Ausgabe 
16.2.1842
 
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der evangeliſchen Kirchenfonds, und ſonſtiger unter der Verwaltung des Gr. Oberconſiſtoriums zu Darm⸗ ſtadt ſtehenden milden Stiftungen, ſowie der Rechtsſtreitigkeiten aller evangeliſchen Pfarr⸗Caplans und

Gloͤcknerſtellen zu übernehmen.

Ich fordere Sie daher auf, ungeſäumt berichtliche Anzeige zu machen, ob und welche Proneſſe durch Anwälte geführt werden, und wenn ſolche übertragen ſind, um dem synd. prior corp. die nöthige Mit⸗

theilung machen zu können. Hungen den 9. Februar 1842.

Follenius.

Entdeckung in Friedberg.

Schon ſeit dem vorigen Sommer wird an Er⸗ richtung der neuen Chauſſee, welche um unſere Burg herum geführt werden ſoll), gearbeitet, und da bei dieſer Gelegenheit ein großer Theil des nördlichen Rains abgehoben wird, ſo kamen eine Menge der hier begrabenen Ueberreſte aus älteren Zeiten zu Tag, wovon der größte Theil den Römern zuzu⸗ ſchreiben iſt, namentlich ſ. g. Heidenköpfe, viele Scherben von römiſchen Gefäßen, Stücke von ihren Backſteinen, worunter einige mit Stempeln der hier ſtationirenden Cohorten und Legionen, eine große Anzahl von Hirſchgeweihen und anderen Hörnern, die zum Theil angeſägt, zum Theil zu Stielen bear⸗ beitet waren u. dgl. m. Sonderbarer Weiſe befan den ſich ganz in der Nähe dieſer Gegenſtände an⸗ dere, welche noch aus der Mitte des vorigen Jahr⸗ hunderts rühren, und zwar ſolche, die man hier gar nicht erwartete, z. B. eine Doſe mit dem Bildniß Friedrich's II., Königs von Preußen, ein halbes Stüberſtück(ſogenanntes Fettmännchen) unter Karl Theodor im Jahr 1766 geſchlagen und mit deſſen Chiffer verſehen, u. A. Die merkwürdigſte Ent⸗ deckung aber wurde vor einigen Wochen gemacht, indem die Arbeiter in einer bedeutenden Tiefe auf ſtarke Subſtructionen eines alten runden Gebäudes, wahrſcheinlich eines Thurmes ſtießen. Von dem Daſeyn eines ſolchen Gebäudes in dieſer Stelle be merkte unſere Generation bis jetzt gar nichts; um ſo mehr drängt ſich dem Beobachter die Frage auf: Wie kommt dieſes Gebäude hierher, und woher mag es rühren?

Ohne hier dem Urtheile Anderer vorzugreifen, wollen wir hier unſern Leſern unſere unmaßgeblichen Gedanken mittheilen.

In der Anſicht von Friedberg welche der alte Merian in ſeiner Topographia Hassiae gibt, die ums Jahr 1640 erſchien, konnte man ſich bisher gar nicht gehörig zurecht finden, weil hier Mehreres angegeben iſt, was der jetzigen Anſicht der Stadt und Burg durchaus nicht entſpricht. Unter Andern zeigt ſich dort ein Weg aus dem nördlichen Burg thore, der, ſtatt daß er jetzt links nach der Vor ſcadt zum Garten ſich wendet, gerade entgegen geſetzt über die Stelle, wo ſich der Burgkirchhof be findet, zieht, auf beiden Seiteu mit Mauern umge ben iſt, durch ein thurmartiges rundes Gebäude geht, das gerade nördlich von der Burg

) Wir werden bei einer andern Gelegenheit darauf zurück⸗ zukommen ſuchen.

auf halber Anhöhe ſteht, und in der Gegend des jetzigen ſalzmänniſchen Gartens, wo eine Brücke über die Uſa führt. Wer das ſah, glaubte, es ſey dies eine ganz verfehlte Zeichnung. Jetzt überzeugt man ſich aber, daß ſie doch der Wahrheit ziemlich getreu iſt, daß alſo in früheren Zeiten, ſobald man aus dem nördlichen Burgthore gekommen war, ſich eine Straße rechts wandte, durch ein rundes Thor gebäude ging und nach der Uſa-Vorſtadt zu ſich zog, ſodann aber, ehe ſie die Gegend erreichte, wo die Mühle und die beiden Hofraithen ſich befinden, die Uſa überſchritt. In derſelben Gegend, wo das Thor gebäude in der Zeichnung angegeben iſt, zeigen ſich nun die oben erwähnten Fundamente eines runden Gebäudes. Sollen wir nicht dadurch zur Annahme berechtigt ſeyn, daß es daſſelbe ſeyß? Allein nun entſteht eine neue Frage, deren Beantwortung wir aber nicht zu geben vermögen, nämlich: Aus welchem Zeitalter rührt die erſte Anlage dieſes Gebäudes? Und: Zu welcher Zeit mag wohl dieſer Weg nebſt Thor und Brücke abgebrochen worden ſeyn? Letzteres vielleicht gar ſchon während der Zeiten des dreißig⸗ jährigen Krieges und bei Anlegung der Verſchanzun⸗ gen um die Burg? Auf jeden Fall lohnt es ſich der Mühe, beim Abbruche dieſer Fundamente ſorg fältig Alles zu unterſuchen. Vielleicht daß man Be lege findet, von Wem oder wann ſie angelegt wur den. Sie ſind am Ende noch römiſchen Urſprungs.

Man huͤte ſich vor Schaden!

Die Großherzoglich Heſſiſche Zeitung enthält in ihrer 39. Nummer einen Artikel unter der AufſchriftNeuer Münz⸗ fuß in Kurheſſen, welchen wir unſern Leſern ebenfalls mit⸗ theilen zu müſſen glauben. D. Red.

Mit Bezug auf unſern Artikel, Kaſſel, 27. Jan., in Nr. 32 d. Bl. vom 1. Febr. 1841, über deu mit dem Jahre 1842 in Kurheſſen eingeführten preußiſchen Münzfuß, wornach der Thaler zu 30 Groſchen(Neugroſchen, Silbergroſchen à 3 ½ kr.), der Groſchen zu 12 Heller ausgeprägt wird, machen wir unſere Leſer darauf aufmerkſam, daß mit Ende April 1842 die jetzige Silber-Scheidemünze in Kurheſſen außer Cours geſetzt iſt. Die kurf. heſſ. Direction der Haupt⸗Staatscaſſe beſtimmt, dem im oben citirten Artikel näher angeführten Ge ſetze vom 18. Jan. 1841 über das neue Muͤnzweſen gemäß, in einem Erlaſſe, dat. Kaſſel 12. Jan. 1842, einen Termin zur Einlöſung der außer Cours kom⸗ menden Scheidemünze, namentlich der s und ½ Thalerſtücke(2 Albus- und Eingutegroſchenſtüͤcke, ſog. Heſſenbatzen), ſowie der 6- und 3-Kreuzer⸗

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