dreas
Intelligenzblatt
ſür die
berhessen
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
W 12.
Sonnabend, den 20. Maͤrz
1341.
Amtlicher Theil.
Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. heſſ. Buͤrgermeiſter des Kreiſes.
*
Betreffend:
Das Landgeſtüt.
Nach einer Benachrichtigung großh. Oberſtallmeiſteramts ſind die großh. Landbeſchäler am 7. d. M. auf die Geſtütsſtation Altenſtadt abgegangen und verbleiben dafelbſt bis zum 24. Juni d. J. Dieſes haben Sie alsbald in Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen.
Friedberg den 17. März 1841.
Küchler
Derſelbe
an die großh. heſſ. Buͤrgermeiſter und Gemeindeeinnehmer des Kreiſes. Betreffend:
Die Inſtruktion für die Gemeindeeinnehmer.
Unter Bezugnahme auf die in Nro. 12. des Regierungsblatts von 1841 erſchienene Inſtruction weiſe ich Sie an, inskünftige genau darnach zu verfahren, und namentlich auch bei der Rechnungsſtellung pro 1840 die darin enthaltenen Vorſchriften pünktlichſt zu beobachten. Zugleich bemerke ich übrigens, daß ausnahmsweiſe für die Gemeinderechnung von 1840 geſtattet worden iſt, daß die Buͤcher der Ge— meindeeinnehmer erſt den 30. Juni geſchloſſen, die Rechnungen den 30. Juli an die großh. Buͤrgermeiſter
abgeliefert, und den 31. Auguſt an großh. Rechnungskammer eingeſendet werden dürfen.
Friedberg den 11. Marz 1841.
Küche r.
Choralgeſang.
Der Dr. R.., aus Th. gibt auf die, in Bezie- hung auf die jetzt nothwendige Förderung und Er— hebung der Kirchlichkeit hochwichtige Frage:
„Wie könnte der noch beſtehenden Unvollkommen⸗
„heit im Choralgeſange und deſſen Mangel an
„Lebendigkeit abgeholfen, aber auch die ehemalige
„Friſche und Salbung deſſelben gewonnen und
„bei dem Gottesdienſte zur Erhöhung der Andacht
„wieder einheimiſch gemacht werden?
Folgendes zur Antwort mit dem Wunſche, daß dieſe eine mehrfache Prüfung und Beurtheilung her— beifuüͤhren möge:
Bekanntlich wurde der Choralgeſang ſeit der Reformation in der lutheriſchen Kirche allgemein und eigenthümlicher religiödſer Volksge— ſang. Aber leider! iſt er das letzte nicht geblie— ben. Denn ſpäterhin, vornämlich im achtzehnten Jahrhundert, kam der Kirchengeſang aus mehreren Urſachen, ſey es aus dem verminderten Intereſſe der Schulen fur denſelben, aus der abnehmenden


