Ausgabe 
20.11.1841
 
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zugniſſe unſerer Erd- Atmosphäre bezeichnet, wel⸗ ge mit den in dieſer ſich befindlichen Nebeln und günſten nothwendig zuſammenhängen müßten, ſo nuß Einſender dieſes ihm hierin widerſprechen; idem wenigſtens die Sternſchnuppen und Feu⸗ rkugeln, und deßhalb wohl auch die noch ſchwe⸗ ur als Erzeugniſſe unſerer Atmosphäre zu erklä unden Meteorſteine(Aerolithen), dadurch, ſuß ſolche alljährlich an beſtimmten Ta⸗ zen in bedeutenderen Gruppen mit unſerer Erde ſammentreffen, als gleich dieſer um die Sonne ntirende, demnach fuͤr ſich beſtehende kleine Welt⸗ brperchen, gleichſam Infuſions-Weltchen, ſich aus⸗ ewieſen haben, welche jedoch wahrſcheinlich erſt der Nähe unſerer Erde, theils durch die Wir⸗ ling der Erd⸗Elektricität leuchtend werden, theils noch größerer Erdnähe durch die Reibung mit niſerer Atmosphäre und die Zuſammenpreſſung der- üben erglühen, was beſonders bei den Meteorſtei⸗ en und größeren Feuerkugeln der Fall zu ſein ſcheint, welche alsdann zugleich mit heftigem Knalle in zerſpringen pflegen; und wenn der Herr Einſen er jenes Aufſatzes ſowie ein jeder ſonſtige verehr luhe Leſer dieſer Zeilen unter andern in den ch ſt levorſtehenden Nächten um den 12. oder 3. Novem b. den Himmel beobachten will, ſo wer hen, falls ſolcher alsdann heiter iſt, von der ſonder zweifel auch dießmal wieder, heliocentriſch, d. h. us der Sonne geſehen, um den 22. Grad des Stiers nit unſerer Erde zuſammentreffenden bedeutenderen ſiruppe von Sternſchnuppen nicht wenige derſelben iinem Blicke begegnen, wenn anders, was Einſen⸗ er Dieſes freilich nicht mit Gewißheit vorauszu igen vermag, jenes Zuſammentreffen gerade wäh end einer unſerer europäiſchen Nächte ſich ereignet. P. den 1. November 1841 H. C. F.

Kaſſe der Taubſtummen.

Von der am Grabe des Taubſtummen-Lehrers Herrn karl Pendling von Herrn Profeſſor Fertſch gehaltenen und zum Beßten armer Taubſtummen⸗Confirmanden gedruck in Rede 13 fl.

Schon liegen jetzt in dem Mathildenſtifte 712 fl. zu die⸗ im wohlthätigen Zwecke auf Intereſſen, die ſeit 1838 durch un Druck einer Predigt, welche Herr Profeſſor Sell bei zer Confirmation dreier Taubſtummen gehalten hat, nach rid nach zuſammengefloſſen ſind.

Noch iſt die Kaſſe offen und bleibt es. Gedenket ihrer, ie edlen Menſchenfreunde! bei frohen Ereigniſſen eures Lebens, bei Taufen und Hochzeiten, bei Gewinnung eines zücklichen Lotterie-Looſes oder einer reichlichen Erbſchaft! ber keimt eine kleine Gabe fort und wächst hinüber als en Baum, der Euch jenſeits noch reichliche und wohlthuende üchte tragen wird!

Friedberg den 17. November 1841. Roller.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

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Güter Verpachtung. (1215) Montag den 22. d. M., von Morgens

10 Uhr an, ſoll in hieſigem Rathhauſe die mit Petri⸗ tag 1842 leihfällig werdenden dem Hoſpital zum hei⸗ ligen Geiſt zuſtehenden Ländereien in den Gemarkungen Wohnbach, Melbach und Södel öffentlich meiſtbie⸗ tend auf weitere 12 Jahre verpachtet werden, und zwar Morgens um 10 Uhr die in der Gemarkung Wohnbach liegenden 4 Huben und 12 Morgen Orts- maaß, Nachmittags um 2 Uhr die in der Melbacher Gemarkung liegenden 84 Morgen, und 18 Morgen in der Södeler Gemarkung. Friedberg den 2. November 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Edictalladung. (1225) Sowohl die der unterzeichneten Gerichts⸗ ſtelle bereits bekannten, als auch die etwa vorhan⸗ denen noch unbekannten Gläubiger des verſtorbenen Johann Jacob Studt aus Hauſen wollen ihre For⸗ derungen im Termin Montag den 29. Novbr. d. J., Morg. 9 Uhr, ſo gewiß anzeigen und begründen, als ſonſt ſie bei Vertheilung des Nachlaſſes unberückſichtigt bleiben werden. Butzbach den 27. Oktober 1841. Großh. heſſ. füͤrſtl. ſolmſ. Landgericht daſ. ed. L.

Calmberg. Lieferung. (1240) Die Lieferung des erforderlichen Brodes für das 2. Bataillon des 4. Infanterie-Regiments pro I. Semeſter 1842, wird Montag den 29. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem Verwaltungs⸗ Büreau bemerkten Bataillons verſteigert.

Die Herrn Bürgermeiſter der in der Nähe Fried- bergs liegenden Gemeinden werden erſucht, dieſe Verſteigerung gehörig bekannt machen zu laſſen.

Friedberg den 11. November 1841.

In Auftrag: Goͤlz, Oberquartiermeiſter. Holz-Lieferung-

(1241) Dienſtag den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung von 200 Stecken buchen Scheitholz für die Garniſon Friedberg, auf dem hie⸗ ſigen Militärverwaltungsbüreau in Accord gegeben

Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Fried- bergs werden um geeignete Bekanntmachung dieſer. Verſteigerung erſucht.

Friedberg den 11. November 1841.

In Auftrag: Göl z,

Oberquartiermeiſter.

Güter Verpachtung. (1250) Die zur Graäflich Solms⸗Rödelheim'ſchen Domaine Wickſtadt gehörigen beiden Hofgüter ſollen, vom 22. Februar 1843 an, in weiteren Pacht ge⸗

geben werden.

Brod