Ausgabe 
8.1.1842
 
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ud die Beherung iſt unſchädlich gemacht, die Kuh 5 gibt er e will) vor wie nach ihre Milch. Ferner: Wenn durch irgend eine Erkältung oder ſonſt etwas der Euter der Kuh geſchwollen iſt, ſo braucht Ihr abermals nur dieſen Stein zu holen, damit den Euter dreimal zu beſtreichen, und es wird

ie Geſchwulſt weg ſein. 1 Wen 75 Allem wirklich ſo wäre, ſo würde ſich Schreiber dieſes ein Vergnügen daraus machen, jedem Orte in dem Kreiſe Friedberg einen ſolchen Donnerkeil abzugeben, um die Kühe damit zu heilen, falls ſie behext oder die Euter geſchwollen wären. Dounerkeile beſitzt er genug dafür nnd hat kürzlich noch zwei von guten Frennden in ſeine Sammlung zum Geſchenke erhalten; er wuͤrde ſich indeſſen in der That Sünde ſcheuen, zu einem ſol chen tollen Aberglauben(denn das iſt es) die Hand zu reichen. Sind aber die geneigten Leſer uͤber dergleichen Dinge weg, ſo mögen ſie nur be⸗ denken, daß die Welt nicht immer ſo klug und auf geklärt war, wie ſie jetzt iſt. Der berühmte Arzt und Profeſſor Vallentini, welcher vor etwa an⸗ derthalbhundert Jahren zu Gießen lebte, empfiehlt dieſe Donnerkeile in einem ſeiner Werke(Mu⸗ seum Museorum pag. 55.) als ein vortreffli⸗ ches Mittel gegen die Gelbſucht, und zwar ſo, daß man dieſelben pulveriſiren und in einer Do ſis von einem halben Quint einnehmen ſolle. Trotz dieſer Empfehlung wird man ſie heut zu Tage ſo wenig mehr in unſern Apotheken finden als pulveri ſirte Mumien oder die weißen Excremente von Hun den, die ſonſt auch als Arzeneien daſelbſt zu finden waren.

(Schluß folgt.)

Bekanntmachungen von Behörden.

N

Güter ⸗Verſteigerung. (1400) Montag den 31. Januar 1842, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachfol⸗ gende Georg Lang'ſche Güterſtücke öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden, als: O. N. Pag. Nro. 1. 423 9. 2 Viertel 4 Ruthen in Kleinwart feld, getheilt mit Georg Lang, gibt dem Cameralfiskus G. Zehntkorn 2. 424 9. 2 Viertel 4 Ruthen bei der Pfingſt⸗ weide, getheilt mit Wilhelm Wecker lings Wittwe, dem Cameralfiskus Geſcheit Zehntkorn. 3. 472 7. 2 Piertel 18 ½ Ruthen im Groß⸗ galgenfeld, an Paul Falk. 4. 156 30. 1 Viertel 20 Ruthen Garten bei der Langgaß, au Ludwig Win⸗ decker, zehntfrei. Friedberg den 21. Dezember 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender.

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Hofraithe-Verſteigerung. (1370) In Auftrag großh. Landgerichtes dahker wird Donnerſtag den 20. Januar 1842, Vormittags 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe der Frau Martin Groß Wittwe einer freiwilligen öffent⸗ lich meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt.

Die Hofraithe liegt an der breiten Straße, Pag. und Nro.% und beſteht in Wohnhaus, Farbhaus, Scheune und Stall, an Heinrich Im⸗ melt und Chriſtian Engel, ſodann Pag. und Nro.%, 80 Rth. Hausgarten, zehnt⸗ frei, gibt in den Schulfond Einen Gulden. Friedberg den 15. Dezember 1841.

Der Beigeordnete Bender.

Verſteigerung von Pflaſterarbeiten

zu Vilbel. (1) Mittwoch den 12. Januar 1842, Nachmittags um 2 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Vilbel das Zurichten von 25 Kubik-Klafter Baſaltſteinen, ſowie die Pflaſterung von 202 Quadrat-Klafter Schich⸗ tenpflaſter unter den bei der Verſteigerung vorge⸗ leſen werdenden Bedingungen öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg den 29. Dezember 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Lieferung von Pflaſterſteinen nach Vilbel. (2) Mittwoch den 12. Januar, Nachmittags um 2 Uhr, ſoll die Lieferung von circa 25 Kubik-Klafter ausgewählte Baſaltſteine auf dem Rathhauſe zu Vilbel, nach den dabei vorgeleſen werdenden Be dingungen, öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 29. Dezember 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumetſter Rhumbler. Fruchtverſteigerung. (3) Montag den 10. Januar, Nachmittags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe von den 1841er Fruchtvorraͤthen des Auguſtiner-Schulfonds 50 Mltr. Korn zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Friedberg den 28. Dezember 1841. Der Beigeordnete Bender. Mobilienverſteigerung.

(10) Montag den 17. Januar 1842 und die darauf

folgenden Tage, jedesmal von 9 Uhr Morgens an,

will der Oekonom Dietrich Boy dahier nachſtehende

Oekonomie- und Hausgeräthſchaften einer freiwilli⸗

gen Verſteigerung ausſetzen laſſen, als:

10 2 braune, wohlgeſtaltete Wallachpferde, das eine 5, das andere 6 Jahre alt,

2) 4 Kühe, worunter 2 Zugkuͤhe,

3) 1 Ochſenkalb, 4 Monate alt,

40 2 Wagen mit Zugehör, der eine ganz neu und von Mittelſpur,

5 2 Pflüge mit Zugehör,

6) 1 Kartoffelpflug,

7) 3 Eggen,

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(32) Henzel gerung 1 tra 1 tra 1 Kel