* 244 3) Die älteren Bullen müͤſſen wohl gefeſſelt und mit gehöriger Vorſicht vorgefuͤhrt werden. 4) Die Concurrenz auf den Stationen iſt an keine Kreis- oder Bezirksabtheilung gebunden.
Gleichzeitig mit den vorſtehend bemerkten werden auch die für das Jahr 1841 vom Ausſchuſſe zuer⸗
kannten Preiſe für zweckmäßige Einrichtungen der Dungſtätten, ſo wie für Wieſenver⸗
beſſerungen öffentlich feierlich den Preisträgern ausgehändigt, und es werden demnach dieſelben hiermit
eingeladen, zu dem Ende ſich auf der ihnen zunächſt gelegenen Station Morgens 10 Uhr einzufinden. Indem der Unterzeichnete Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er die Vereinsmitglieder,
ſo wie alle Freunde der Landwirthſchaft zu, recht vielſeitiger Theilnahme an den Preisvertheilungsfeſten
ein. Dieſelben könnten dadurch weſentlich verſchönert werden, wenn auch unabhängig von der Preisver⸗ theilung ſchönes ſelbſtgezogenes Vieh uud andere intereſſante Gegenſtände der landwirthſchaftlichen Induſtrie bei dieſer Veranlaſſung dem größeren Publikum zur Anſicht ausgeſtellt würden. b
Auf den Feſtplaͤtzen werden den verehrlichen Ausſchuß⸗ und Vereinsmitgliedern beſondere Plätze an⸗ gewieſen werden. b
Gießen, den 22. Juni 1842. Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen
von Firnhaber-Jordis.
Oeffentliche Nachricht.
Betreffend: Den Verein zur Unterſtützung und Beaufſichtſgung der aus den Landes- und Provinzialſtrafanſtalten Entlaſſenen im Großherzogthum Heſſen.
Mit Bezug auf das Ausſchreiben in Nro. 50 des Intelligenzblattes bringe ich zur öffentlichen Kennt⸗
niß, daß die Bezirksvereins-Commiſſion für den Kreis Friedberg, unter meinem Vorſitze, aus folgenden Mitgliedern gebildet worden iſt, als:
1) Herr Landrichter Buff in Rödelheim,
2)„ Pfarrer Fabricius in Niederweiſel,
3)„ Bürgermeiſter Holtzmann in Petterweil, 7
4)„ Pfarrer Landmann in Rendel,
5)„ Hofrath Dr. Lorenz in Vilbel, Die Unterſtützungs-Bedürftigen haben ſich daher an einen dieſer Herrn zu wenden, und ſind die
Gr. Bürgermeiſter angewieſen, den Requiſitionen derſelben auf das Bereitwilligſte zu entſprechen. Friedberg den 2. Juli 1842. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg
Küchler.
60 Herr Landgerichtsaſſeſſor Freiherr von Löw in Friedberg,
Pfarrer Unzer in Obermörlen,
8)„ Major Venator in Marienſchloß.
Alte Hoͤrner und Geweihe.
Schon vom Jahr 1830 an fand Einſender dann und wann an dem Walle nördlich der Burg Fried— berg, ſowie der Boden geöffnet wurde, Reſte von alten Geweihen, an welchen allen mehr oder min— der Menſchenhände durch Werkzeuge thätig geweſen waren. Bei der Errichtung des Dammes zur neuen Chauſſee im Sommer und Herbſte 1841 kamen ſolche Reſte von Geweihen in außerordentlicher Menge zu Tag, daß man damit wohl mehrere große Körbe (Mahnen) haͤtte füllen können. Es beſtanden die— ſelben theils in dem Vorderkopfe des Thieres mit den beiden Kronen, an welchen der übrige Theil abgeſägt war, theils blos Kronen, theils unverar— beiteten, theils halb verarbeiteten, viereckig zugerich— teten Enden, theils ganz theils halb fertigen Grif— fen und Stielen für Meſſer u. dgl. m. Die Sache fiel Jedem auf, der die Reſte ſah, und Viele waren der Meinung, es müſſe hier in uralten Zeiten ein Mann ſeine Werkſtätte gehabt haben, und mitten in ſeiner Arbeit durch den Ueberfall von Feinden ge— ſtört worden ſeyn, ſo daß Alles liegen blieb und endlich als Schutt bei Seite geſchafft wurde. Daß dteſe Dinge aber wirklich uralt ſeyn mußten, bewies ſchon gleich von vornen herein der Umſtand, daß ſie ſich neben einer Maſſe römiſcher Gefäße und Ziegeln
befanden. Später hatte Schreiber Gelegenheit, einige dieſer Reſte von Geweihen und Hörnern einem Manne zu zeigen, deſſen Geſchaft ihn mit dergleichen Din— gen bekannt macht. Nachdem ſie dieſer mit Auf— merkſamkeit betrachtet hatte, erklärte derſelbe, er halte einen Theil derſelben zwar für Stücke gewöhn⸗ licher Hirſchgeweihe, andere aber für Geweihe von Elennthieren, deren ihm mehrere in ſeiner Praxis vorgekommen ſeyen. Von den Hörnern aber urtheilte er ſo: Dieſelben ſeyen nicht das ganze Horn; ſon— dern uur der feſte innere Theil deſſelben, und zwar ſeyen einige die Reſte gewöhnlicher kräftiger Ochſen; andere aber halte er fuͤr das Innere der Büffel⸗ ochſen⸗Hörner.(Man möchte ſie eher für die des Auerochſen halten.) Erwägt man dies Alles, ſo liegt der Schluß ſehr nahe: Zu einer Zeit, da die Römer in unſerer Stadt und Burg ſich nieder— gelaſſen und neben den Künſten des Krieges auch Geſchäfte des Friedens trieben, befand ſich hier die Werkſtätte eines Mannes, welcher aus Hörnern und Geweihen Griffe und Stiele für Inſtrumente, Meſſer, Waffen u. dgl. verfertigte. Dieſe Geweihe und Hör⸗ ner lieferten ihm die Felder und Wälder der Um⸗ gegend. Und daß letztere damals noch Auerochſen und Elennthiere ernährten, wiſſen wir aus den Nach⸗ richten der alten Römer ſelbſt. Jetzt würde man
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