Ausgabe 
13.4.1839
 
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Intelligenzblatt

für die

hessen

im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

M15.

Sonnabend, den 13. April

1339.

Die erſten Amtstage.)

I. Artikel.

Der Herr Verfaſſer des Aufſatzes in Nro. 6 des Intelligenzblattes hat ſich ein nicht geringes Ver dienſt erworben, daß er ſeine Schickſale in den er ſten Amtstagen abdrucken ließ. Im Norden und Süden, im Oſten und Weſten des Kreiſes wurde der Aufſatz geleſen und wieder geleſen ja ver ſchluckt. Das verdient er aber auch. Welche herr liche Lehren liegen nicht in ihm! Nur einige: Sei nicht dünkelhaft!(Aber:) Benehme dich ziemlich anmaßend gegen Untergebene! Mache keine Schul den!(Aber:) Wirf dich den Juden in die Arme! Empfange den Fremden ordentlich unhöflich! Mit einem Wort: Sucht euch alle zu plamiren!

Das ſind wahre inhaltſchwere Worte. Als Bei träge zur Ergänzung der Intelligenz der Bewohner des Kreiſes muß man ſie wenigſtens anſehen und als ſolche willkommen heißen.

Adam war Alles in Allem, folglich auch ein Lehrer. Unzählige haben nach ihm gelebt, aber noch keiner, der ſo innig, ſo wohlmeinend, ſo herzlich, ſo aufrichtig geſprochen, ſeine Schickſale in den er⸗ ſten Amtstagen ſo treu, ſo vollſtändig, ſelbſt mit den Träumen, erzählt hat. Auch noch einen andern Kardinal Gedanken geſteht der Herr Verfaſſer, nämlich, nämlich den, nämlich den an die abwe ſende Freundin. Hin und wieder iſt ihm dies unfreundlich aufgenommen worden. Der Herr Ver⸗ faſſer iſt treu, wahr, aufrichtig in ſeiner Darſtellung. Ich ſehe alſo gar nicht ein, weßhalb man ihm dies

*) Wir finden uns veranlaßt, dieſen uns zugeſandten Auf⸗ ſatz diplomatiſch genau mitzutheilen, erlauben uns aber die Bemerkung zuzufügen, daß der Herr Verfaſſer die Tendenz des Aufſatzes in Nro. 6 durchaus verkannt hat. Dem un⸗ befangenen Leſer wird ſie, das hoffen wir, nicht entgangen ſeyn. D. Red.

offene Geſtändniß übel nehmen ſollte. Hat doch Guttenberg, der Mann des Lichts und der Ver bindung der Nationen, manchmal aus ſeiner Werk ſtätte zu Mainz an die Freundinn nach Straßburg gedacht. Warum es dem Herrn Verfaſſer verargen? Laſſen wir ihm Gerechtigkeit widerfahren. Die Voll⸗ ſtändigkeit der Darſtellung der erſten Amts tagen verlangte auch die Anführung dieſes Punktes. Gellert ſang:Ein jeder Stand hat ſeinen Frieden, ein jeder Stand hat ſeine Laſt. Der Herr Verfaſſer ſetzt hinzu, daß ein jeder auch ſeine Eigenheiten habe. Die Stände der drei Män ner im Dorfe ſind davon nicht ausgeſchloſſen. Un ſer Verfaſſer beſchreibt ihre Eigenheiten. Ich muß geſtehen: ich habe den mehrerwähnten Aufſatz drei Mal geleſen. Aber in der That ich weiß es nicht, ob die Eigenheit der Schullehrer oder der Bürgermeiſter oder der Geiſtlichen am ſchärf⸗ ſten gezeichnet iſt. Ich würde verzweifeln, wenn ich nicht aus dem heutigen Intelligenz*) erſähe, daß es auch andern ſo erging. Der Herr Verfaſſer ſah ſich deßhalb in die Nothwendigkeit verſetzt, ſei nem Aufſatz eine Beilage nachzuſchicken. Der wahre Sinn der Amtstagen liegt nun ſo deutlich vor, daß ihn ſelbſt diejenigen verſtehen müſſen, die ihn nicht verſtehen. Sich ſo deutlich zu machen, das koſtet Mühe. Ob aber der Herr Verfaſſer von ſeinen Zeitgenoſſen begriffen und verſtanden ob's ihm gedankt wird? Wenn es nicht der Fall ſein ſollte, ſo mag er ſich mit der Erfahrung tröͤſten, daß es Allen ſo erging, die mit einem ſol chen Mittel zeigen wollten, daß die Theorie ohne Praxis ein Buch ohne Blätter ſei.

0 Intelligenzblatt Nr. 8.