denkt heiter ans Ende. Soll nun aber auch das Ganze überblickt und behalten werden, ſo iſt dieß, wenn alles Einzelne klar und behaltbar durchge— ſprochen iſt, ſo ſchwer nicht. Ich frage— wenn der Gegenſtand etwa eine Geſchichte iſt— nach den Perſonen in der Erzählung, ſchreibe ſie an die Ta— fel und laſſe von jeder kurz angeben, was ſie ge⸗ than; dieſes wird mit einem Wort dazu bemerkt. So ſteht die ganze Erzählung leicht uͤberſehbar vor Augen. Was Neben- und Hauptſachen ſind, ergiebt ſich bald. Laſſe ich nun einige verſuchen, die Er— zählung an der Skizze wieder herzuſtellen, ſo wirds zwar Anfangs ſchlecht genug gehen, obgleich viele dazu erbötig waren. Wenn ich aber Alle helfen laſſe, und das ganze nach der ſichtbaren Anleitung ſelbſt einmal erzähle, ſo gehts ſchon beſſer. Nun löſche ich den Auszug weg, und laſſe blos die An⸗ haltspunkte— unter denen ſich ein Zuſammenhang finden wird— herſagen; dann die ganze Erzählung aus dem Kopf. Will ich nun auf die nächſte Stunde etwa das Ganze ſchriftlich gebracht haben, ſo wer— den alle froh dazu bereit ſein. Wir hatten eine Stunde voll des freudigſten Lebens und der anhal— tendſten Aufmerkſamkeit und ich brauche nechts auf— zugeben, ſondern nur zu erlauben, das niederzu— ſchreiben oder zu wiederholen, wozu ſie ſich gedrun— gen fühlen, und ſo ſollte alles Aufgeben weniger eine Laſt als eine Luſt ſein. Dieß hatte ich dadurch erreicht, daß ich ihnen den Stoff nahe legte, und in ihren Erfahrungs- und Anſchauungskreis hinein⸗ brachte, wo ſies gern und freudig ergriffen, wie denn auch das Begreifen ohne das Ergreifen wenig Nutzen hat.
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An die Lehrer und Organiſten des Krei— ſes Friedberg.
Die größeren, theilweiſe neuen Orgelwerke un— ſers Kreiſes, von welchen ich nur die zu Friedberg, Ockſtadt, Niederwöllſtadt, Obererlenbach, Holzhauſen und Ilbenſtadt anführen will, erleichtern gewiß das Zuſammentreten der Organiſten und Lehrer des Kreiſes zu einem Orgelvereine.— Es ließ ſich zu dieſem Ende in den kommenden Weihnachtsferien, wohl auch früher, eine Zuſammenkunft veranſtalten, wo ſodann, vielleicht unter dem Direktorium des Herrn Pfarrers P. Müller zu Staden, oder des Herrn Thurn zu Friedberg, der Verein ins Leben gerufen werden könnte, dem gewiß auch viele Theil— nahme von Seiten Frankfurts geſchenkt würde.— Möchten dieſe Zeilen veranlaſſen, daß der Sache fernere Aufmerkſamkeit geſchenkt und eine baldige Zuſammenkunft veranlaßt werde.
O. E. im November 1842.
C. A.
Aus dem Leben. In O. kaufte ein Taglöhner in der erſten Hälfte des Jahres 1842 eine Kuh für 50 Gulden und zahlte 30 Gulden darauf. Während des Som⸗
. 400.
mers und Herbſtes iſt's dem Manne nicht möglich, den Reſt des Kaufſchillings(20 fl.) zu zahlen. Der Jude dringt indeſſen immer mehr auf Entrichtung der zwanzig Gulden; der Futtermangel zwingt dem Manne die Ueberzeugung auf, daß er die Kuh den Winter nicht durchbringen kann; was iſt alſo zu thun: er bietet dem Juden die Kuh fuͤr den Reſt des Kaufſchillings an.— Der Leſer meint wohl, die Sache ſey nun abgemacht? Mit nichten; der Jude will nicht die Kuh, ſondern ſeine 20 fl.— Da verſucht der Mann die Kuh zu verkaufen und man bietet ihm— 14 fl.!!!——
Bekanntmachungen von Behoͤrden. Einladung. (1448) Sämmtliche zum Friedberger Leſekreiſe ge⸗ hörige Lehrer werden hiermit zu einer Verſammlung auf Mittwoch den 23. l. M. Nachmittags 2 Uhr eingeladen. Die Zuſammenkunft findet im gewöhn⸗ lichen Lokale ſtatt. Friedberg den 17. November 1842. Der Großh. Rektor Prof. Ph. Dieffenbach. Bekanntmachung.
(1393) Die Großherzoglich und Kurfürſtlich Heſſi⸗ ſchen Herrn Bürgermeiſter werden hierdurch in Kennt⸗ niß geſetzt, daß zur Abgabe von Braunkohlenklötzen vom Dorheimer Bergwerk auf Buͤrgſcheine beſonders gedruckte Bürgſchein-Formulare bei Herrn Buchdrucker Bindernagel zu Friedberg abgegeben und daß vom 1. Januar 1843 an Bürgſcheine in anderer Form unter keiner Bedingung von der Dorheimer Berg— verwaltung mehr angenommen werden.
Indem man zugleich die betreffenden Braunkoh— lenconſumenten hierauf aufmerkſam macht, werden die Herrn Bürgermeiſter erſucht, ſich ſolche Bürg⸗ ſchein⸗Formulare vorräthig zu halten.
Dorheimer Bergwerk am 2 Nov. 1842.
Der Gr. Heſſ. Berginſpector
A. Storch. Hofraithe-Verſteigerung.
(1400) Mittwoch den 14. Dezember l. J., Vor⸗
mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die
Hofraithe der Chriſtian Friedrich Wagner'ſchen Ehe—
leute, vor dem ehemaligen Mainzerthore, beſtehend
in einem Wohnhaus, Anbau daran und Stall an
Heinrich Preußer und großh. Steuerkommiſſair Bing⸗
mann, ſowie 45 Ruthen Garten in der 12. Gewann,
bei der Leonhardskirche an Johannes Faatz gelegen, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert.
Friedberg den 2. November 1842. In Auftrag großh. Landgerichts: Für den gr. Bürgermeiſter Der Beigeordnete Bender. Gläubigeraufforderung.
(1401) Forderungen und ſonſtige Anſpruͤche an
die mit der Rechtswohlthat des Geſetzes und In—
ventars angetretene Verlaſſenſchaft des Ghzgl. Pfar⸗
rers Unzer zu Obermörlen ſind binnen ſechs Wochen
Höft.
Eichen 449) Mont is präcis um geindewalde, di. Slick Eichen Be lüt und Schon perden, welches gemacht wird, d. on 6b bis 70 100, 400 bis lie ſich daher hallkommen eigt
Man erſuch dieſes, im Inte übrigen Hand neinden alsdal
kanggoöns
(1450) Mi 1 Uhr, werde
Kirche zuſteße
an den Meiſt Kaichen!
E (1451) Die lian von Bel Obeilieutenan iſſſtert zu der, zwiſchen „ neinſchaftlich Mltr. eon 36 „Gerte 44 ſoll mit einem aöglößt werd 1 er be rigen 0


