Intelligenzblatt
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19 8 Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Monta
24 60 f die Kreiſe Friedberg und Hungen
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una und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
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8 M22. Mittwoch, den 16. Maͤrz 1842. 1 Korg——
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Fehr. Amtlicher Theil.
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Ain: Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg „ an ſaͤmmtliche Buͤrgermeiſter des Kreiſes. berg und Betreffend: Den Abgang der Landbeſchäler auf die Geſtütsſtationen.
1842. Sie werden alsbald in Ihren Buͤrgermeiſtereien zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß die Land⸗
beſchäler am 2. d. M. auf die Geſtütsſtation Altenſtadt abgegangen ſind.
Bußbag. Friedberg und Hungen den 27. Februar 1842. J. V.
k.. Krach, Kr.⸗Sekr.
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902 Ein freundlich⸗ernſtes Wort uͤber die muſikali- ſind, die in den größten Städten aller Länder der
20 Erde, ſogar Italiens, das Ohr entzücken, und das
5 1 113 ſchen Beſtrebungen der Provinzialvereine des deutſche Geſangstalent repräſentiren. Ich glaube Großherzogthums Heſſen, insbeſondere der es als eine unwiderlegliche Behauptung aufſtellen
ö 5 u dürfen, daß deutſches Talent ſich leicht italieniſche
71 Provinz Oberheſſen. Von einem Freunde Kumi, daß aber der Italiener niemals deutſche
10 2 der Befoͤrderung wahrer Bildung und aͤchter Kraft ſich anlernen kann. So bedeutend demnach die 8 Kunſt. Stellung iſt, welche die deutſche Geſangskultur ſich 913(Eingeſendet.) errungen, ſo einſeitig, es thut uns leid, dieſes Wor⸗ 0 4 9 g tes uns bedienen zu müſſen, iſt die Richtung, welche 18 Es iſt ein erfreuliches Zeichen der Zeit, wie da dieſelbe vielfach eingeſchlagen, ſo verfehlt iſt die 1 7— in allen deutſchen Gauen, als eine koſtbare Frucht Grundlage, auf welcher die meiſten Geſangvereine 78 des 26jährigen Friedens, Geſänge wiederhallen, über errichtet ſind; denn die wenigſten Glieder ſolcher 4 die Kaiſer Karolus ein anderes Urtheil fällen würde, Vereine, ja ſelbſt ganze Geſangvereine kennen keine 12 als damals, da er ſich fur die deutſchen Cathedra- andre Tendenz ihrer Wirkſamkeit, als die der Un⸗ 5 len welſche Sänger verſchrieb. Wir wollen dem terhaltung, da doch jeder Kunſtverein, und Kunſt⸗ 51— Ruhme des großen Kaiſers hierdurch nicht zu nahe vereine ſollen doch wohl die Geſangvereine ſein, ſich 4 treten; denn die deutſchen Kehlen mögen damals ſein eigenes Grab gräbt, ſo lange er nicht von vorn⸗ 47 allerdings noch etwas rauh geweſen ſein, und der herein, auch bei dem geringſten Anfange das Höchſte 12 Geſchmack unſerer deutſchen Ahnen zu jener Zeit ſich zum Ziele geſetzt hat. Wir können wohl nichts 9— noch einen ziemlich niederen Standpunkt eingenom⸗ dagegen haben, wenn eine Anzahl von Männern 31— men haben; allein wir räumen Italien das ſeit zuſammentritt, um ſich in freien Stunden am Ge⸗ 51 Jahrhunderten uſurpirte Monopol nicht ein, die Ge⸗ ſange zu erfreuen, ein Lied, ein Quartett, einen Chor K. 8. ſang⸗ und Muſikſchule für die Welt abgeben zu dür⸗ zu uͤben; aber wie leicht ſtellt man ſich ſelbſt zufrie⸗ fen; ja, wir Deutſchen dürfen es kühn wagen, uns den, wenn es blos geſchieht, um ſich zu amüſiren.
* wenigſtens als ebenbürtig den Italienern an die Es iſt eine aus der Erfahrung erlernte Ueberzeugung,
Seite zu ſetzen, da es vorzugsweiſe deutſche Kehlen daß ein ſolcher Verein eben ſo wenig ein Lied, ein


