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Anfrage.
(135) Warum und aus welchem Grunde giebt man in Butzbach den Hosſpitaliten, welche von je⸗ her, ſobald ſich dieſelben ins Spital gekauft haben, die Woche 10 Pfd. Brod, den Monat 1 fl. 30 kr. und jedes Feſt 1 Kuchen und 6 kr. Weingeld er⸗ hielten, nun ſeit dem 1. Januar d. J. pr. Woche 2 Pfd. Brod, den Neujahrs- und St. Wendelkuchen nebſt dem dazu gehörigen Weingeld weniger? Eſſen denn wohl die Armen, die die Woche über weiter nichts haben und verdienen, jetzt weniger als zu des Teſtators Lebzeiten? Sollte denn dieſer Abzug wohl je des Stifters Wille geweſen ſein? Ep. an die Galater, Cap. 3., V. 15.
Oder wird mit dieſem Abzuge etwa eine Grund— lage zu einem neuen Stift gelegt? Wohlan, ſo laſſe man es die armen Greiſe am Stabe wiſſen, die ſonſt nichts mehr Gutes ſtiften koͤnnen, daß mit dem Brod, das man ihrem abgemagerten Körper entzog, etwas Seegenbringendes geſchehen ſoll;— denn das gekaufte iſt Eigenthum!!
Zum Schluß: 1. Buch der Maccab., Cap. 12, V. 18.
Butzbach am 8. Februar 1841. t. 250 fl. i (136) liegen in dem lutheriſchen Kirchenkaſten zu Holzhauſen vor der Höhe, gegen gerichtliche Hy⸗ pothek, zum Ausleihen bereit. 1 Holzhauſen den 7. Februar 1841. H. Renner, Pfarrvicar. Flügel⸗Verkauf. (137) Ein noch gat erhaltener Flügel von 5 Oktaven, ſteht des Platzes wegen zu verkaufen. Die Exped. d. Bl. ſagt wo. Bauholz⸗Verſteigerung. (138) Montag den 22. Februar d. J., Morgens 10 Uhr, ſollen in dem hochfreiherrlich von Ritter⸗ ſchen ſogenannten Hinterwald beim Hof Haſſeleck, die ſchon früher verſteigerte aber nicht genehmigt wordene 76 Stück tannene und 2 Stück eichene Bauſtämme, nochmals dem Meiſtgebot unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle ausgeſetzt werden, wozu man Steigluſtige hiermit einladet. Steinfurth den 8. Februar 1841. Löffler. Mobilien-Verſteigerung. (139) Montag den 15. und Dienſtag den 16. Februar ſollen in dem Pfarrhauſe zu Obermörlen mehrere mitunter gut gehaltene Mobilien, einige Betten, Schiff und Geſchirr, einige Kühe und Rinder, Schaafe, ein Mutterſchwein mit 11 Jungen, eine Parthie Frucht, Heu, Stroh und Kartoffeln, öffentlich meiſtbietend gegen baare Zahlung verſtei⸗ gert werden. Obermörlen den 8. Februar 1841. E. Kaiſer, Pfarrer.
Aſſocié⸗Geſuch.
(140) Zu dem Betrieb eines ſehr frequenten Ge⸗ ſchäfts, welches in dem Kreiſe Friedberg ſchon ſeit Jahren mit gutem Erfolg betrieben wird, und jähr⸗ lich zwiſchen 16 bis 20 Procent Reinertrag abwirft, wünſcht der Eigenthümer einen Aſſocié, welcher 1000 bis 1200 fl. Betriebskapital zuzuſchießen im Stande wäre. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl.
Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg:
Waizen: 8 fl.— kr. Korn: 6 fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 10 kr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr.
Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 8. Februar:
Waizen: 7 fl. 35 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. 5
Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 5. Februar:
Waizen: 8 fl. 14 kr. Korn: 6 fl. 28 kr. Gerſte: 4 fl. 37 kr. Hafer: 3 fl. 45 kr. Erbſen:— fl.— kr.
Polizei⸗Taxe fur die Staͤdte Friedberg. und Butzbach vom 14. bis 21. Februar 1841.
pfd Brod ⸗ Preiſe. Friedberg Butzbach. k f kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 8 23 2 77 77 4 3 4 3 44„ 9 1 9.41 . Loth. Loth. —Milchbrod 155 — Waſſerweck 1167/1— Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod e Fleiſch⸗Preiſe. b pf. pf. 1(Ochſenfleiſch 75 15 9— „nge; gemäſtetes 7— Kübſteiſch ungemäſtetes 1 „Rindfleiſch 6 3 71— „ Kalbfleiſch 5 1 51— „ Schweinenfleiſch 94— 91— „ Hammelfleiſch 71— 71— „ Schaaflleiſch 6 1 „Wurſt von blos Schweinen 12— 121— 77 Gemiſchte Wurſt 10—.— 10— „Bratwurſt 13— 134 „ Schwartenmagen 14— 144 „I Geräucherter Speck 418— 18— „Schinken 144— 144— „ Dörrfleiſch 14— 144— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 19— 19— 5 dito ungusgelaſſen- 18— 1 „ Nierenfett 1814 8 „ Hammelsfett 13 1—, 15 4 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bin dernagel in Friedberg.
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