Ausgabe 
20.2.1841
 
Einzelbild herunterladen

aupt

53*

ſchichts- und Länderkunde reicht, ſend dieſe Verän⸗ derungen gegen das große Ganze unbedeutend und beweiſen nur die ewig wirkende Kraft der Natur, die zuweilen die Gränzen überſchreitet, ſo daß hier ein Stückchen Land verloren geht, dort dagegen neues Land entſteht. Eine Geſammtabnahme des Landes iſt dagegen noch nie bemerkt wor⸗ den, und ſo lange das nicht iſt, wollen wir uns beruhigen und auf die Weisheit deſſen vertrauen, der dieſe Welt ſchuf, ſeit Jahrtauſenden erhält und auch ferner erhalten wird. Wozu ſich Gedanken machen über Dinge, die nicht anders ſind als in dem verbrannten Gehirn eines armen Menſchen? Sehen wir nicht jährlich, ja täglich die Natur ſich erneuern? Sehen wir ſie nicht immer und überall das Neue ſchaffen aus dem, was alt und untaug lich geworden? K

S

Beſcheinigung.

Ferner iſt für die Waſſerbeſchädigten an der Nidda eingegangen: Von einem Friedberger 2 fl. Von einem Friedberger 3 fl. 30 kr. Von L. S. zur zweck⸗ mäßigen Vertheilung mit dem Motto:Seyd barm herzig 1 fl. 20 kr. Den Waſſerbeſchädigten im Großherzogtbum Heſſen von einer Spielgeſellſchaft in Steinfurth 5 fl. Von M. Hirſchdem Bedürftig⸗ ſten 1 fl. 45 kr. Von N. N. für die Waſſerbeſchä digten in Bruchenbrücken 2 fl.

Da Herr Kreisrath Küchler mittheilt, daß beſonders in Bruchendrücken viele arme Leute durch die letzte Ueber- ſchwemmung viel Schaden gelitten und in Notbſtand verſetzt worden ſind, ſo fordern die Unterzeichneten Menſchenfreunde zu einer Beiſteuer auch für dieſe hiermit auf und erklären ſich bereit, die milden Beiträge, welche eingeſendet werden, an den Ort ihrer Beſtimmung zu befördern und dereinſt Rechenſchaft abzulegen. Cbenſo glauben ſie, ihre Mitbürger bitten zu durfen, auch den Vilbel benachbarten, in Nothſtand verſetzten Gemeinden, einige Gaben zukommen zu laſſen. Da unſre Stadt der Mittelpunkt der Wetterau iſt und durch ihre Lage von letzterer ſo viele Vortheile zieht, ſo ſind wir um ſo mehr verpflichtet, jetzt, wo unſre Umgegend vom Un glück betroffen iſt, hülfreiche Hand zu leiſten und nicht allzu ſehr hinter den wohlthätigen Bürgern Frankfurts zurück zubleiben.

Bender, Beigeordneter Bindernagel, Buchhändler. Wagner, Candidat der Theologie. Wahl, Apotheker.

Bekanntmachungen von Behoͤrden. Oeffentliche Bekanntmachung. (98) Margaretha, Nicolaus Mohr's Witt⸗ we zu Oſtheim, eine geborne Schäfer, hat ſich freiwillig unter Curatel des Pachters Jacob We⸗ ber zu Niederweiſel begeben, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß kuͤnftig Rechtsgeſchäfte mit der genannten N. Mohr's Wittwe, ohne Zuſtimmung ihres Curators, gültig nicht abgeſchloſſen werden können. Butzbach den 19. Januar 1841. Großh. heſſ. Landgericht Calmberg.

Hofralthe-Verſteigerung. (41) Dienſtag den 23. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Johannes Wind'ſche Hofraithe am Fauerbacher Thor, Pag. u. Nro. 58,% Q, beſtehend in Brau- und Wohn⸗ haus, an Georg Staubi und Johannes Walz gele⸗ gen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 14. Januar 1841. In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Frucht⸗Verſteigerung. (99) Dienſtag den 23. d. M., des Vormittags 10 Uhr, werden 26 Malter Waizen,

112Korn, 76 Gerſte, und dae

aus der 1840er Erndte, unter den bekannten Be dingungen, auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 2. Februar 1841. Herzoglich naſſauiſche Receptur Hehner. Bekanntmachung. (107) Montag den 22. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das von der al⸗ ten Waſſerbeförderungs-Maſchine auf dem dicken 96 Fuß hohen Thurm herrührende noch ſehr gut erhaltene Druckwerk, beſtehend in drei meſſingeuen Stiefel, 24 Zoll lang und 5 Zoll weit, mit Schwa nenhalſen und darin befindlichen Ventilen mit Aus laß, 294 Pfd., drei Kolben mit eiſernen Gelenken, 24 Pfd., 3 eiſerne Lenker mit Schrauben, 6 Fuß lang 2 Zoll dick, ungefähr 60 Pfd., dann die unter die Stiefel gehörende kupferne Seien, 7 Pfd. wie⸗ gend, ſammt allerhand Eiſen und Holzwerk daher rührend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 4. Februar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Oeffentliche Aufforderung. (109) Nachdem die Erben des zu Petterweil ver ſtorbenen Pfarrvikars Kreß die Erbſchaft nur un ter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten haben und großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen die unterzeichnete Gerichtsſtelle beauftragt hat, eine gütliche Auseinanderſetzung dieſer Nachlaßſache zu verſuchen, ſo werden zu dieſem Zwecke alle diejeni gen, welche Anſprüche an den Nachlaß machen zu können glauben, auf Montag den 22. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, anher vorgeladen. Die Nicht⸗ erſcheinenden haben ſich ſelbſt beizumeſſen, wenn ſie bei Erledigung der Sache unberückſichtigt bleiben. Großkarben den 20. Januar 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Muhl.