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den Geſammtbetrag anzuweiſen, zugleich aber für die Wiedererhebung der vorgelegten Poſten, inſoweit ſie nicht wegen Unvermögenheit Einzelner der Gemeindekaſſe zur Laſt fallen, zu ſorgen, und zu dem Ende die Liſte alsbald zur Executoriſch⸗Erklärung an mich einzuſenden hat.
§. 18. Da es kaum mehr zweifelhaft iſt, daß die Schutzkraft der Kuhpocken gegen die Menſchen⸗ blattern mit der Zeit nach und nach abnimmt, ſo erſcheint eine Wieder⸗Impfung(Revaccination) etwa nach Verlauf vou 10 Jahren der regelmäſig verlaufenen Impfung ſehr wünſchenswerth.
Unter dem Bemerken, daß dergleichen Revaccinationen gelegentlich der Geſammtimpfungen unentgeld⸗ lich geſchehen, empfehle ich den Herrn Aerzten und Geiſtlichen ꝛc. möglichſt dahin zu wirken, daß dieſelben
immer mehr Eingang finden.
Nach den Vorſchriften dieſes Regulativs hat ſich Jeder männiglich zu achten und werden Ueber— tretungen deſſelben unnachſichtlich mit den geeigneten Polizei- reſp. Disciplinarſtrafen geahndet werden.
Friedberg den 25. März 1839.
Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg
Küchler.
Osterlied.
Oſtern, Oſtern, Frühlingswehen, Oſtern, Oſtern, Auferſtehen Aus der tiefen Grabesnacht! Blumen ſollen fröhlich blühen, Herzen ſollen himmliſch glühen, Denn der Heiland iſt erwacht.
Trotz euch, hölliſche Gewalten! Oättet ihn wohl gern behalten, Der euch in den Abgrund zwang! Mochtet ihr das Leben binden? Auf des Todes düſtern Gründen Dringt hinan ſein ew'ger Gang.
Der im Grabe lag gebunden, Hat den Satan überwunden, Und der lange Kerker bricht. Frühling ſpielet auf der Erden, Frühling ſoll im Herzen werden, Herrſchen ſoll das ew'ge Licht!
Alle Schranken ſind entriegelt, Alle Hoffnung iſt verſiegelt, Freudig ſchlage jedes Herz.
Und es klage bei der Leiche Nimmermehr der kalte, bleiche Gottverlaſſ'ne Heidenſchmerz.
Alle Gräber ſind nun heilig, Grabesträume ſchwinden eilig, Seit im Grabe Jeſus lag. Jahre, Monde, Tage, Stunden, Zeit und Raum, wie ſchnell verſchwunden! Und es ſcheint ein ew'ger Tag.
Max Schenk von Schenkendorf
(geb. 1783— nach Andern 1784— zu Königs⸗ berg, war im Jahr 1813, 1814 und 1815 ein eben ſo wackerer Kämpfer als lieblicher Sanger, ſtarb aber ſchon 1817 oder 1819 zu Coblenz.)
Merkwuͤrdige Mordthat.
Ich erzähle den Leſern eine Begebenheit, die ſich vor mehr als fünfzig Jahren in Friedberg zu— trug, die aber auch heute noch Intereſſe hat, und deren ſich ältere Perſonen der Stadt wohl voch erinnern werden.
Am 17. Februar das Jahres 1787 fand man Morgens in dem Pfuhle hinter der ſogenannten Stadtwage drei Körper, die man bei genauerer Anſicht ſofort für Theile eines Menſchen er— kannte und zwar für die dicken Beintheile einer Mannsperſon. Man kann ſich denken, daß eine ſolche Entdeckung außerordentliches Aufſehen er⸗ regte. Wie groß mußte aber der Schrecken wer⸗ den, als man zwei Tage darauf aus dem ſoge⸗
nannten Stadtſchreiberei-Brunnen einen menſchli⸗ chen Leib, jedoch ohne Kopf, zwei Arme und Einen Fuß herauszog. Es blieb kein Zweifel, daß die früher gefundenen Theile zu dieſen gehörten. Al— les bewies, daß in den Mauern der Stadt ein furchtbares Verbrechen ſtattgefunden, und daß der Mörder nach vollbrachter Mordthat ſich noch eine Zeitlang mit dem Schlachtopfer beſchäftigt hatte; denn die einzelnen Theile waren ſehr geſchickt von einander getrennt. Das war aber auch Alles, was ſich herausſtellte. Denn noch hatte man ja nicht einmal den ganzen Körper des Ungluͤck— lichen; es fehlte außer dem zweiten Fuße der Theil des Körpers, woran er am meiſten hätte erkannt werden können, nämlich der Kopf. Und wenn man


