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— 57 entweder auf Geld allein, oder irgend ein Naturale allein, erſtreckt, ein Kreuzer, und dagegen, wenn es mehrere Grundrente-Arten enthält, für jede weitere Grundrente-Art ein halber Kreuzer weiter, mithin z. B. für ein Regiſter, welches Geld, Korn und Gerſte enthält, für jeden Debenten zwei Kreuzer, — als eine mit der Arbeit der Fortführung des Kataſters und der Aufſtellung des Regiſters im Verhält—
niß ſtehende Belohnung verguͤtet werden ſoll.
Sie werden ſich hiernach bemeſſen und das weiter Geeignete verfügen. In Verhinderung des Staats-Miniſters.
v. Lehmann.
Prinz.
Schreiben des Schullehrers Franz N. N. an die Redaction des Int. Bl.
Werthgeſchätzter Herr! Sie haben mich durch den Inhalt Ihres letzten Schreibens ſo überraſcht, daß ich in dem erſten Augenblicke nicht antworten konnte und mir erſt einen Tag Zeit nehmen mußte, um zu überdenken, was ich zu den irrigen Ver⸗ muthungen, zu welchen mein Aufſatz in Nr. 6 des Intelligenzblattes Anlaß gab, ſagen ſollte.
Sie ſchreiben, einige geſcheide Leute im Publi— kum hielten mich fuͤr einen jungen Mann, der, um von Andern etwas Böſes zu ſagen, ſich ſelbſt an den Pranger geſtellt habe, der die nöthigen Vor⸗ kenntniſſe für etwas halte, was gefährlichen Dün— kel erzeuge, dem an Demuth noch gar viel fehle, weil er das Gebet, das er in ſeinem Kämmerlein gehalten, an die große Glocke hänge, ja der glaube, das Gute, was er in ſeinem Amte geärntet habe, ſepy ſein eignes Verdienſt.
Aber, Du lieber Gott, womit habe ich denn die Vorwürfe alle verdient? An meinen Buchſtaben konnte man's freilich nicht ſehen, daß ich graue Haare trage; aber an dem Inhalte meiner Rede konnte man's ja deutlich genug erkennen. Ich wollte meinen Amtsbrüdern zeigen, wie groß der Unter⸗ ſchied zwiſchen ſonſt und jetzt ſey, und wählte dazu einen Abſchnitt aus meinem Leben, wo alle handeln— den Perſonen außer mir längſt todt ſind. In dem⸗ ſelben führte ich u. A. an, daß damals noch Geiſt— liche wie der meinige, der ſonſt ein recht frommer und guter Hirte war, glaubten, ihre Untergebenen mit„Er“ anreden zu müſſen, daß es Bürgermei— ſter— man nannte ſie damals Schultheiſen— gab, die meinten, man muͤſſe den Lehrer etwas kurz halten. Iſt das nicht längſt vorüber? Wo gibt es jetzt noch Geiſtliche, die ihren Lehrer mit„Er“ anreden; wo findet ſich ein Bürgermeiſter, der den Lehrer der Jugend, wenn er anders ſeine Pflichten treu erfüllt, nicht mit Achtung und Aufmerkſamkeit behandelt? Daraus konnte man demnach abnehmen, daß ich von einer längſt vergangenen Zeit ſprach.
Damals waren die 4 oder 5 Seminarien, auf wel— chen die meiſten Schullehrer der Wetterau ihre Bildung erhalten, entweder noch gar nicht oder doch kaum erſt im Entſtehen; ſelbſt das zu Friedberg iſt ja, glaub' ich, erſt in dem Hungerjahr 1817 gegründet worden, da mein erwachſener Schn und ſeine Schwe⸗
ſter noch kleine Kinder waren. Ich weiß, wie ſauer es in jener Zeit einem Manne wie mir wurde, ſich und die Seinigen ehrlich zu ernähren.— Damals gab's noch Viele, die da glaubten, man wäre ſchon ein gemachter Lehrer, wenn man nur recht viel ge⸗ lernt hatte. Nun dacht' ich mir, es gäbe auch vielleicht noch heut zu Tage manche junge Männer, die da wähnten, es wäre damit genug. Dieſen wollte ich an meinem Beiſpiele zeigen, daß man damit allein noch nicht ausreicht. Etwas Böſes wollte ich Keinem damit zufügen, ſondern im Gegen— theile Nutzen ſtiften. Das aber ſey ferne, daß ich die nöthigen Vorkenntniſſe für etwas hielte, was gefährlichen Dünkel erzeuge. Wie kann denn der Lehrer lehren, wenn er nichts gelernt hat?
Nun komme ich auf das Gebet oder vielmehr auf die Worte, welche mir am erſten Schulmorgen entfuhren. Ach! damit wollte ich mich ja nicht brü— ſten, wie der Phariſäer, ſondern nur zeigen, wie ſehr ein herzliches Gebet zu Gott ſtärken könne. Es gibt ja manchmal Augenblicke im Leben, wo man unwillkührlich ſeine Blicke gen Himmel richtet. Selbſt unſer großer Meiſter that das, als er aus⸗ rief:„Vater vergib ihnen, denn ſie wiſſen nicht, was ſie thun!“ Und der war doch die Demuth ſelbſt.
Endlich muß ich mich auch noch vertheidigen, daß ich geſagt habe, im Lehrerſtande werde viel edler Saame geſäet und auch wieder geaͤrntet. Mit Recht würde man mir Thorheit vorwerfen können, wenn ich glaubte, der Saame, den der Lehrer hundertfältig ärntet, ſey ſein eignes Verdienſt. Das bin ich aber auch weit entfernt zu glauben. Ich habe ja an meinem eignen Beiſpiele gezeigt, daß alle gute und alle vollkommene Gabe vom Vater des Lichts kommt; wie kann ich mir denn hier zu— rechnen, was ich geärntet habe? Ich wollte auch nur ſagen, daß ich in meinem Amte für das, was ich in Liebe thue, unendlichen Lohn finde.
Und damit werden ſich doch wohl die Leute, welche in meinen Worten einen andern Sinn fan— den, beruhigen, ohne daß ich nöthig habe, meinen Namen zu nennen. Wenn ich das letztere thäte, ſo ſäh's aus, als wollt ich etwas, was ich doch nicht will. Mein Name iſt ohnehin ſo unbekannt, daß ihn die wenigſten meiner Schulkinder wiſſen und zufrieden ſind, wenn ſie mich„Herr Schulmeiſter“


