hin, den Gründern ſolcher Leſe⸗Vereine und Vor⸗ ſtehern derſelben große Vorſicht in der Wahl der Zeitſchriften und Bücher zu empfehlen, und ja nicht zu vergeſſen, daß durch ſie der Landmann wahrhaft gebildet und gehoben, aber nicht ſeiner Sphäre ent⸗ ruͤckt werden ſoll, denn Das würde, ſtatt häusliches Gluck, Zufriedenheit und Frömmigkeit zu verbreiten, ihn nur unzufrieden und folglich unglücklich machen. Wir hoffen, nicht mißverſtanden zu werden, indem wir Dieſes ſagen.—
2) In der Karwoche ſoll ſich in dem Arreſtlokale zu Friedberg ein junger Mann erhängt haben. Das iſt doch wohl wieder die Folge eines böſen Gewiſ⸗ ſens oder des Mangels an achter Religioſität. Es iſt überhaupt kein gutes Zeichen der Zeit, daß wir aus ſo vielen Gegenden von Selbſtmorden hören. Je tiefer die Menſchen ſinken, deſto häufiger iſt in der Regel der Selbſtmord.—
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
NN
Bekanntmachung.
(393) Da der Todtenwagen mit dem 1. April l. J. in Gebrauch genommen werden ſoll, ſo wird die⸗ ſes hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht und bemerkt, daß die desfallſigen Beſtellungen bei dem Hospitalpfleger Faatz zu machen ſind, dem auch die Erhebung der Koſten für den Leichenwagen ſammt Beſpannung übertragen worden iſt. Dieſe Koſten ſind für dieſes Jahr für den Wagen erſter Klaſſe auf 4 fl. 25 kr., für die zweite Klaſſe auf 5 fl. 5 kr. feſtgeſetzt. 2 05
Auch iſt derſelbe zum Leichenbeſorger für dieſes Jahr ernannt und demſelben Inſtruction ſammt Tarif zur Beſtellung des Leichenconducts ertheilt worden, in welchem die ſämmtlichen Beerdigungs⸗ koſten, je nach dem ein größerer oder geringerer Aufwand gemacht werden wolle, enthalten ſind.
Diejenigen, ſo ſich des Leichenbeſorgers bedienen wollen, laſſen dieſen zu ſich rufen, und ſich von dem⸗ ſelben die verſchiedenen Tarife vorlegen, wornach ſie beſtimmen können, welchen Aufwand ſie wünſchen. Demſelben iſt dann der ganze Betrag der Koſten einzuhändigen, der dieſe an die Betreffenden zu ver⸗ theilen hat.
Es iſt Niemand gezwungen, ſich des Leichenbe⸗ ſorgers zu bedienen, ſondern es ſtehet Jedem frei, das Leichenconduct ſelbſt oder durch wen er wolle beſtellen zu laſſen. Der Tarif findet dann keine Anwendung auf dieſen. Auch ſoll jene lobenswerthe Geſellſchaft, die ſich verbunden hat, die Todten unent⸗ geldlich zur Ruheſtätte zu begleiten, hierdurch nicht geſtört werden; ſowie auch die ſeither bei den Zünf⸗ ten übliche Beſtellung des Leichenconducts durch den jüngſten Meiſter vor wie nach beſtehen bleiben ſoll. Nach der Verfügung Gr. Herrn Kreisraths muß
118„.
ſich jedoch in allen Fällen des Leichenwagens bedient werden, außer bei Kinderleichen. Friedberg den 28. März 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz
Holz⸗ und Eichen⸗Lohrinden⸗Verſteigerung. (394) Mittwoch den 6. April, Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindswald Langenhain, Reviers Hochweiſel, Diſtricts Eichberg, 145 eichen Bauſtaͤmme und 15 Stecken Eichen⸗Prügelholz, an Ort und Stelle dem Meiſtgebot ausgeſetzt werden, unter der Bedingung, daß auf Martinitag 1842 Zahlung ge⸗ leiſtet wird. Sodann ſollen Donnerſtag den 7. April, Mor⸗ gens 9 Uhr, in dem vorbemerkten Diſtrict 350 Gebund Eichen⸗Lohrinden, unter den vor der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, dem Meiſtgebot ausgeſetzt werden. Die Herrn Buͤrgermeiſter werden Vorſtehendes in ihren Gemeinden gefälligſt veröffentlichen laſſen. Langenhain den 29. März 1842. Der großh. heſſ. e
uth.
Garten ⸗Verſteigerung. (395) Montag den 4. April, Morgens 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, Folge eingelegten Nach⸗ gebots, der zum Phyſikatswundarzt Adam Schenk'⸗ ſchen Nachlaſſe gehörende Garten, zwiſchen der Lang⸗ und Barbaragaſſe liegend, 83 Ruthen haltend, einer nochmaligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt.
Friedberg am 29. März 1842.
Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung in den Domanialwal⸗ dungen des Reviers Hochweiſel, Forſts
Friedberg betreffend.
(396) Donnerſtag den 7. April d. J., Morgens punkt 9 Uhr in dem vorderſten Kuppel anfangend, ſollen die nachſtehend verzeichneten Holzquantitäten unter den gewöhnlichen Steigerungs-Bedingungen öffentlich meiſtbietend verwerthet werden.
I. Brandholz:
1) 256 Stecken buchen Scheitholz,
.„ Stockholz, friſches,
3) 725 Wellen„ Reisholz,
4) 1 Stecken eichen Scheitholz,
5) 250 Wellen buchen und Weichholzreißig,
6) 1600„ Ginſterbackreißig.
II. Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz:
3 Klötze Eichenſtammholz= 24 Cubikfuß und
6„ Buchenſtammholz= 38„ haltend.
Die Herrn Bürgermeiſter der hierauf Rückſicht nehmenden Gemeinden werden daher erſucht, die Vor⸗ nahme dieſes Geſchäſts zeitig veröffentlichen zu laſſen.
Hochweiſel am 30. März 1842.
Der großh. heſſ. Revierförſter Stillgebauer. Holzverſteigerung. (397) Dienſtag den 5. April l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald, Diſtriet Bauwald, nachfolgende Holzſortimente, als?
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