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Intelligenzblatt
für die
berhessen
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
M 3.
Sonnabend, den 20. Februar
1841.
Amtlicher Theil.
Einladung.
Betreffend: Den Gewerbverein. Um die Thätigkeit des Gewerbvereins im Großherzogthum Heſſen für die gewerblichen Intereſſen im Kreiſe Friedberg nutzbarer zu machen und in nächſter Umgebung ein Organ zu erhalten, welches zur Prüfung und Beförderung derſelben mit Intelligenz wirkſam ſein möge, erſcheint es mir wünſchenswerth: daß für den Kreis Friedberg eine Lokalſection des Gewerbvereins nach Maasgabe der höchſten Bekanntmachung vom 18. Februar 1840 gegründet werde. Zu einer desfallſigen Berathung lade ich die Gewerbtreibenden gleichwie alle Freunde der Ge— werbe, welche für dieſe nützliche Anſtalt ſich intereſſiren wollen, zu einer Zuſammenkunft auf Donnerſtag den 25. Februar, Nachmittags 2 Uhr, auf das Rathhaus dahier ein.
Friedberg den 17. Februar 1841.
Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg
Küchler.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Anſtellung eines Rechners für die Rockenberger Mark.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß dem Schullehrer Sulzbach zu Ro— ckenberg die Stelle eines Rechners für die Rockenberger Mark von großh. heſſ. Oberforſtdirection über—
tragen worden iſt. Rodheim den 17. Februar 1841.
Der großh. heſſ. Forſtinſpector des Forſtes Friedberg
Rübſamen.
Ueber den Untergang der Welt.
Vor einigen Jahren gab ein gewiſſer Herr Dr. Tin ius ein Schriftchen heraus, worin er zu beweiſen ſucht, daß, wo nicht der Untergang der Welt, doch eine große Weltveränderung nahe bevorſtehe. Der Herr Verfaſſer ſcheint entweder ein Engländer zu ſeyn, welcher den Spleen hatte und in dieſer ſchlimmen Geiſteskrankheit ſein England für die Welt anſah, oder einer von den Gelehrten, welche vom vielen
Studieren einen ſchwachen Unterleib bekommen, der ihnen dann in ihrer Studierſtube oft allerlei Streiche ſpielt, wenigſtens nicht ſelten bewirkt, daß ſie die Welt wie durch ein dunkles Glas anſehen. Wir, d. h. die Leſer des Jutelligenzblattes, haben vor ſol— chen düſtern Gedanken gut Ruh. Wohin wir uns im Frühling, im Sommer und im Herbſt wenden, erſcheint uns alles grün, und wohin unſer Auge ſchaut, erkennt es überall die Allmacht und Güte


