Ausgabe 
14.9.1839
 
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N** 2. W 0 cee, voran eine

um fünf Uhr ſeine Pſonſbre Fteude an dem Don⸗

ner der Böller und der durch die Straßen von

Ortenberg ziehenden Muſik zu haben, denn all⸗ mählig theilten ſich die Wolken und er blickte gar heiter und freundlich auf die von allen Seiten herbeiſtrömenden fröhlichen Menſchen und den ſehr

ſchön geordneten Zug, welcher ſich um 9 Uhr in der obern Stadt in Bewegung ſetzte und auf den

Feſtplatz, der oben bemerkten Wieſe, zog. Der Feſtzug war auf folgende Weiſe geordnet: Voran wurde die Fahne der Stadt Ortenberg getragen und von ſechs Mitgliedern der Ehrenwache,

unter Fährung eines Mitgliedes des Stadtvorſtandes,

begleitet. Die Ehrenwache beſtand ans 40 50 Bürgern, welche mit einem ſchwarzen Hut, ſchwar zem Frack, weißen Beinkleidern und einer breiten roth und weißen Schärpe angethan waren.

wache unter Führung eines Mitgliedes des Stadt⸗ vorſtandes, voran eine Fahne mit der Landesfarbe. Ferner der zur Preisvertheilung beſtellte Commiſſär,

ihm zur Rechten der großh. Kreisrath des Bezirks,

zur Linken ein Mitglied des Feſtcomitbs. Dann die übrigen zur Preisvertheilung beſtellten Perſonen, begleitet von den ubrigen Mitgliedern des Feſt comités. Dieſen ſchloſſen ſich die nicht beſonders char girten Mitglieder des Stadtvorſtandes an. Hier auf folgten die Mitglieder des landwirthſchaftlichen Vereins und die ubrigen Honoratioren der Stadt zud der Umgegend; alle je zu drei. Dann kam der zur Feier des Feſtes mitwirkende Sängerchor, und zwar die demſelben angehörenden Jungfrauen und Mädchen in weißen Kleidern voran; je zu zwei. Ferner eine Abtheilung von Knaben, die achtzehn Preisfahnen des Scheibenſchießens tragend, je zu zwei. Nach ihnen vier Mitglieder des Stadt- vorſtandes, je zwei und zwei, inmitten derſelben 2 Mitglieder der Ehrenwache, die beiden Glücksräder der Lotterie tragend. Nun kam der einfache von allen überlaͤſtigen Verzierungen freie, aber mit allen Fruchtgattungen würdig und in der That der Sgche ganz angemeſſen geſchmackpoll beladene Ernte⸗ wagen mit 6 Pferden beſpannt und durch ein Mit⸗ glied des Stadtvorſtandes geführt. Hinter ihm folgte der zu verlooſende Pflug mit zwei Pferden beſpannt, und die zwei zu verlooſenden Kalbinnen. Den Schluß machte eine Abtheilung der Ehrenwache, geführt von

Dann N folgte die Muſik. Hierauf eine Abtheilung der Ehren

t der Landesfarbe. Fe. e von Menſchen umſchwärmten den

* he,

Zug mit fröhlichem Ungeſtüm und drängten ſich

auf den Feſtplatz um die daſelbſt erbaute und ſchön geſchmückte Tribüne, an deren Fuß der Sängerchor und die Muſik ſich aufſtelltengeſchützt durch einen Kreis der Ehrenwache, während Damen, der zur Preisvertheilung beſtellte Commiſſär, der großh. Kreisrath u. ſ. w. auf der Tribüne Platz nahmen und die Stadtfahne darauf gepflanzt wurde. Der Sängerchor begann unter Muſikbegleitung das Lied: Heil unſerm Fürſten ꝛc., dem noch viele Lieder folg⸗ ten, welche mit vieler Präziſion vorgetragen wurden. Herrn Lehrer Flick gebührt die Ehre, dieſen Chor ſo gut eingeübt zu haben.

Beſichtigung des zum Theil ſehr preiswürdigen Vie⸗ hes, namentlich der Bullen, Preisvertheilung, Ziehung der Lotterie, Baumklettern, Sacklaufen u. ſ. w. u. ſ. w. folgten unter lautem Jubel und dem ſchönſten Wet⸗ ter aufeinander. Für die Schützen waren drei

Scheiben aufgeſteckt, nach denen wacker geſchoſſen

wurde.

Es war ein zum Malen ſchöner Anblick, dieſe bunte Menge, dieſe Zelte, Fahnen, u. ſ. w. und im Hintergrunde Ortenberg und Eckhartsborn, die Eine Stadt zu bilden ſchienen.

Den Anordnern des Feſtes wurde einſtimmig und mit Recht volles Lob geſpendet. Namentlich nannte man mir Herrn Landrichter Mosler als einen der thätigſten der Anordner. Auch war der⸗ ſelbe überall gegenwärtig, um mit Nath und That an die Hand zu gehen.

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W Warnung.

Am 10. d. M. fanden Maͤnner aus Obermörlen im Kirchwald einen Platz, auf welchem viele, ihnen unbekannte Stauden mit ſchön glänzenden, ſchwar⸗ zen, kirſchähnlichen Beeren ſtanden. Da dieſe Beeren einen ſüßlichen Geſchmack hatten, ſo nahm einer der Männer einen Theil davon mit nach Haus, um ſeinen Enfelchen etwas mitzubringen.= Begiorig aßen die Kinder ein Knabe von faſt 4, und ein Mädchen von 2% Jahren die ſüßen/ glänzenden Kirſchen. Auch die Mutter der Kinder verſuchte

vothanden iſt die Vergiftun, abel. Möge die tern zur Wa Herten Schu Schulkinder zu warnen, Gegend wach zu machen. Nauheim

Der ſchr Zeitung in il werthe Mor. zerner oder Vers, beſot nicht vorenth wie folg:

Der dieß holt aach daß die Hel erſte Keef dagegen ver