Ausgabe 
22.6.1839
 
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für die

Vberhessen

im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

25,

Somabend, den 22. Juni

13839.

Mit dem 1ſten Juli kann auf dieſes Intelligenzblatt für das zweite halbe Jahr mit 40 kr. abonnirt werden, welcher Be⸗

trag jedoch voraus zu bezahlen iſt.

Carl Binder nagel.

Friedberg.

Am Sonntag Morgen, den 16. Juni, ertrank in dem ſ. g. Seegraben ein junges fünfzehnjähriges Mädchen, das dort Waſſer ſchöpfen wollte. Ange⸗ ſtellte Rettungsverſuche brachten die erwünſchte Wirkung nicht hervor. Dies iſt das zweite Opfer ſeit anderthalb Jahren, welches dieſes Waſſer ge nommen hat. A. B. C.

Aus der Wetterau.

Das gewaltige Gewitter, welches am 13ten d. M. ſich faſt über die ganze Wetterau verbreitete, hat, wie wir vernehmen, in unſerer Nachbarſchaft, namentlich in Leidhecken, Morxſtadt, Stockheim und Glauberg großen Schaden verurſacht. In der Nähe des leuſtädter Hofes ſoll es einen Manns hohen Schlamm zurückgelaſſen haben, wahrſcheinlich in Folge von jenen Wolkenbrüchen, welche an höher gelegenen Orten den Boden wegſchwemmten. Näheres hierüber liefert die großherz. heſſ. Zeitung in den Nummern 167 und 168. Eine Menge von Ort⸗ ſchaften haben unerſetzlichen Schaden gelitten. Hier wäre Hülfe an ihrem Orte. Wir wünſchen, daß unſere Leſer nicht zurückbleiben möchten.

Betrachtung eines Mannes, der ſich in der Welt umgeſehen.

Ich beurtheile jetzt den Menſchen nur nach dem, was er iſt, und nicht nach dem, was er weiß. Wie ich zu dieſer Ueberzeugung gelangt bin, will ich meinen Leſern kürzlich erzählen. Als ich ein Knabe war, da hatte ich gewaltigen Reſpekt vor dieſem und jenem Manne, weil er vielerlei wußte und gelernt hatte; ich überzeugte mich aber bald, daß nicht Alles Gold war, was glänzte, und manche ſehr gelehrte Herren ganz gemeine Seelen waren, die ein Privilegium darauf zu haben glaubten, ihrem Eigennutze auf die allerniedrigſte Art zu fröhnen, an nichts Höheres zu glauben, dagegen aber, wo ſie es mit guter Manier konnten, zu lügen und zu betrügen ꝛc. Sie waren aber ſo ſchlau, daß ſie das Alles hübſch im Verborgenen zu treiben verſtanden, und äußerlich einen gewiſſen Anſtand beobachteten. Es mags indeſſen Einer noch ſo fein treiben; das Schlechte kommt doch hier und da endlich zum Vor ſcheine, und ſo wars auch bei ihnen. Ich lernte ſie bald kennen, und mein Inneres zwang mich, ſie zu verabſcheuen, ſo viel ſie auch wiſſen mochten.

Auf der andern Seite lernte ich in manchem ganz ungelehrten Bauers- oder Bürgersmanne einen ſo fleißigen, ordnungsliebenden, biederen und from⸗ men Mann kennen, daß ich ihm trotz ſeiner gerin⸗