Ausgabe 
3.8.1839
 
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im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im 1

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Sonnabend, den 3. Auguſt

1839.

Polizeiliche Bekanntmachung.

Das Reiten und Fahren auf dem Vieinalweg-Neubau zwiſchen Fauerbach II. und Oſſenheim, d. h. von der fauerbacher Mühle bis zur ſteinernen Wetterbrücke iſt bei 1 fl. Strafe fuͤr das Reiten und bei 3 fl. Strafe für das Fahren, für jeden einzelnen Fall, bis zur gänzlichen Beendigung der Weg

bauarbeiten verboten. Friedberg den 1. Auguſt 1839.

Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg

Küchler.

Laubacher Geſangfeſt.

Die großh. heſſ. Zeitung enthält in Nr. 208 über obiges Feſt Folgendes:

Laubach, den 24. Juli. Am 21. d. M. ver⸗ einigten ſich in Laubach mit dem daſigen Singver eine die Sängerchöre von Butzbach, Friedberg, Grünberg, Hungen, Lauterbach und Schotten zu einem Geſangfeſte, das, als das erſte dieſer Art in der Provinz Oberheſſen, allen Anweſenden; noch lange in freundlichem Andenken bleiben möge. Nachdem der Erlauchte Herr Graf zu Solms Lau⸗ bach in dem dazu geeigneten Schloßhofe eine Tribüne Tags zuvor hatte errichten laſſen, zogen Morgens gegen 11 Uhr, nach geendigtem Gottesdienſte, die Sänger von Schotten und Lauterbach, empfangen von dem Vereine aus Laubach, auf geſchmückten Wagen, unter dem Donner der Böller und dem Klange der Muſik ein, zogen durch die Stadt den übrigen Vereinen entgegen und empfingen dieſe, nachdem ſich dieſelben auf dem nahe gelegenen Eiſen⸗ hammer vereinigt hatten, an der Grenze der Ge⸗

markung. Einen herrlichen Anblick bot dieſer lange Zug von 14 mit Blumen und Feſtfahnen geſchmückten, meiſtens Aſpaͤnnigen Wagen dar. Nachdem der Einzug geſchehen und die darauf fol gende Mittagstafel aufgehoben war, wurde in dem, gegen den Zudrang der großen Menge geſperrten Orangeriegebäude eine Generalprobe gehalten. Um zwei Uhr ſangen die vereinigten Chöre bei dem ge wöhnlichen Nachmittagsgottesdienſte in der, von zahlloſer Menge angefüllten, Kirche den ſchönen ChoralHerr wir ſingen deiner Ehre, worauf eine Predigt über einen freien Text folgte. Ge⸗ gen 4 Uhr zogen die Sängerchöre, nach den Stim men geordnet, mit ſtarkbeſetztem Muſikchor durch die Stadt zur Sängertribüne, und ſangen daſelbſt unter dem Directorium des, von ſämmtlichen Vereinen vorher dazu gewählten, erſten Lehrers Schad aus Laubach, die eingeübten Geſänge theils aus den frankfurter Feſtgeſäͤngen, theils aus Müllers Män⸗ nerchören, theils Chöre aus Opern. Ueber 3 bis 4000 Zuhörer aus der Nähe und Ferne waren Zeugen dieſes Geſanges, der mit Inſtrumentalmu⸗