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Intelligenzblatt
für die
Provinz Oberbeſſen in Allgemeinen,
Kreiſe Friedberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
Sonnabend, den 8. Januar
13842.
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung des Praͤſidiums des landwirthſchaftlichen Vereins fuͤr die Provinz Oberheſſen, die Einführung einer landwirthſchaftlichen Verdienſt-Medaille zweiter Klaſſe betreffend.
Der Ausſchuß des landwirthſchaftlichen Provinzial⸗Vereins von Oberheſſen hat in der Sitzung am 29. Novbr. d. J. die Einführung einer landwirthſchaftlichen Verdienſt-Medaille zweiter Claſſe beſchloſſen, wovon hauptſächlich in Fällen Gebrauch gemacht werden ſoll, wo es ſich um Aner— kennung ſolcher Verdienſte handelt, für welche die größere Verdlenſt-Medaille, als mehr für die Verdienſte um die vaterländiſche Landwirthſchaft überhaupt beſtimmt, nicht geeignet ſeyn würde. Ganz beſonders iſt dieſelbe aber fur ſolche Gr. Bürgermeiſter beſtimmt, welche ſich durch Förderung der landwirthſchaft— lichen Intereſſen ihrer Gemeinden beſonders auszeichnen, wie z. B.: durch Hinwirkung auf gute Benutzung der Gemeindegüter, gute Handhabung der Feldpolizei, Conſolidation zerſtückelter Felder, beſſere Regulirung der Gemarkungsgewanne, Rectification von Bächen, Anlagen von Bewäſſerungen und zweckmäßigen Flachs⸗ röſtgruben, Waldkulturen, Abſchaffung des Furchelns und der Raſenſtreifen als Grenzezeichen, Unterhaltung guter Feldwege und ausgezeichneter Gemeindezuchtbullen, Einführung von ViehverſicherungsCaſſen u. ſ. w.; welcher Beſchluß hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß kommt, daß ſich der Verein unter Rückſprache mit den Gr. Kreis- und Landräthen und den landwirthſchaftlichen Bezirks-Vereinen von ſelbſt die nöthigen Notizen über die einer Auszeichnung durch dieſe Medaille Würdigen verſchaffen wird.
Gießen den 1. Dezember 1841. Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins der Provinz Oberheſſen. In deſſen Abweſenheit: Schneider, Vicepräſident.
Etwas uber Donnerkeile.
Wenn der geneigte Leſer gerne wiſſen will, was Donnerkeile ſind, ſo braucht er ſich nur ein wenig beim Volke auf dem Lande darum zu befragenz das wird ihm allerlei Wunderdinge davon zu erzäh⸗ len wiſſen. Der Eine wird ihm ganz gelehrt erklä— ren, es ſeien Steine, welche die Sonne, wenn ſie, wie man ſagt, Waſſer zieht, vom Strande des Mee⸗ res mit hinauf ziehe, und welche dann bei einem Gewitter wieder auf die Erde herab fielen. Ein Anderer wird ihm ſagen, das ſeien die Steine, wel— che beim Krachen des Donners mit dem Blitze her— abgeſchleudert würden und zwar mit ſolcher Kraft, daß ſie tiefer als der höchſte Kirchthurm in die Erde
ſchlügen; nach jedem Gewitter huͤben ſie ſich aber wieder etwas in die Höhe und endlich nach ſieben Jahren lägen ſie wieder auf der Oberfläche der Erde. Wer nun ſo glücklich waͤre, einen ſolchen in dieſer Zeit zu finden, der ſolle ihn nur mit in ſein Haus nehmen und daſelbſt wohl verwahren. Zuerſt werde er an demſelben die Wahrnehmung machen, daß er bei jedem Gewitter ſchwitze. Dann aber ſei ein ſol⸗ cher Stein der beßte Schutz bei jedem Gewitter; denn wo er in einem Hauſe liege, da ſchlage nie der Blitz ein. Nun aber kommt die Hauptſache! Wenn nämlich die Kuh durch Behexung die Milch verloren habe, ſo nehme man nur einen ſolchen Stein, beſtreiche damit dreimal den Euter der Kuh—


