Lumpen bei dem Muller einkaufen. Der Muller entſchuldigte ſich, daß er gegenwärtig keine habe; wenn er aber deren auch hätte, würde er ſie dem Juden(er nannte den Namen deſſen, von welchem er den Gewinnſt und das Loterieloos erhalten) ge— ben, mit welchen er in Geſchäfts-Verbindung ſtehe. „Der kommt nicht mehr,“ ſagte der Andere;„er hat 5500 fl. in der Loterie gewonnen.“ Nun erſt wird der Müller aufmerkſam. Er erkundigt ſich weiter und erfährt bald, daß dasſelbe Loos, welches er gehabt, nicht 13 fl., ſondern 5500 fl. gewonnen habe. Er tritt ſofort klagend gegen ihn auf. Darauf wird eine Unterſuchung eingeleitet; die Indizien ſprechen gegen den Juden; die Beweiſe kommen zu Tage, daß er den Gewinnſt für ſich behalten und dem Müller eine veraltete Liſte vorgezeigt habe; aber er will nicht angeben, was er mit dem gewon— nenen Gelde angefangen, wohin er's gebracht habe. Ein Näheres üder den Gang dieſer Unterſuchung, die übrigens ſehr intereſſant ſeyn ſoll, vermögen wir nicht anzugeben. Nur das haben wir gehört, daß der Betrüger endlich entlarvt und zur gebüh— renden Strafe verurtheilt wurde.
Unſere Staatsregierung hat die Uebel erkannt, welche aus dem unſeligen Loterieſpielen entſpringen und weislich nicht nur die inländiſche Loterie-An⸗ ſtalt aufgehoben, ſondern auch das Spielen in aus—
ländiſchen Loterien verboten. Warum wird dennoch das Unweſen im Finſtern fort getrieben, das wie ein Krebsſchaden an unſerer Generation nagt und dem wahren Wohlſtande ſo hinderlich iſt? Wollt ihr, die ihr das gefährliche Spiel heimlich fort ſpielt, mit Gewalt reich werden? Vergeßt dabei das Sprüchlein nicht, welches ſich im 1. Brief an den Timotheus, Capitel 6, Vers 9 befindet:„Die da reich werden wollen, fallen in Verſuchung und Stricke.“ Vergeßt aber auch nicht beim Handel und Wandel die Augen aufzuthun; denn wir ſollen klug ſeyn, wie die Schlangen und dabei ohne Falſch wie die Tauben.
Beſcheini gung. Ferner ſind für die Waſſerbeſchädigten zu Vilbel ein⸗ gegangen: 1 Von einem ungenannten hieſigen Bürger 2 fl. 5 kr. ditto, 7 Friedberg den 16. April 1841. Bender, Beigeordneter Bindernagel, Buchhändler.“ Wagner, Candidat der Theologie. Wahl, Apotheker.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
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Aufforderung. (294) Nachdem der ſämmtliche Nachlaß des Jo⸗ hannes Ludwig zu Langenhain und ſeiner Ehe— frau der Vertheilung halber von deren Kindern Lorenz Ludwig, Jakob Ludwig und Anna Eliſa
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Ludwig veräußert worden iſt, ſo werden Alle, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an denſelben oder die genannten Erben machen, und ſie noch nicht bei Gericht angemeldet haben, hiermit auf— gefordert, dieſes ſo gewiß im Termin, Dienſtag den 27. April, Vormittags 8 Uhr, zu thun, als ſonſt ohne Rüͤckſicht darauf, die Veräußerung be⸗ ſtätigt werden wird. g Butzbach den 13. März 1841. Großh. heſſ. Freiherrl. v. Löw'ſches Landgericht daſ. 5 Völcker. Hofraithe-Verſteigerung. (323) Auf Anſuchen des Adolph Müller ſoll Montag den 19. April l. J., Vormittags um 11 Uhr, deſſen Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Gerb— haus und Schoppen ſammt Hofräume, öffentlich meiſtbietend verſteigert und bei annehmbarem Gebot zugeſchlagen werden. Friedberg den 31. März 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Di. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (358) Erbvertheilungshalber ſoll Montag den 19. d. M., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe die Hofraithe der Simon Beſt's Erben, in der Neuthorgaſſe an Corporal Reul gelegen, in einem halben Wohnhaus mit Gärtchen beſtehend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 5. April 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Edita lad um g. (365) Der unbekannte Inhaber der vom verſtor⸗ benen Küfermeiſter Wilhelm Henkel und deſſen Ehe⸗ frau, Louiſe geb. Heck dahier, am 15. Mai 1829 bei der Henri Blachier'ſchen Stiftung zu Hanau errichteten, nach vorliegender Beſcheinigung getilgten Hypothek über 1500 fl. wird aufgefordert, ſeine etwaigen Anſpruͤche aus derſelben binnen ſechs Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls ſie fuͤr mor— tificirt erklärt, und deren Löſchung in den Hypothe⸗ kenbüchern verfügt werden ſoll. Verfügt Windecken den 1. April 1841. Kurf. heſſ. Juſtizamt daſelbſt Neuhof. dt. Degen. 5 Arbeits ⸗Verſteigerung. (384) Montag den 19. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Anlegung eines Kanals an der Treppe vom Enggäßchen bis zum Weiher und vom Kochiſchen Brauhauſe öffentlich an Wenigſtnehmenden verſteigert werden; die Mau⸗ rer- und Pflaſterarbeit iſt voranſchlagt, ohne Ma⸗ terial, zu 33 fl. Friedberg den 15. April 1841. 5 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz.
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