eiſe 9 e. Wie
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Wetterauer Mundart.
Dr Laͤiwesoabſchidd.
No, adjehs, läib Gealleſchnittche,
Aich will naut mihn zou Dr gihn! Schlaiferjoakobs Annemargrittche Caß mr noach emol ſu ſchihn.
Geall, Dou mahnſt, Dou wäͤrſcht dr Kenig? Eann aich wär Dr Dain Butſchkai?
Lang woar aich Dr ünnerdänig, Oawwer eatzt, eatz eaß vrbei.
Sah Dou noun:„Doas ſain mr Sache!“ Gih Dou hin! wäi's hahßt eamm Läid: „Geall, main Schatz, aich konn Or'ſch mache!“ Nahn, main Schatz, aich mohn Daich näit!
Catz verzehl's em beaß nohch Friwrig! Lach Dou nuhrts! doas eas di Hih!
Sah emol, woas hoſt De iwrig? Sah Dou eatzt: Läib Hanneſſi!
Oa, dr Hannes eaß näit heatzig— Aich ſain fruh, aich ſain Daich lus,
Cann dm Annemargrlttche ſeatz' ich Goar ße ſchihnche uffem Schuhß.
Wann aich'r ohns Maul gedache, Schilchſt De gloatt; doas ärjert Daich, Wann aich mearr er annern lache— Aerjer Daich, doas lächert maich.
uff der Kirb, eatz eaß bahl jährig! Sahſt Dou näit eann keaßt maich dann: „Läib, laͤib Hanneſſi, oa wär' ich Doach Dain Frah, eann Dou main Mann!
„Joa,“ ſahr aich,„aich ſain's ßefrirre!“ Cann Dou moachſt die Huchzetkruhnn, Cann Dou käifſt ſchunn bai de Jirre Boarchet, Bahnd und Sitzkattuhnn.
Doas eaß eatzet all vergeawes,
Doas blait meatt Dr iwerig; Dann's giht as wäi baim Kreawes, Do giht alles hinner ſchich.
Sah nuhrts naut,'s ſain joa Läie! Stih Dou mihn bai annern Borſch!
Geall Dou mahnſt, aich mißt Daich kräie? Oach, donohch ſainn aich näit forſch.
No genunk, aich ſain Daich ohres, Mache Or kahn Wippche für;
Mach Dou noun meatt Annern Zohres, Aich ſain's mues!— ous mealt Dir! Annemargrittche, Dou main Leawe! Annemargrittche, Dou main Schatz! Eann main Herz, ſu lang aich leawe, Do hoſt Dou de eyhrſchte Platz. 4 9*.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
A
Edietalla dung. (854) Die Erben des großh. heſſ. Raths Seitz von Ockſtadt haben die ihnen angefallene Erbſchaft sub beneficio legis et inventarii angetreten, weshalb alle diejenigen, welche Anſpruͤche an dieſe Verlaſſenſchaft zu machen haben, aufgefordert wer⸗ den, dieſelben ſogewiß
Donnerſtag den 19. September, Vormittags, dahier anzumelden, als ſonſt ſie bei der Auseinau⸗ derſetzung dieſes Vermögens keinerlei Berückſichti⸗ gung finden können.
Friedberg den 10. Auguſt 1839.
In Auftrag gr. Hofgerichts der Provinz Oberheſſen: Das großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Brumhard.
Edict alla dung (855) In den Hppothekenbüchern der Gemeinde
Florſtadt ſtehen noch offen: I. 250 fl. von Johann Peter Kratz in Florſtadt, bei dem hollaͤndiſchen Pfarrer Polz zu Hanau im Jahre 1776, II. 25 fl. im Jahre 1802 von Johann Peter Schmitt bei Johann Heinrich Treudt in Florſtadt, endlich III. 20 fl. im Jahr 1813 von Andreas Will aus Florſtadt bei den Erben der Johannes Stoffel sen. Wittwe daſelbſt entliehen. Der Schuldner Erben behaupten, daß die con— ſtituirten Pfandrechte durch Zahlung der vorgedach— ten Kapitalien längſt erloſchen ſeyen; allein ſie kon— nen dies durch Production der Schuldurkunden nicht nachweiſen. Auf ihren Antrag werden daher alle, welche auf letztere Anſprüche machen und den Fort—⸗ beſtand des Hypothekenverbandes hinſichtlich der ein— geſetzten Immobilien behaupten wollen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt die vorgedachten Schuldverbriefungen für mortificirt erklärt, und die betreffenden Einträge in den Hypothekenbüchern werden geſtrichen werden. Friedberg den 9. Auguſt 1839. Großh. heſſ. freih. v. Loͤwiſches Landgericht
Hofmann.
Edictalladung. (857) Johann Conrad Rumpf und deſſen Ehe⸗ frau Eliſabetha entliehen im Jahre 1800 bei Joſt Wilhelm Schmitt zu Butzbach ein Capital von 250 fl., welches längſt wieder abgetragen ſeyn ſoll, ohne daß jedoch die Obligation zur Löſchung vor— gelegt werden kann. Auf des Schuldners Antrag werden daher alle, welche den Fortbeſtand des früher conſtituirten Pfandrechtes behaupten und Anſprüche auf die vorgedachte Schuldurkunde machen zu koͤn⸗ nen glauben, aufgefordert, dieſelben ſogewiß binnen
6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt jene für er⸗
loſchen erklärt und der deßfallſige Eintrag in den
Hypothekenbüchern getilgt werden wird. Friedberg den 10. Auguſt 1839.
Großh. heſſ. fuͤrſtl. ſolmſ. Landgericht Hofmann. Verſteigerung von Bauarbeiten in Berſtadt. 5 (879) Freitag den Eten September, Vormittags
70 Uhr, ſollen die zur Erbauung eines neuen hol⸗
zernen Pfarrhauſes zu Berſtadt nöthigem Arbeiten


