Ausgabe 
29.6.1839
 
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dieſer Thore wurde 1834, das andere mehrere Jahre vorher abgebrochen.

Die jetzige Kirche iſt ein gothiſches Gebäude aus der letzten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. An der weſtlichen Thür ſteht die Jahrzahl 1490. An der Südſeite befindet ſich das Grabgewölbe der Familie Löw aus neuerer Zeit. Die älteren Glie⸗ der wurden in der Kirche beerdigt; aber die meiſten ihrer Grabſteine ſind ſo abgeſchliffen, daß ſie faſt nicht mehr lesbar ſind. Einer iſt von 1520 und liegt vor dem Altare, ein anderer von 1571. An der Kanzel ſteht der Grabſtein der Anna v. Buches vom Jahr 1537. Auf der Nordſeite des Chors be findet ſich das(befchädigte) Grabmal desehren veſten Johann Löwe vom Jahr 1590.

Das koſtbarſte und neueſte Grabmal, das aber für den Beſchauer den widrigſten Eindruck macht, iſt das des Freiherrn Philipp Georg, meklen⸗ burgiſchen Geheimeraths, der im Jahr 1712 ſtarb. Am untern Theile iſt zwiſchen mehreren Engeln ein halbgedffneter Sarkophag, an welchem der Tod als Gerippe mit einer Senſe ſteht. Der obere Theil iſt pyramidenförmig und zeigt das therne Bruſt⸗ bild des Verſtorbenen in Basrelief mit einer weit⸗ läuftgen Inſchrift, welche Namen und Titel, Ge⸗ burts⸗ und Todestag deffelben enthält. Der Tod mit Senſe und die Engelein, ſowie die Fama, ſind von weißlichem Marmor.

Das vorzüglichſte Grabmal iſt ſüdlich im Chor neben dem mit einem Spitzbogen verſehenen Sakriſtei⸗ thürchen. Es enthält das edle Bild eines geruͤſte⸗ ten Ritters(des im Jahre 1560 verſtorbenen Kon⸗ radt Lewe von Steinfurt) mit aufgeſchobenem Helme, ſo daß Geſicht und Bart ſichtbar N n

der Rechten hält er einen Hammer; die Linke iſt auf den Degenknopf geſtuützt.

An der nördlichen Seite des Chors ſteht das Grabmal desJohann Lewe zu Steinfurt von 1590. Die Figur hat die Hände auf der Bruſt gefaltet, das Geſicht aber iſt verwiſcht.

Das Chor hat noch ſein altes Rippengewölbe, worauf noch an mehreren Stellen das loͤw'ſche Wap⸗ pen; an Einer iſt die Jahrzahl 1517 angebracht.

Nur Ein Fenſter enthält noch Glasmalerei; es iſt das Lamm Gottes, an deſſen beiden Seiten ſonſt Wappen gewefen zu ſeyn ſcheinen, die aber nun durch andere Scheiben erſetzt ſind.

Nach einer Urkunde von 1384 befand ſich vor dem Kirchhofe zu Steinfurt ein ſogenanntes Spiel⸗ haus(Art Rathhaus), worin Gericht gehalten wurde. Jener Urkunde zufolge verkaufte damals in Gegenwart der Gebrüder Gilbert und Sibold Löwen von Steinfurt, des Plebans Anſelmus da ſelbſt, des Presbyters Johann Steyn zu Fried⸗ berg, des Schultheiſen Rulo Molner und der Schöffen Anſelm Emich, Anſelm Kerner,

Konrad Becker, Hartmann Wigand Czyne⸗ mann zu Steinfurt, auch des Conzechin Becker, eines Landſiedels zu Steinfurt, ein Henne von Virn⸗ durg, Burger zu Frankfurt, dem Capitel zu Fried⸗ berg 11 Achtel ewiger Korngülde.) Jener Geiſt⸗ liche Anſelm von Steinfurt kommt auch in einer Urkunde von 1396 noch einmal vor.

Die Kirche zu Steinfurt hatte im Mittelalter einen der Maria geweihten Altar und war ein Filial der St. Johanns⸗Kirche auf dem Berge zu Nauheim.

Die Zahl der Ortsbewohner belief ſich im Jahr 1831 auf 723 und im Jahr 1837 auf 830 Seelen. In demſelben Verhältniſſe ſteht die Bevölkerungs⸗ zunahme der vorhergehenden 10 Jahre.

Die Familie Löw ließ vor etwa 30 Jahren ein neues Wohnhaus in der Mitte des Ortes erbauen; aber ein ſtarker Brand zerſtörte vor einigen Jahren mehrere ihrer Oekonomie⸗-Gebäude und Wohnhäuſer der Bürger.

Die Güter, welche die Familie Löw zu Stein⸗ furt beſitzt, ſollen ſich auf 2226 alte Morgen be⸗ laufen.

) Würdtwein Dioc. Mog. III., 19.

Für die Wetterbeſchädigten im Kreiſe Grünberg ꝛc. iſt dem Unterzeichneten ein⸗ gehändigt worden.

Von Herrn Pfarrer Chierdorb in M.

Friedberg.

Dr rr

Kaſfe für taubſtumme Confirmanden. Von den Zoͤglingen im Pölcker'ſchen Inſtitut zu Gießen

ſind eingegangen 11 fl. 40 kr. Heil einer Anſtalt, in welcher der Vorſteher ſo das Schöne und Nützliche mit dem Wohlthaͤtigen zu verbinden weiß! Dank ihm, ſeinen Mitarbeitern und braven Zoͤglingen.

Friedberg, den 27. Juni 1839. Roller

2 fl. C. Bindernagel.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

NN

Arbeits-Verſteigerung. (643) Freitag den 12. Juli, Vormittags 9 Uhr, ſoll die Planirarbeit der neu zu erbauenden Staats- ſtraße von Büdingen nach Gelnhauſen in einzelnen Loofen, an die Wenigſtnehmenden unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle oͤffentlich verſteigert werden. Die gr. Bürgermeiſter werden erſucht, Vorſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 18. Juni 1839. Der großhe heſſ. Kreisbaumetſter Rhumbler. Edictal ladung. (6414) Nach den Hypothekenbüchern der Stadt Friedberg entliehen Philipp Wismath und Ehefrau.