Ausgabe 
17.7.1841
 
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et Son gewesenen

a Jehann

8 Johann tia Amalia, Eliſabetha, ſe Hedwig, r, Chriſtina

tet, Emma

aſt Ludwig, 11 Monate Jahre und 7 Monate

ſür die

N. Provins

berhessen

im Allgemeinen,

den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

29

Sonnabend, den 17. Juli

1841.

Mi dem tſten Juli kann auf dieſes Intelligenzblatt für das zweite halbe Jahr mit 40 kr. abonnirt werden, welcher

Betrag jedoch voraus zu bezahlen iſt.

Carl Bindernagel.

Die fünfzigjaͤhrige Amts-Jubelfeier des Lehrers Lotz von Dorheim.

Ein Feſt der ſeltenſten Art, nicht wie es die Alltagsmode, ſondern wie es die Dankbarkeit der Menſchheit dem Verdienſte veranſtaltet; ein Feſt, das nur die Wenigſten eines Standes feiern, die Wenigſten unter den Gemeinden je erleben, ein ſolches Feſt fand am 24. Junius zu Dorheim ſtatt, wo der daſige Lehrer, Herr Chriſtian Lotz, ſein fuͤnfzigjahriges Amts-Jubilaͤum feierte.

Hervorgerufen wurde dieſes Feſt durch die gerechte Anerkennung der Verdienſte, welche ſich der würdige Jubilar bei ſeiner Behörde während ſeiner fünfzigjahrigen treuen Dienſtzeit erworben; durch die Dankbarkeit und Liebe, zu welcher er ſich die Gemeinde Dorheim während ſeiner langen Dienſt zeit, worin er Vater, Sohn und Enkel heranzog und bildete, verpflichtete; und endlich durch ſein liebevolles Benehmen, ächte Collegialität und Bie derſinn, wodurch er ſich nicht nur die Herzen ſo vieler Amtsbrüder, ſondern alle Diejenigen gewann, die ihn näher kennen lernten, und denen er ein theurer Freund ward.

Als daher der Morgen des feſtlichen Tages heiter und freundlich erſchien und Sonnenmilde über die Gegend verbreitete, ſo trafen auch ſehr bald alle zu erwartenden Gäſte in Dorheim ein. Um 10 Uhr verſammelte man ſich im zweiten Schullocal, von wo aus ſich der Zug nach der Wohnung des Jubi lars begab, um dieſen in die Kirche zu geleiten. Nach einer herzlichen Begrüßung des Jubilars be wegte ſich nun der Zug unter dem Geläute der

Glocken langſam, feierlich nach dem Gotteshauſe hin. Voran gingen die Schulkinder der Orte Dor heim, Schwalheim und Rödgen, geführt von ihren Lehrern, dann folgte der Jubilar zwiſchen den beiden Geiſtlichen von Dorheim und Nauheim, hierauf deſſen dier Söhne, dann die Beamten, die Kirchen- und Ortsvorſtaͤnde, und darauf die theilnehmenden Lehrer, etwa 60 an der Zahl, worunter die meiſten aus der Nachbarſchaft und Friedberg an deren Spitze Herr Prof. Dieffenbach ſtand, einige Lehrer von Hanau, worunter der daſige Schulinſpektor Herr Prof. Röder, die meiſten der Klaſſe Bockenheim und ſammtliche Lehrer des Inſpektorats Windecken, wozu Dorheim gehört, waren. Dem Zuge ſchloſſen ſich eine Anzahl Frauen an, unter denen ſich des Jubilars Ehegattinn, zwei Töchter, drei Schwiegertöchter und eine Anzahl Lehrersfrauen befanden.

In der Kirche angekommen fand man dieſe zwar ſchon größtentheils angefüllt, jedoch konnten die Feſtgäſte die ihnen angewieſenen Plätze noch ein nehmen; die Lehrer umſtellten den Altar. Jetzt er tönte die Orgel und nun ſang die ganze Verſammlung in einem feierlichen Uniſono einen beſonders abge druckten Feſtgeſang. Darauf betraten die beiden Geiſtlichen den Altar, vor welchen der Jubilar von zweien ſeiner ältern Amtsbrüder geführt wurde, ihm zur Seite ſeine vier Söhne ſtehend. Herr Pfarrer Pauli begann mit einem Gebet, das Aller Herzen zu tiefſten Wehmuth, zur reinſten Andacht ſtimmte. Hierauf ſang der Chor der Lehrer den Lobgeſang: Lobet den Herren ꝛc.; und nun hielt Herr Pfarrer Engel die eigentliche Feſtrede, worin er von dem Lehrerſtand im Allgemeinen und von