Ausgabe 
7.9.1842
 
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Theoretiſch-praktiſche Beitraͤge zur Landwirth⸗ ſchaft, mit beſonderer Ruͤckſicht auf die dies⸗ jaͤhrigen Ergebniſſe. Zur Beherzigung fuͤr die einſchlaͤgigen Ober- und Lokalbehoͤrden. Von E. in R. v. d. H.

Niemand ſelbſt die älteſten Leute nicht aus⸗ genommen weiß ſich eines ſo regenloſen Früh lings und Sommers wie in dieſem Jahr, zumal in unſerer fruchtbaren Wetterau, zu erinnern. Es ſchien beinahe alle Hoffnung für den Landwirth, beſonders in hieſiger Gegend, verloren zu ſeyn, als mit einem mal vor einigen Wochen unſer Weichbild(jedoch nur theilweiſe) und die Umgegend mit einem Ge⸗ witterregen, der ſtark eindrang, begluͤckt wurde. Noch mehr Regen erhielten wir mitunter auch Gewitterregen dieſer Tage und es iſt bis jetzt noch regneriſch. Hierdurch ward die geſunkene Hoff nung des Landwirths neu belebt und man ſieht einem geſegneten Herbſt, beſonders in Bezug auf Kartoffeln, Kohl und andere Wurzelgewaͤchſe entgegen. Hinge gen wird die Obſt⸗ und Grummet⸗Aerndte fur hie⸗ ſigen Ort nur ſpärlich ausfallen. Das Winterge traide iſt jedoch, beſonders in Bezug auf Schwere der Körner gut ausgefallen; Gerſte und Hafer und ſonſtiges Sommergetraide hat augenfällig, obgleich ſchwer von Korn, Noth gelitten, was nicht allein der anhaltend dürren Witterung ſondern vornehm lich den Engerlingen, ſ. g. weißen Würmern, und den vielen vorhandenen Mäuſen, die ſich ſpäterhin freundnachbarlichſt auch in die Kartoffelpflanzungen begaben und hier ebenfalls empfindlichen Schaden verurſachten, beizumeſſen iſt. Ein gleiches gilt von den Sommergemüsarten und insbeſondere von der Heuärndte, welches beides ebenfalls ungewöhnlich ſchwach ausgefallen iſt. Dieſes Jahr hat übrigens zur Genüge gelehrt, daß die frühe Beſtellung des Feldes und der Gärten(beſonders aber wenn die Herbſtdung angeordnet wurde) in der Regel einen entſchiedenen Vorzug vor der ſpätern Beſtellung hat und daß mitunter viel Schuld am Landwirth, na mentlich in Bezug auf Futterbau(wie ich weiter unten zeigen werde) liegt, wenn das Getraide nicht gedeiht, wovon die Schuld nicht allein der Wit terung beizumeſſen iſt. Hohe Zeit iſt es nunmehr, daß der Landwirth die geeigneten Maßregeln neh me zum Futterbau auf das künftige Jahr, da der die ſes Jahr ausgeſäete rothe oder weiße Klee entwe der gar keine, oder doch nur ſehr ſpärliche Aerndte für die Zukunft verſpricht. Ebenſo müſſen Vorſichts⸗

* 316* maßregeln zur Vertilgung der Mäͤuſe und der, hoͤchſt

wahrſcheinlich zu erwartenden, häufigen Raupen in den Kohlfeldern, getroffen werden.(Dieſen beiden Uebeln abzuhelfen, werde ich weiter unten gründliche Vorſchläge thun.) Ich gehe nunmehr zum Anbau von Cerealien insbeſondere des Roggens als Fut⸗ terkraut, mit oder ohne Kleearten u. ſ. w. über.

Will man den Roggen unvermiſcht zu Futter 5

für das nächſte Jahr ausſäen, ſo nehme man ½ mehr Saamen als man zur gewöhnlichen Ausſaat braucht, pfluͤge ihn jedoch nur flach unter und über⸗

egge ihn in Kreuz und Quer, oder falls das Grund⸗

ſtück ſchmal iſt, in Schlangenlinien, welches Beides von ſehr guter Wirkung iſt; nur darf Erſteres bei zu ſpäter Beſtellung nicht ſtattfinden(das Unter⸗ pflügen hat Vorzüge vor dem Untereggen, indem in erſterem Falle die Saamen gleichmäßiger unterge⸗ bracht werden können, nur darf es beim Winterge⸗ traide nicht ſo ſtark als beim Sommergetraide ge⸗ ſchehen.) Man wird alsdann nächſtes Jahr einige⸗ mal den Roggen und zwar früher, als die Klee arten abmaͤhen können, wenn der Acker auch nicht friſch gedüngt wurde, und nur nicht gar zu mager iſt. Der beſtellte Acker kann nach dem Umbrechen, und zwar nur mit der Hälfte der gewöhnlichen Dung, anderweitig, und ſelbſt zur Koͤrner⸗Winter⸗ frucht, benutzt werden, beſonders wenn man die Stoppeln mit etwa 12 Simmer pr. Morgen un⸗ geloͤſchtem, pulveriſirtem Kalk, zur ſchnelleren Ver⸗ weſung überſtreut.

Cortſetzung folgt)

Gottes Strom.

(Nach dem Talmud.) Hoch droben vier göttliche Thiere Die tragen des Ewigen Thron, Der Adler ſamt dem Stiere Der Leu und der Menſchenſohn. Es trieft von den Vieren hochheilige Glut Am Fuße des Throns zur kryſtallenen Flut. Und hinab nach den Welten allen Mit feurigem Ungeſtümm Die Fluten Gottes fallen Daß Alle tränken aus ihm; Alle Morgen des Allbarmherzigen Kraft Aus dem Feuerſtrom tauſend Engel erſchafft. Sie ſpielen dem Herrn auf Saiten Und ſingen ein neues Lied, Ein ſüßes Rauchwerk bereiten Der Höchſte hernieder ſieht; Am Abend ſinken ſie wieder hinab, Vergehn in der Fluten feurigem Grab. F. G. Wetzel.

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