Dittwer, und
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Wuühelniun,
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4. d. N. d. 25. Sept
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für die
Mberhessen
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg u die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
46.
Sonnabend, den 14. November
1840
Ein Tag aus dem Leben eines Froͤh— lichen und eines Murrkopfs.
Die Geſchichte, welche ich hier dem geneigten Leſer mitzutheilen mir erlaube, ſteht noch in keinem Buche geſchrieben, ſondern iſt mir von meinem alten Nachbar Johann mitgetheilt, der viele Jahre lang der Lohn⸗Bediente von dem Herrn Icks und dem Herrn von Ypſilon zugleich geweſen war, und Zeit genug gehabt hatte, beide Herrn recht genau kennen zu lernen. Sollte aber einer und der andere unſerer Leſer geneigt ſeyn, ſich dabei an ſeiner Naſe zu zupfen, ſo verſichern wir heilig, daß er nicht dabei gemeint iſt. Doch kann er ſich jeden Falls eine gute Lehre daraus abnehmen, wenn er Luſt hat, ſich ſelbſt die Frage zu beantworten: worin denn eigent— lich das Glück des Lebens beruhe?
Ich ging, ſo erzählte der alte Johann, des Morgens um 5 Uhr ſchon zu dem Herrn Icks und klopfte. Der Herr Icks war aber ſchon auf, denn er hielt es für baare Sünde, einen ſchönen Sommer— morgen zu verſchlafen; die Sonne ſchien auch gar zu freundlich in ſein Zimmerchen.„Es iſt mir recht lieb, Johännchen, daß du jetzt ſchon kömmſt,“ ſagte er und ſang beim Anziehen ſeinen Morgen⸗ ſegen ſo fröhlich, daß der liebe Gott gewiß freund⸗ lich auf ihn herabſchaute.„Wir haben heute einen ſehr glücklichen Tag; denn es gibt gewaltig viel im Freien zu thun.“ Und nun wurde im ganzen Hauſe Jedes mit einem Kuſſe und einem Scherze ge⸗ weckt, und Jedes zog ſich eben ſo fröhlich an, wie ſich der Hausherr angezogen hatte, und Jedes grüßte auch eben ſo fröhlich das„Johännchen,“ der unter— deſſen das Feuer angemacht und an demſelben den Kaffee gekocht hatte. Da der Herr Icks eine knappe Einnahme und eine ziemlich ſtarke Familie hatte, ſo pflegte der Kaffee ſehr unſchuldig gemacht zu wer⸗ den; diesmal war er aber ganz beſonders klar und
durchſichtig.„Der gibt klare Augen,“ ſagte der Herr Icks, und die ganze Familie lachte darüber und verzehrte das Schwarzbrod ſo behaglich dazu, als wenn Zucker in dem Kaffee und Zimmet auf dem Brod geweſen wäre, und war doch keins von beiden zugegen. Deſto mehr aber war das Früh— ſtück mit freundlichem Scherze gewürzt.
Nach demſelben wurde die Arbeit des Tages vertheilt; die älteſte Tochter hatte die Reinigung
des Hauſes und dann die Küche zu beſorgen, die
Mutter die Pflege des Säuglings, und, wenn er ruhte, die Ausbeſſerung der zerriſſenen Kleider; der Vater aber zog, bevor ſeine Amtsgeſchäfte begannen, mit den Uebrigen in den Garten, denn es wäre ſchade, meint er, wenn man an dem ſchönen Sommer⸗ morgen nichts in demſelben zu arbeiten hätte. Dies⸗ mal gab es aber, recht viel zu thun, und Alles freute ſich im Voraus darauf.— Unterdeſſen hatte ich ſelbſt meine Schuhe geputzt und die Kleider ge— reinigt, und begab mich zum Herrn von Ypſilon. Da war noch Alles dunkel, und als ich eudlich eine Seele aufgeklopft hatte, wurde ich mit dem„Kerl, wer heißt dich denn ſo früh kommen?“ im Hauſe empfangen. Ich weckte die Magd, welche einen ſehr ſchweren Stand gleich anfangs bekam, weil ſie dem gnaͤdigen Herrn das Bett ſo ſchlecht gemacht und vergeſſen hatte, der gnädigen Frau die grü⸗ nen Vorhänge herabzulaſſen, ſo daß die Sonnen- ſtrahlen bis in das Schlafzimmer drangen und ſie in der ſchönſten Morgenruhe ſtörten. Als ſich der gnädige Herr endlich erhoben hatten, da gab's einen zweiten unangenehmen Auftritt, denn er hatte heute die grünen Pantoffeln anziehen wollen, und die Magd brachte die braunen dafür.„Was hat man doch ſo viel Unangenehmes auf der Welt,“ wiederholte er einigemal ſtatt des Morgengebets mit ſehr ver— nehmlicher Stimme. Als aber endlich das Frühſtück


