Ausgabe 
21.12.1839
 
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n unſeren gan en ahnlich ſind Theile ſeinet der löten und ud wie ſie über en, wo römisch m auch im Jah rere Fuß unten Straſenpflaſtert habe ich in den ines ſehr großen und endlich au kchen von römi gefunden.

auch hier un ben ſey. Allein; Nachforſchungen nabren, wie di lei Gebaude hien 2 derſelben ſin aldecken. Bedeu weder bier noch ge töniſche Mir

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zen oder ſogenannte Heidenköpfe zu Tage kommen. Darauf kommt es auch nicht ſehr an. Dagegen wäre darauf zu achten, ob nicht vielleicht ein Stein mit irgend einer Inſchrift ſich noch vorfinden möchte, oder ob wenigſtens auf dieſem oder jenem Ziegelſteine oder Gefäße ſich ein Stempel zeigt, dergleichen auf den römiſchen ſehr gewöhnlich iſt.

Solche Entdeckungen ſind nicht allein für den Freund der Geſchichte und Alterthümer von Bedeu tung; auch jedem anderen denkenden und fuͤhlenden Menſchen geben ſie Veranlaſſung zu mancherlei Be⸗ trachtungen. Da, wo jetzt der deutſche Landmann die Erde durchpflügt und im Herbſte die Früchte ſeines Fleißes einſammelt, hatte vor ſiebenzehn, acht⸗ zehn Jahrhunderten ein welteroberndes Volk ſeine kriegeriſche Schaaren in feſten Wohnungen und hin⸗ ter ſtarken Mauern. Hier hatte der ſtolze Romer ſich verſchanzt; hierher brachte er aus der gewalti gen Hauptſtadt der Welt ſeine Waffen, zum Theil ſeine Gefäße; hier erzählte er in langen Winter⸗ abenden von der fernen lieblichen Heimath, hier gedachte er der Freunde und Verwandten, die vielleicht an Capua's oder Neapels warmen Rebhügeln ſeiner Rückkunft vergeblich warteten. Hier herrſchte römiſche Sitte und römiſche Sprache. Und jetzt? Jetzt ſind von dem, was ſie hier bauten, kaum noch Spuren zu finden; jetzt ſieht der verweichlichte Ita⸗ liener den Deutſchen in ſeiner ſchönen Heimath die Trümmer bewundern, welche von den ſtolzen Ge⸗ bäuden der ſtolzen Römer dort noch übrig ſind, und nur dann und wann wagt ſich der arme Bewohner von Nord⸗Italien herüber in unſere deutſche Heimath, um ſich ein Scherflein zu erſparen und nach dem Lande zurück zu bringen, dadie Citronen blüh'n., O des Wechſels und der Veränderlichkeit des Ir⸗ diſchen! Wer wird achtzehnhundert Jahre nach uns auf den Trümmern wandeln, die von unſern Ge⸗ bäuden übrig ſeyn werden?

Ph. Dieffenbach.

Kaſſe für taub ſt umme Confirmanden.

Von Herrn Kreisrath Dr. Comeſasca. 5 fl. 24 kr. Friedberg den 17. Dez. 1839. Roller.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

Holz⸗Lieferung. (1201) Freitag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung ven circa 100 Stecken buchen und 100 Stecken eichen Scheitholz für die Garniſon Friedberg auf dem Militär⸗Verwaltungs⸗ büreau dahier verſteigert.

Friedberg den 5. December 1839. In Auftrag: Golz,

Oberquartiermeiſter.

Bekanntmachung. (1230) Freitag den 27. Dezember. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das Reinigen der Straßen in der Stadt, ſowie auch die Armenfuhren von Ort zu Ort fuͤr das Jahr 1105 öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert wer⸗ en.

Friedberg den 12. Dezember 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Edictalladung. (1231) Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſ ſen hat über den Nachlaß des am 23. May d. J. dahier verſtorbenen Schneidermeiſter Nikolaus Pertſch den foͤrmlichen Concurs erkannt. Rechtsanſprüche jeglicher Art an dieſen Nachlaß ſind bei Strafe des Ausſchluſſes von der Maſſe Freitag den 10. W 1840, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht anzuzeigen und zu begründen. Rödelheim den 24. November 1839.

Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht Buff.

Bekanntmachung. (1232) Freitag den 27. Dezember, Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus die Lieferung des zu den Straßenlaternen, für die Nachtwächter und Thuͤrmer benöthigte Oel und Licht, für das Jahr 1840, in ungefähr 300 Maas Oel beſtehend, öffent⸗ lich an Wenigſtnehmende verſteigert werden.

Friedberg den 12. Dezember 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.

Bekanntmachung. (1234) Freitag den 27. Dezember l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das Einkommen an Standgeld von den Wochen⸗ und Jahrmärkten mit Butterwage, ſowie auch das Ein⸗ kommen von der Stadtwaage für das Jahr 1840 oͤffentlich meiſtbietend verpachtet werden.

Friedberg den 12. Dezember 1839. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.

Bekanntmachung. (1250) Die Lieferung der, für die Marienſchloſſer Anſtalt nöthigen 2000 Ellen gebleichtem flaͤchſenem Tuche ſoll Montag den 23. d. M., Vormittags um 9 Uhr, in meiner Wohnung dahier öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden.

Indem ich dieſes hiermit bekannt mache, bemerke ich gleichzeitig, daß derjenige, welcher bei der Ver⸗ ſteigerung mitbieten will, nachweiſer muß, die Lie⸗ ferung übernehmen zu können.

Marienſchloß den 11. December 1839. Funk.