delmina,
„Manz. geboren
ch Karl,
Philipp gelaſſene
N
.
alt 68 per, alt zöhnchen, Wagner
cgiments 8 Tage,
——
Intelligenzblatt
für die
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
M16.
Sonnabend, den 17. April
1841.
Amtlicher Theil.
——
Anſtellung. Durch den Tod des Kreisboten Rudolph iſt eine Kreisbotenſtelle im Kreiſe Friedberg erledigt. Fähige Bewerber haben ſich binnen acht Tagen, unter Vorlege ordnungsmäßiger Zeugniſſe über Wohl⸗
verhalten und nuͤchternen Lebenswandel, dahier anz
Friedberg den 13. April 1841.
umelden.
Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg
Küchler.
Die großh. heſſ. Zeitung enthält in der 101. Nummer unter dem Art. Oberrosbach 7. April Fol— gendes: Aus dem„Friedberger Intelligenzblatte⸗ iſt ein Artikel in die großh. heſſ. Zeitung(Nr. 87 vom 28. März) übergegangen, welcher die Vermu⸗ thung ausſpricht, daß der am 19. März in Ober⸗ rosbach entſtandene Brand aus böswilliger Abſicht angelegt worden ſey. Da dieſes einen falſchen Schein auf die Gemeinde und ihre Stellung zu den Geiſt— lichen werfen könnte, ſo ſey nur bemerkt, daß weder die Betheiligten, noch die öffentlichen Behörden einen Grund zu einer ſolchen Vermuthung haben. Die Bewohner Oberrosbachs haben gerade gegen die Betheiligten große Theilnahme beim Ein- und Aus⸗ räumen bewieſen. Von frevelhafter Veruntreuung findet ſich keine Spur.) Ueber die muthmaßliche Entſtehung ſchwanken die Anſichten. Nur möchte auch dieſer Vorfall zu größerer Vorſicht beim Later— nentragen und Tabakrauchen in Hofräumen ermun⸗ tern.
*) In dem erwähnten Art. des Friedberger Int. Bl. heißt es:„Man hat Gründe zu argwöhnen, daß die ruchloſe Hand eines rachgierigen Menſchen das Feuer angelegt habe.“ Es war alſo weder der Gemeinde zu nahe getre— ten, noch hinſichtlich frevelhafter Veruntreuung ein Ver⸗ dacht ausgeſprochen. Anm. der großh. heſſ. Zeit., wel⸗ cher Anm. wir nichts beizufügen haben.
D. Red. des Friedb. Int. Bl.
Betrügerei.
Ein intereſſanter Proceß beſchäftigt ſchon ſeit einiger Zeit das Publikum in hohem Grade. Wir wollen unſern Leſern mittheilen, was wir darüber gehört haben; können aber nicht alles verbürgen.
Ein Müller, welcher bei einem Juden ein Lote— rieloos genommen oder aufgeſchwatzt bekommen hatte, hort vor ſeiner Thüre ein gewaltiges Gezaͤnke, während ſein Sohn gefährlich krank danieder liegt. Er geht hinaus und findet den Juden, von welchem er das Loos erhalten hatte, wie er ſeinen Sohn mit Vorwürfen überhäuft,„er könne dem Jungen kein Geld mehr anvertrauen, da derſelbe eben erſt hundert Gulden, die er ihm anvertraut, durchge- bracht habe. Darum müſſe er, obgleich ſchwach, jetzt ſelbſt kommen und bringe ihm die 13 Gulden, welche er(der Muller) in der Loterie gewonnen habe. Der Müller möge ihm das Loos geben“ u. dgl. Dieſer erklärte, daß er jetzt bei der ſchweren Krankheit ſeines Sohnes keine Zeit habe, darnach zu ſuchen. Der Jude ſetzte ihm aber ſo lange zu, bis er endlich ſeinen Zweck erreicht und in den Be— ſitz des Looſes kommt. Unterdeſſen ſtirbt der Sohn des Müllers, und der Vater hat bei dem harten Schlage, der ihn betroffen, keine Zeit an dergleichen Dinge, wie Loterielooſe ſind, weiter zu denken.— Mehrere Wochen nachher will ein anderer Jude


