene Erloͤs, unter die Intereſſenten pro rata temporis vertheilt werden ſollen. Gleich alſo ſoll es auch

ad 4) in Anſehung der Theilung des ohne friſch zu duͤngen in das Brachfeld geſaͤeten Gepflaͤnzes, nach dieſer Regel gehalten werden, mithin eben ſo, wie bei den uͤbrigen Fruͤchten, die Erben, welche, oder deren Erblaſſer, die Ausſtellung beſorgt haben, die Haͤlfte zum Voraus fuͤr Bau- und Ausſtellungs⸗Koſten, auch allenfallſige Beſſerungskoſten, ohnruͤckſitlich, ob geduͤngt oder nicht geduͤngt worden, wegziehen, die andere Haͤlfte aber, wie ad 3 unter die intereſſirten Theile vertheilt werden, indem die geſchehene oder unterlaſſene Beduͤngung des Brachfelds den Nutznießer der kuͤnftigen Erndte keineswegs aber die Wittwenkaſſe in Anſehung des derſelben in dem Sterbejahr gebuͤhrenden Beſoldungs⸗Quartals intereſſirte, mithin eine Sache ſei, die blos die Erben des Defuncti und der neu eintretende Geiſtliche unter ſich abzuthun haben.

Wornach alſo Landgr. Kirchen- und Schul-Rath den Pfarrer Decher zu Großenbuſeck zu bedeuten, auch in andern vorkommenden aͤhnlichen Faͤllen ſich zu bemeſſen habe. Vietor.

Der Großherzoglich Heſſiſche Kirchen- und Schul⸗Rath der Provinz Oberheſſen an die Großherzogl.

Landräthe und Großherzogl. Inſpectoren dieſer Provinz. 5

Betreff.: Die Beſtellung der Feldgüter von vakanten Pfarr⸗ und Schulſtellen und die Vergütung der Koſten. Da wegen des fraglichen Gegenſtandes in dieſer Provinz verſchiedene Meinungen exiſtiren, indem ei an dem einen Orte ſo und an dem andern wieder anders gehalten wird; ſo haben wir zu Berichtigur,

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