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Miscellen. Wie Einer nicht gerne Darmſtͤdtiſch wurde. f
Im Jahr 1806 gab's in unſerm lieben aber damals armen deutſchen Vaterland allerlei Verän⸗ derungen, wie die Leſer zum Theil ſchon wiſſen, und wurde Mancher„bayriſch“ oder„würten⸗ bergiſch“ oder„badiſch“ oder„darmſtädtiſch“, der's vorher nicht geweſen war. Zu dieſer Zeit kommt der Herr Samuel zum kranken Löb, der in einem iſen⸗ burgiſchen Dorfe wohnte, deſſen Juden ihr Begräb— niß auf darmſtädtiſchem Grund und Boden hatten. „Samuel“, ſeufzte der kranke Jude,„ſag mer en Troſt;“— Waßt de was Neues, ſagte Samuel, du wirſt bald darmſtädtliſch!
Gott behuͤt, verſetzte der Löb, ſagt mer ach ſo zu de kranke Jude? En ſuͤß Wörtche will ich hawe.
En ſüß Wörtche?— No Honig; da häſte ans.
Bekanntmachungen von Behörden. SGüter Verſteigerung. (1000) In Auftrag der Herrn Kammerrath Hel⸗ mold Erben, ſollen Dienſtag den 15. Okt. d. J., Morgens 9 Uhr, in 1 00 Rathhaus deren ſaͤmmt⸗ liche Güterſtücke in der Burg-Friedberger Gemar-⸗ kung, öffentlich meiſtbietend unter vortheilhaften Be— dingungen verſteigert werden. Dieſelben beſtehen in: 1) 1 Mrg. 2 V. 21 Rth. Garten mit Gartenhaus zwiſchen dem Ohrkoch und Nauheimer Weg an Amtmann Sebaſtiani. 2) 1 Mrg. 2 V. 25 Rth. daſelbſt an Georg Brett⸗ hauer, 3) 3 V. 5 Rth. Ackerland am Pfaffenbrunnen an Nicolaus Strauch Wittwe. 4) 1 V. 21 Rth. daſelbſt an Heinrich Ewald, 5).2 V. 28 Rth. zwiſchen der Pfiugſtweide an Fiscus Cam. 6) 1 Mrg. 1 V. 32, Rth. daſelbſt in der zweiten Gewann an Apotheker Rink, 7) 1 Mrg. 1 B. 29 Rth. daſelbſt an Herrn v. Löw. 8) 1 V. 5 Rth. daſelbſt an Georg Joſt, 9) 3 V. 6 Rth. daſelbſt an Muſiker Ferro, 10) 1 Mrg. 1 V. 9. Rth. daſelbſt in der dritten Gewann an Chriſtian Frohberg, 11) 1 Mrg. 6 Rth. daſelbſt an Herrn v. Lö und Baumſtück, 12) 1 Mrg. 15 Ath. daſelbſt in der eilften Gewann an Martin Grünewald u. gr. Fiscus Cam. Friedberg den 26. Sept. 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Veröffentlichung. (903) Nach Vorſchrift des Juſtiz-Miniſterial⸗ Reſcripts vom 4. November 1835, betreffend die Vernichtung von Akten über abgethane Sachen bei
den Gerichten, ſollen von den dahier vorhandenen älteren Akten diejenigen, welche ei 10 die zur untergerichtlichen Zuständigkeit gehörige
Strafſachen betreffen, mit Einſchluß der Polizei⸗
Straf-Protokolle und der, Forſtbußregiſter die
bis zum Ende des. Jahres 1836 ihre Erledigung
gefunden haben, ſowie
2) die Akten, welche minder wichtig oder ihrer Be⸗ ſchaffenheit nach einfache, Rechtsſtreite zum Ge⸗ genſtand haben, die bis zum Schluſſe des Jahres
1833 beendigt waren, vernichtet werden.
Die hierbei Betheiligten werden hiervon mit der Aufforderung in Kenntniß geſetzt, Anträge auf Zu⸗ rückgabe von Urkunden oder von Civilprozeßakten, die in dieſer Beziehung aber von beiden Theilen geſchehen muͤſſen, binnen 3 Monaten dahier anzu⸗ bringen, gegenfalls ſonſt die von den erwähnten Zeit— räumen vorhandenen bezeichneten Akten vernichtet und die ſich vorfindenden Urkunden an die betreffen— den Parteien, auf deren Koſten geſandt werden ſollen.
Als beendigt wird eine Prozeßſache betrachtet, wenn die Vollziehung des Endsbeſcheids ſtattgefunden oder ſeit der letzten Verhandlung ein Jahr verfloſſen iſt.
Dorheim den 26. Auguſt 1839. Kurfuͤrſtl. Juſtizamt Halberſtadt. Edictalladung.
(905) Nach dem Amtshypothekenbuche der Ge⸗ meinde Steinfurt entlieh Peter Schmiermund und ſeine Ehefrau 100 fl. am 23. Februar 1787 bei Andreas Raſch zu Steinfurt, 30 fl. am 12. Mai 1787 bei Zimmermeiſter Andreas Diehl daſelbſt und 50 fl. am 22. Oktober 1789 bei dem dortigen Kir⸗ chenkaſten, ſodann nach den Oetshypothekenbuͤchern am 1. April 1789 300 fl. und am 21. September 1789 70 fl., ohne daß von dieſen Kapitalien die Gläubiger genannt ſinb. Ebenſo entliehen nach dem erwähnten Amtshypothekenbuche Melchior Schäfer und Ehefrau am 20. Februar 1806 bei Johs. Fritz dahter 40 fl. Wiewohl dieſe Kapitalien längſt wie⸗ der abgetragen ſeyn ſollen, können doch die Erben die quittirten Schuldverbriefungen zur Loͤſchung nicht vorlegen, daher auf Antrag jener alle, welche den Fort⸗ Fortbeſtand der erwähnten Verpfändungen behaupten und auf die vorgedachten Schuldurkunden Anſprüche zu haben vermeinen ſollten, zu deren Anzeige binnen 6Wo⸗ chen unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert werden, daß ſonſt ohne weitere Bekanntmachung die Mortification der Schuldverbriefungen und die Lö⸗ ſchung der deßfallſigen Einträge in den Hypotheken⸗ büchern verfügt werden wird.
Friedberg den 23. Auguſt 1839.
Großh. heſſ. fréeih. v. Loͤwiſches Landgericht In Beurlaubung des Landrichters: Brumhard.
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