Ausgabe 
3.8.1839
 
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nauſend Goldſtucke in lauter blanken Goldſtüͤcken pieder aus, und für jedes hundert legte er zehn veiter hin als Zins. Denn damals waren noch ſchöne Zeiten fuͤr die Geldverleiher; unter zehn Pro ent gab kein ehrlicher Chriſten- oder Judenmenſch ein Geld einem andern.

Als das Geld bezahlt war, ließ ſich der Fremde uͤr ſeinen Herrn die zwei eiſernen Kiſten herbei ſchaffen, und wie er fand, daß ſie noch unverletzt varen und ihr altes Gewicht hatten, da öffnete er ie vor dem Hauſe, und ſchüttete den ganzen Inhalt auf die Straſe. Da ſahen die Hebräer, daß es (itel Sand war, der ſich drin befunden, und mach en lange Geſichter und wurden ganz blaß vor Schrecken. Denn ſie hatten Wunders gedacht, was ür Silberzeug darinnen ſeyn mochte, und halb ſich zefreut gehabt, was ſie all gewinnen könnten damit, wenn der Cid nicht binnen Jahresfriſt es wieder einlöste.

Endlich ging dem Einen, dem Israel, der Mund auf und er ſagte: So was hätt' er nimmer Zeglaubt von einem Manne, der ſonſt immer ſo ſtreng ſich an die Wahrheit gehalten.

Das hat er auch bei euch gethan, verſetzte der Fremde, und ihr habt nicht Urſache, ſich uͤber ihn zu beklagen, da ihr euer Geld nebſt den Zinſen in Händen habt. Der Eid hatte euch geſagt, daß in den Kiſten ſeine Reichthuͤmer wären, und ſo iſts. Denn ſein einziger Reichthum, den er damals beſaß, war ſein ehrlicher Name. Wenn er euch den nicht in die eiſernen Kiſten gethan und tüchtig beſchwert hätte, ſo wuͤrdet ihr ihm ſchwerlich die tauſend Gold⸗ ſtücke ſo ohne weiteres darauf geliehen haben. Jetzt brauchts aber des Gewichts nicht mehr, und wenn ihr Luſt habt, ſo könnt ihrs als Zinnſand und für eure Stuben benutzen. Und damit baſta.

Man merke: Das war ehrlich und pfiffig beiſammen. Man findet aber heut zu Tag die Ehr⸗ lichkeit und Pfiffigkeit ſelten neben einander in Einer Perſon.

Lufterſcheinung.

In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli, und zwar gegen 11 Uhr Vormitternacht, bemerkte man in der Gegend von Friedberg einen ſehr ſchöͤuen Mond⸗ Regenbogen, der ſich von einem Son⸗ nen⸗ Regenbogen nur durch die Bläſſe unterſchied.

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Bekanntmachungen von Behoͤrden.

N

Bekanntmachung. (760) Nachdem der Gemeinde Burkhards, Krei ſes Nidda, die Abhaltung dreier Vieh- und Krä⸗ mermärkte gnädigſt geſtattet worden iſt, ſo wird ſolches mit dem Bemerken zur öffentlichen Keunt niß gebracht, daß 1) Dienſtag und Mittwoch der letzten Woche im October, 2) Dienſtag und Mittwoch der zweiten Woche im Juni, 3) Dienſtag und Mittwoch der letzten Woche im April die Märkte jährlich abgehalten, der erſte Markt aber Dienſtag und Mittwoch den 29. und 30. Oc⸗ tober d. J. ſtattfinden, und für alle Bedürfniſſe und Bequemlichkeiten der Käufer ſowie der Verkäufer geſorgt werden wird. Nidda den 16. Juli 1839. Der großh. heſſ. Kreisrath Seitz. Arbeits-BVerſteigerung. (762) Dienſtag den 6. Auguſt d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll die Planirarbeit an dem neu zu erbau⸗ enden Vieinalweg von Florſtadt bis an die Oſſen⸗ heimer Grenze in einzelnen Abtheilungen an die Wenigſtnehmenden unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle öffent⸗ lich verſteigert werden. Friedberg am 24. Juli 1839. Der großh. Kreisbaumeiſter Rhumbler.

Bekanntmachung. (763) Samſtag den 10. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, wird auf der Provinzialſtraße von Friedberg uber Oberrosbach die zur Erbauung der Brücken und Dohlen erforderlichen Mauer- und Steinhauer⸗ arbeiten, ſo wie die Lieferung von Mauerkies, Steinfuhr⸗ und Steinſetzerlohn an den Wenigſt⸗ nehmenden vergeben. Der Aufang iſt bei Friedberg. Friedberg am 24. Juli 1839. a Der großh. heſſ. Kreis baumeiſter. Rhumbler.

Bekanntmachung. (779) Es wurde ohnlängſt ein leinener Sack mit ungefähr 2 Meſten Hirſen auf der Straße zwiſchen Melbach und Dorheim gefunden und anher abge⸗ liefert. Der rechtliche Eigenthuümer wird aufgefor⸗ dert ſich zur Empfangnahme baldigſt zu melden. Dorheim den 28. Juli 1839. f Der kurheſſ. Bürgermeiſter Zerb.