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3) Die älteren Bullen müſſen wohl gefeſſelt und mit gehöriger Vorſicht vorgefuͤhrt werden.
4) Die Concurrenz auf den Stationen iſt an keine Kreis- oder Bezirksabtheilung gebunden.
Gleichzeitig mit den vorſtehend bemerkten werden auch die für das Jahr 1840 vom Ausſchuſſe zuer⸗ kannten Preiſe für zweckmäßige Einrichtungen der Dungſtätten und für Wieſenverbeſſerungen öffentlich feierlich den Preistraͤgern ausgehändigt, und es werden demzufolge dieſelben eingeladen, ſich zu dem Ende auf der ihnen zunächſt gelegenen Station Morgens 10 Uhr einzufinden. 5
Indem der Unterzeichnete Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er die Vereinsmitglieder, ſowie alle Freunde der Landwirthſchaft zu recht vielſeitiger Theilnahme an den Preisvertheilungsfeſten ein.
Weſentlich könnten ſie verſchönert werden, wenn auch unabhängig von der Preisvertheilung ſchönes
ſelbſtgezogenes Vieh und andere intereſſante Gegenſt
ände der landwirthſchaftlichen Induſtrie, welcher Art
ſie ſeien, bei dieſer Veranlaſſung dem größeren Publicum zur Anſſicht aufgeſtellt würden. Auf den Feſtpläatzen werden den verehrlichen Aus ſchuß⸗ und Vereinsmitgliedern beſondere Plätze an⸗
gewieſen werden. Gießen den 6. Juli 1841.
Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen;
In deſſen Abweſenheit: Schneider
Friedberg.
Donnerſtag den 15. dieſes beehrten S. H. unſer allverehrter Erbgroßherzog unſere Stadt mit Höchſt Ihrer Gegenwart, inſpicirten das hier garniſonirende zweite Bataillon des vierten Linien-Infauterie Regi— ments, geruhten, mehrere hieſige Beamte zu empfan— gen, und begaben Sich am Nachmittage wieder auf den Rückweg nach Darmſtadt.
Witterungs- Nachrichten.
Die Wetter, welche am 26. Juni an ſo manchen andern Orten Deutſchlands ſo vielen Schaden ver— urſacht haben ſollen, berührten merkwürdiger Weiſe unſere Wetterau wenig oder gar nicht. Dagegen haben wir ſeit langer Zeit faſt tagtäglich Regen gehabt, der zwar den Sommerfrüchten ausnehmend günſtig war und den bisherigen Mangel an Füt⸗ terung erſetzte, welcher allerdings groß war, dafür aber weder fruͤher für die Heu-Ernde, noch jetzt für die Korn⸗Ernde gut und heilſam iſt. Möchte bald das Wetter ſtändiger werden, wie der Landmann es jetzt bedarf! Unſer zweiter Klee hat ſich günſti⸗ ger geſtellt, als man zu hoffen berechtigt war; unſere Kartoffeln ſtehen ſehr gut und unſere Gerſte hat eine ſolche Größe und Fülle erreicht, daßeſie an vielen Orten anfängt, ſich zu legen.— Am Sonntag den 18. Juli Nachmittags entlud ſich im Weſten Friedbergs ein bedeutendes Gewitter und in Folge deſſelben entſtand ein ſo furchtbarer Sturm, daß er viele hundert Fruchtbäume zuſammenriß oder doch ſtark beſchaͤdigte und einen großen Theil unſeres Obſtes abſchlug. Dies iſt um ſo mehr zu bedauern, als dieſes herabgeworfene Qbſt jetzt noch faſt für gar nichts zu benutzen iſt, und es größtentheils ſolche Striche betraff, welche im vorigen Jahre faſt ganz leer ausgegangen waren. Auch die Feldfrüchte ſollen dadurch bedeutend gelitten haben.—
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
N
Edietal lad un g. (765) Ueber den überſchuldeten Nachlaß des Ki⸗ lian Hild von Heldendergen hat zwiſchen den bekann⸗ ten Gläubigern ein Arrangement ſtattgefunden. Um durch deſſen Realiſirung den Intereſſen etwaiger unbekannter Gläubiger nicht zu nahe zu treten, wer⸗ den ſolche hiermit aufgefordert, ſogewiß im Termin Dienſtag den 17. Auguſt, Vorm. 8 Uhr, ihre Anſprüche dahier zu melden, richtig zu ſtellen und ſich über das ihnen dann eröffnet werdende Arrangement zu erklären, als ſonſt die ſich nicht Meldenden ohne beſonderes Präcluſivdecret ausge⸗ ſchloſſen, von den ſich Anmeldenden aber angenommen wird, daß ſie ſich der getroffenen Uebereinkunft an⸗ ſchließen wollen. Großkarben den 16. Juni 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Hofraithe-Verſteigerung. (783) Montag den 23. Auguſt l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß der Philipp Koppiſchen Eheleuten gehörende Hofraithe und zwar die ganze Hofraithe Pag. e; beſtehend in einem Wohnhauſe, 2 Stallungen und Hofräume in der Kirchgaß gelegen, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. f Friedberg den 8. Juli 1841. In des Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz N
Edictal ladung. 25 (785) Zur Richtigſtellung des über den Nachlaß des Müllers Konrad Sauer und deſſen Ehefrau in der Herrumühle bei Fauerbach I. aufgenommenen Inventars, ſowie zum Zwecke einer demnächſtigen Vertheilung jenes Nachlaſſes unter die geſetzlichen
(819) einander Cheltute Donne bei unter den, widr laſses nie Friet
(820 willig un Bär J. 5 Curator Jeberman Fried
824) 10 Uhr, des Pflaſt andern S ben nöth u Sin ſägert we
Wiedb


