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ben zu rufen. Die Verſammlung fand wirklich Statt; jener Verein wurde— naturlich vorerſt nur pro⸗ viſoriſch— gebildet und von den verſchiedenen An— weſenden und mehreren ſpäter noch hinzu Getretenen bereits eine Summe von über 100 fl. jährlicher Beiträge zu obigem Zwecke unterſchrieben.
Ich habe nicht noͤthig, den verehrlichen Leſern d. Bl. zu ſagen, daß es der armen proteſt. Gemeinden in und außer Deutſchland noch viele gibt, daß es die Bruderpflicht gebietet, zu helfen, wenn man kann, daß umfaſſende Hülfe aber nur möglich iſt, wenn Jeder nach dem Maaße ſeines Vermögens ſein Scherf⸗ lein gibt zu dem heiligen Werke der Liebe— denn das iſt theils allbekannt, theils verſteht es ſich von ſelbſt und liegt in der Natur der Sache. Ich wende mich darum ohne weitere Umſtände an das Herz der Leſer und fordere ſie auf, jenem Vereine zur Unterſtützung hülfsbedürftiger proteſt. Gemeinden ſich anzuſchließen.
Es kommt dabei durchaus nicht auf die Größe des jährlichen Beitrags an, den der Einzelne gibt, die Hauptſache iſt, daß Viele geben, und wenn (wie Herr Dr. Zimmermann ſagt) jeder Proteſtant jährlich nur einen Kreuzer gäbe, dann hätte der Verein über eine Million zu verfügen. Es laſſe ſich darum ja Niemand durch die Furcht, er müſſe ſich zu mehr verpflichten, als ſeine Verhältniſſe erlau— ben, vom Beitritte zum Vereine abhalten— die Segenswünſche der Armen, denen geholfen wird, werden ebenſo gut dem gelten, der einen Groſchen ſteuert, als dem, der viele Gulden ſpendet.
Um nun aber den Einzelnen ihren Beitritt zu releichtern, ſo lade ich hiermit Jeden, der zu ihm in chriſtlicher Liebe ſich entſchloſſen hat, ein
Mittwoch den 27. d. M. um 10 Uhr Vormit⸗ tags auf dem hieſigen Gemeindehauſe
ſich einzufinden, um ſeinen jährlichen Beitrag zu beſtimmen, an den Verhandlungen über die Wahl der Beamten, den Entwurf der Statuten u. ſ. w. Antheil zu nehmen und ſich aus den bereits vor⸗ handenen Akten über den Stand der ganzen Ange⸗ legenheit im Großen und im Kleinen zu verläſſigen.
Sollte irgend Jemand, der gerne Mitglied des Vereins wurde, verhindert ſein, an oben benanntem Tage zu erſcheinen, ſo diene demſelben zur Nachricht, daß ich bereit bin, ſchriftliche Anmeldungen in frankirten Briefen jederzeit und mündliche Beitrittserklärungen jeden Tag zwiſchen 11 und 1 Uhr in meiner Wohnung(Färbergaſſe Nr. 421) entge⸗ genzunehmen, wie ich denn auch Jedem, der weitere, die Sache betreffende, Auseinanderſetzungen und Aufſchlüſſe wünſcht, in den bezeichneten Stunden gerne zu Dienſten ſtehe.
Friedberg am 16. April 1842.
Ludw. Matthias, Pfarrer zu Fauerbach II.
proviſ. Secretär des Filialvereins zur Unterſtützung armer prot. Gemeinden.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
Frucht ⸗Verſteigerung. (462) Donnerſtag den 21. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50 Malter Korn und 50 bis 60 Malter Gerſte von dem Fruchtvor⸗ rathe des vereinigten Armenfonds zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 9. April 1842. Der Beigeordnete Bender. Backhaus⸗Verſteigerung. (496) Montag den 23. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das Backhaus der Gottfried Koſtiſchen Eheleute dahier, nebſt dem dabei befindlichen 14 Ru⸗ then haltenden Garten, an der Hauptſtraße gelegen, öffentlich an den Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen verkauft werden. Niederwöllſtadt den 14. April 1842. In Auftrag Gr. Landgerichts: Der Gr. Beigeordnete
Weith.
Hofraithe⸗Verſteigerung. (497) Auf freiwilligen Antrag der Adam Men⸗ gesſchen Eheleute wird Donnerſtag den 19. Mai, Vormittags um 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deren Hofraithe beſtehend Pag. und Nro. 23 i in einem Wohnhaus, Küchenbau und Stall an Georg Schäfer und Adam Söllner öffentlich freiwillig an
den Meiſtbietenden verſteigert.
Schließlich wird bemerkt, daß dieſe Hofraithe an einem der belebteſten Theile der breiten Straße liegt und ſechs heitzbare Zimmer in ſich faßt.
Friedberg den 18. April 1842.
Der Beigeordnete Bender.
Hofraithe Verſteigerung. (498) Dienſtag den 3. Mai, Vormittags 8% Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, die Hofraithe des dahier verlebten gr. Rabbiners Faibiſch Frankfurter beſtehend, Pag. und Nro.% in einem Wohnhauſe an ſich ſelbſt und die Judengemeinde, und Pag. und Nro. ½s eine Hofraithe, beſtehend in einem Wohn⸗ haus an ſich ſelbſt und Aron Samuel Nauheimer, genannt Neuhof, mittelſt Meiſtgebot in Eigenthum offentlich freiwillig verſteigert.
Friedberg den 18. April 1842.
In Auftrag der Erben, Der Beigeordnete Bender. Familienwagen ⸗Verſteigerung. (499) Kommenden Mittwoch, als den 20. April d. J., Mittags 1 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe ein ein⸗ und ein zweiſpänniger guter Familienwa⸗ gen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 16. April 1842. 5 Der großh. heſſ. Burgermeiſter Bertalot. Jagdverpachtung. (500) Höherer Verfügung gemäß ſoll Donnerſtag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, die der Ge⸗ meinde Petterweil zuſtehende Jagdgerechtſame in der
(502) 11 Uhr, ſe tes Holtz, gemacht w tend verſtel 9) da. 9 2 3) 35 4) 14 9 12200 6 1
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