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dem Lehrling angemeſſene Koſt und Bettung gebe und ihn zu keiner anderen Arbeit, als Arbeiten ſeiner Profeſſion, anhalte, wogegen dieſer ſtatt des Lehrgeldes, laͤnger in der Lehre zu ſtehen, übrigens aber weder für Aufdingen noch Losſprechen etwas zu bezahlen, oder der Lehrherr reſp. zu beziehen hat.
§. 15. Sollte endlich bei dem Zeitpunkte des Losſprechens der aus der Lehre entlaſſene Waiſe noch einer Unterſtützung dringend bedürfen, ſo wird ſolche nach Maßgabe der Umſtände auf den Bericht des
Bürgermeiſters von der Waiſenhausdeputation ange
§. 16. Alle auf die Waiſenerziehung Bezug
wieſen werden. habenden Geſchäfte ſind von dem Bürgermeiſter un—
entgeltlich zu beſorgen und nur Auslagen werden demſelben vergütet.
Darmſtadt den 2. März 1825.
Großh. heſſ. Regierung der Provinz Starkenburg.
Die Redaction an ihre Leſer beim neuen Jahre.
Die Redaction kommt ſelbſt bei dem beßten Willen und ohne ſich Vorwürfe wegen Fahrläſſigkeit zu machen, mit ihren Neujahrwünſchen um einige Tage zu ſpät, bringt aber dafür ihren Leſern einen ganzen Sack voll—— guten Willen zum Wün⸗ ſchen und auch wirklich Wuünſche mit. Leider aber müſſen wir's in Maſſen thun. Die Urſache, daß ſie nicht vereinzelt kommen, liegt in der Unvollkom⸗ menheit unſerer bürgerlichen Einrichtungen. Man hat zwar ſchon längſt daran gedacht, die Seelen zu zählen und Verzeichniſſe aufgeſtellt; aber ans Aufzeichnen der Wünſche hat noch kein Menſch ge⸗ dacht. Und doch ſind Wünſche lange nicht ſo ſchwer aufzuzeichnen, wie Seelen, wenn ſie auch in die Millionen gehen. Hätten wir ein ſolches Verzeich— niß; ſo würden wir Jedem ſein Theil geben.
Um nun auf unſere Wünſche zu kommen, ſo ſind wir doch wieder in einiger Verlegenheit, wie wir ſie an Mann bringen ſollen; denn wir befürch—⸗ ten, daß bei der Einen Gabe gleich zehn— zwan⸗ zig die leeren Hände oder die Herzen aufhalten, bei der andern dagegen Jedes beſcheiden ſich zurückzieht, weil es ſich einer ſo ſchönen Gabe nicht für wur⸗ dig hält, oder bereits damit zur Genüge verſehen iſt, z. B. eine Braut, wenn wir den heirathsbaren Mädchen rechte wackere Männer wünſchen u. dgl. m. Das ſoll uns indeſſen keineswegs abſchrecken. Wir wollen's aber machen, wie vernünftige Leute immer thun, naͤmlich eine gehörige Eintheilung treffen, und nachdem wir das gethan, ſtellen wir zuerſt die Kinder vor, weil dieſe noch nicht warten gelernt haben. Den unmündigen derſelben wuͤnſchen wir allen recht fromme, liebevolle Eltern, die ſie zum Guten erziehen und ſelbſt ein Muſter des Guten ſind. Den ſchulfähigen Kindern in der ganzen Wet⸗ terau(beſonders aber in Friedberg) wünſchen wir eine recht freundliche Schule, die ſie gerne beſuchen, recht wackere, liebreiche Lehrer, die ihr Amt mit Freuden thun, und nicht mit Zittern, und die ſich nirgends glücklicher fühlen als in der Schule. Den jungen Leuten, welche über die Schule weg ſind, wünſchen wir Gelegenheit, ſich noch fort zu vervoll⸗ kommnen in allem, was gut und nützlich iſt.— Jetzt
aber kommen wir an die heirathsbaren Jung- frauen und Jünglinge, und da geht uns ſelbſt, ob wir gleich die Knabenſchuhe längſt ausgezogen haben, das Herz auf bei den vielen bluͤhenden und freundlichen Geſichtern und den kräftigen Jugendge— ſtalten. Ihnen müſſen wir aber auch einen Extra⸗ Wunſch geben, und der beſteht darin: ſie möchten ſich überzeugen, daß das eheliche Gluͤck von ihnen und ihrem Betragen abhängt und nicht allein vom andern Part.
Nun nimmt die Sache eine ernſtere Geſtalt an, denn jetzt treten wir in die Geſellſchaft der Ver⸗ heiratheten. Ihnen wünſchen wir Nachſicht mit den Gebrechen und Fehlern des Andern, und from⸗ men häuslichen Sinn, damit die Ehe ein Glück ſey und nicht ein Unglück werde. Wer aber die edle Hälfte ſeines Lebens ſchon verloren, ach, dem kön⸗ nen wir nur ein Herz voll Gottvertrauen wünſchen, damit er mit Ruhe hinauf ſchauen und ſich tröſten kann mit den Worten:„Dein Wille geſchehe!“ Nun treten wir vor die Kranken, und wünſchen ihnen Geduld im Leiden. Den Alten wünſchen wir, daß ſie alle möchten mit Zufriedeuheit auf ihre voll⸗ brachten Tage zurück-, dann aber auch mit Freudig⸗ keit vorwärts ſchauen können. Wer des Tages Laſt und Hitze getragen hat, der ſehnt ſich am Abend zur Ruhe. Aber ruhig ſchlafen kann doch nur der, welcher ein gutes Gewiſſen hat, und das wünſchen wir ihnen allen. Selbſt die, welche ein ſolches nicht haben, und die ſich darum ganz beſchämt zurückſtellen, weil ſie Boͤſes gethan, ſollen diesmal nicht zu kurz kommen. Den Böſen, den Schlechten wünſchen wir, daß ſie in Zeiten umkehren und ſich beſſern möchten.
Nachdem wir ſo alle Wünſche vertheilt haben, bleibt der Redaction für ſich ſelbſt nichts mehr übrig, und geht ihr faſt, wie dem Dichter bei der Vertheilung der Erde, der auch hintennach kam, als ſchon alles verſchenkt war. Wir hoffen aber von dem alliebenden Vater, der ſeine Sonne ſchei— nen läßt über die Böſen und Guten und regnen über Gerechte und Ungerechte, daß er uns auch nicht ganz vergeſſen, ſondern das uns mittheilen werde, was ſeine Allweisheit uns zu verleihen für gut findet. Damit wollen wir uns im neuen Jahre


