Ausgabe 
4.5.1839
 
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anzuordnen. Die Beſtimmung der Größe der unter N kaſſen anzuweiſenden Vergütung iſt dem Gemeinderath von 12 kr. für den Kumpf Maikäfer in keinem Falle überſchreiten. die Vertilgung der gelieferten Maikäfer unter gehöriger Aufſicht erfolgt.

nächſt zur Dekretur vorzulegen. Friedberg den 28. April 1839.

r. 157 des Gemeindevoranſchlags auf die Gemeinde⸗

vorerſt überlaſſen, jedoch darf dieſelbe den Betrag Zugleich iſt dafür zu ſorgen, daß Das Koſtenverzeichniß iſt dem

ch er.

von den Bäumen mit Pfählen herunterzuſchlagen, iſt aus dem Grunde nicht zu rathen, weil auf dieſe Art manche Blüthe, manches Fruchtauge zu Grunde gerichtet würde. Dieſe Jagd müßte die ganze Dauer des Schwärmens über jeden Tag

wiederholt werden.

Am beßten iſt die Zeit zwiſchen 8 Uhr Morgens und 3 bis 4 Uhr Mittags, wo die Käfer in ihrem

ſchlafaähnlichen Zuſtand an dem Laube der Bäume hängen, und oft von einem leichten Windhauch abgeſchüttelt werden. Auch die auf der Markung befindlichen Weiden, Pappeln und andere, zur Zierde in Alleen gepflanzte, oder einzeln ſtehen⸗ den Bäume, ſo wie die in den Wäldern befindlichen, von den Käfern vorzugsweiſe beſuchten Bäume ſollten, wo es nicht anders ausführbar iſt, durch eigends dazu aufgeſtellte und nach dem Quantum der von ihnen eingelieferten Käfer belohnte Leute auf die angegebene Art gereinigt werden, zumal da es nicht ſowohl die in dichtem Waldbeſtande ſtehenden Bäume,

fondern mehr nur die vereinzelt, oder an den Waldrändern ſtehenden Eichen, Ahorne Vogelbeere u. a. ſind, welche von

den Maikäfern beſucht werden. dichten Waldbeſtänden nicht aufhalten.

In den feuchten Waldboden legen die Käfer ihre Eier nicht, daher ſie ſich auch in den

Benutzung des Ammoniaks zum Waſchen und Reinigen. (Nach Runge.)

Auf wollene Zeuge wirkt das Ammoniak nicht ſchädlich, ſelbſt das reine oder ätzende nicht, und was die Hauptſache iſt, ſie laufen nicht ein, d. h. ſie filzen ſich nicht. Es gibt daher kein beſſeres Mittel, wollene Strümpfe, ſelbſt gewebte zu waſchen, als Ammoniakflüſſigkeit mit ihrem zehnfachen Ge wichte Waſſer vermiſcht. Man weicht die Strümpfe darin ein, reibt und klopft ſie und legt ſie wieder in die Flüſſigkeit, wiederholt dies noch einmal und ſpült ſie dann in reinem Waſſer und trocknet ſie. Man wird nach dieſem Verfahren finden, daß die Wolle ihre frühere Elaſticitat vollkommen behalten hat und die Strümpfe nicht, wie gewöhnlich nach einer un achtſamen Wäſche mit Seife, ſo eingelaufen ſind, daß der Haken unterm Fuß zu ſitzen kommt. Es iſt daher auch ein Aufſpannen derſelben auf einen Leiſten unnbthig.

Auch zum Reinigen tuchener Kleidungsſtücke iſt das Ammoniak ſehr zu empfehlen. Die Farbe eines gutgefärbten Tuches wird dadurch nicht verändert, oder iſt, wenn es geſchieht, leicht wieder herzuſtellen. So nehmen beſchmutzte ſcharlachrothe Militärkragen in dem oben erwähnten Ammoniakwaſchwaſſer(1 Pfd. Ammoniakflüſſigkeit auf 10 Pfd. Waſſer), während der Schmutz davon geht, eine ponceau Farbe an, die aber durch mit Waſſer vermiſchten Eſſig ſogleich wieder zum Scharlach hergeſtellt wird.

Auch bei der größten Reinlichkeit iſt es unmög lich zu verhindern, daß der hohe Kragen an einem Rock vom Schweiß der Haare beſchmutzt werde. Wer kein Geld hat, ſich einen neuen anzuſchaffen, laſſe ihn abtrennen und in obiges Ammoniakwaſſer legen. Durch ein gehöriges Klopfen und Bürſten mit dieſem Waſſer geht aller Schmutz heraus, und das Tuch iſt bis auf das, was etwa durchs Tragen abgeſcheuert ſeyn möchte, wie neu.

Das Waſchen getragener ſeidener Stoffe, z. B. Tücher und Bänder, iſt auf gewöhnliche Weiſe nit Seife nicht thunlich. Faſer und Farbe leiden dabei.

Durch Anwendung von Ammoniak vermeidet man

Beides. Legt man ein ſchwarzſeidnes Halstuch in

eine Flüſſigkeit, welche auf 10 Pfd. Waſſer 1 Pfdöb.

Ammoniafflüſſigkeit enthält, arbeitet es ohne Anwen⸗ dung von Wärme tüchtig darin durch, und ſpült es hernach in gewöhnlichem Waſſer, ſo erhält man es völlig rein mit Farbe und Glanz wie neu. ſeidenen Bändern iſt es derſelbe Fall, nur daß dieſe ihre oft unächten Farben verlieren, die das Ammo niak auflöſ't; meiſtens tritt jedoch dafür eine andere an die Stelle, die nicht ſelten recht ſchön iſt.

Moder- und ſogenannte Stockflecken, welche ſei dene Zeuge auf dem Lager oft bekommen, beſeitigt man ebenfalls dadurch. Man taucht das Zeug in ein Gemiſch aus..

1 Pfd. Ammoniakflüſſigkeit und 16 Pfd. Waſſer, reibt die Flecken gelinde, damit ſie gut durchnäßt werden und ſpült ſie hernach in reinem Waſſer.

Auch das Leder wird vom waͤſſerigen Ammoniak nicht angegriſſen. Es iſt daher ein vortreffliches Reinigungsmittel für daſſelbe. Legt man waſchlederm Handſchuhe in Ammoniakflüſſigkeit mit 8 Gewicht theilen Waſſer verdünnt, ſo quillen ſie ſehr auf und verlieren allen Schmutz, indem das Ammoniak ihn auflöſ't. Spült man ſie nun, nach etwa zweitägiger Einweichung, in kaltem Flußwaſſer und läßt ſie an der Luft trocknen, ſo nehmen ſie ihren frühern Um fang wieder ein, ſind rein und wo möglich noch weicher als vorher. Da bei dieſer Waſchmethode die Handſchuhe gar nicht gerieben werden, wie es bei der Wäſche mit Seife unumgänglich nöthig iſt, ſo wied das Leder nicht rauh und faſerig, vielmehr behält es ganz ſein früheres Anſehen.

Wer von dieſen Erfahrungen im Großen Gebrauch machen will, hat vorzüglich darauf zu ſehen, möglichſt wenig Ammoniak zu verbrauchen. Es wird ihn

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