Ausgabe 
2.11.1839
 
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Entfernung von frequenten Straßen einzurichtenden, Platze zuſammengetrieben werden. Sind mehrere Ochſen vorhanden, ſo muß mit denſelben abgewechſelt werden.

15) Die Koſten für Anſchaffung und Unterhaltung des Faſſelviehes ſind, wenn nicht deren Beſtreitung aus den disponiblen Einkünften des Gemeinde-Vermögens vorgezogen wird, auf die Beſitzer des

Mutterviehes auszuſchlagen.

Wir beauftragen Sie, hiernach die Ortsvorſtände zu bedeuten und die Befolgung der obigen

Beſtimmungen gehörig zu überwachen. Darmſtadt den 2. Oktober 1839.

du Thil. Prinz.

ee.

Bekanntmachung.

Betreffend:

Das Mathildenſtift.

Dringende Vorkömmniſſe erheiſchen die Beſchleunigung der diesjährigen General-Verſammlung.

Ich habe daher dieſelbe auf Martini, Montag den 11. November, Varmittags 10 Uhr, auf dem Rath⸗ hauſe dahier beſtimmt, und lade die verehrlichen Vereinsglieder hierzu ein.

Friedberg deu 30. Oktober 1839.

Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg

als Praͤſident des Mathildenſtifts N

Höhenmeſſungen.

Wenn man an einem Fluſſe wohnt, ſo kann man ziemlich genau wiſſen, ob dieſer oder jener Ort von demſelben höher oder niedriger liegt; denn das Waſſer fließt nicht auf- ſondern abwärts. So überzeugt man ſich, daß die Stadt Mainz höher liegt, als Bingen, und Frankfurt wiederum höher als Mainz. Wandert man aber in ſeinen Geſchäften auf dem Lande von Einem Orte zum an⸗ dern, wo es denn bergauf und bergab geht, ſo iſt es ſchon ſchwerer, nach dem bloßen Augenmaaſe das Höher oder Tiefer zu beſtimmen. Um überhaupt ge⸗ nauer verfahren zu können, bedarf es guter Inſtru mente, man mag nun am Waſſer wohnen oder nicht.

Fuͤr diejenigen unſerer Leſer, welche über die Höhen verſchiedener Oerter oder Bergſpitzen unſerer Gegend eine Belehrung wünſchen, wollen wir hier einige Punkte angeben, deren Lage mit Hülfe genauer Barometer ausgemeſſen wurde.

Als tiefſter Ort erſcheint der mittlere Rheinſpie gel bei Bingen, deſſen Höhe über der Meeresfläche 253 großherzoglich heſſiſche Fuß beträgt(10 ſolcher Fuß oder 100 Zell ſind gleich 2 und einem halben franzöſiſchen Meter.) Der boͤchſte Punkt aber un⸗ ſerer ganzen Gegend iſt die Spitze des Feldberges, welche 3519 ſolcher Fuß über dem Meere(aber nicht mehr im Großherzogthume Heſſenz liegt, mit hin 3266 Fuß über den mittleren Rheinſpiegel bei Bingen ſich erhebt. Von dem mittleren Rhein ſpiegel bei Bingen bis zu dem bei Mainz iſt ein Steigen von 25 Fuß; mithin iſt letzterer 278 Fuß über der Meeresfläche. Zwiſchen Mainz und der Ueberfahrt bei Oppenheim beträgt der Unterſchied 24 Fuß und von da bis Worms 14 Fuß; dem- nach iſt der mittlere Waſſerſpiegel des Rheins bei

Worms 316 Fuß. Von dieſem ſteigt es 214 Fuß bis nach Darmſtadt, welches 530 Fuß über der Meeresfläche liegt.

Die Höhe des Melibokus beträgt 2032, die neunkircher Höhe 2339, die des Hardberges bei Oberabtſteinach 2359 Fuß. Dies iſt die höchſte Spitze in der Provinz Starkenburg. Der Katze n⸗ buckel, die höchſte Spitze des ganzen Odenwaldes, gehört zu Baden; ſeine Höhe beträgt 2475 Fuß. In der Provinz Rheinheſſen iſt die höchſte Höhe der Eichelberg bei Fürfelden; ſie mißt aber nur 1228 Fuß.

Wir kommen nun nach der Provinz Ober- heſſen und deren Nachbarſchaft. Von dem Rhein ſpiegel bei Mainz bis auf die breite Straße von Friedberg ſteigt es 377 Fuß; demnach liegt letzteres 655 Fuß über der Meeres fläche. Das iſt höher, als die Gallerie des Schloßthurmes zu Bũ⸗ dingen, welche nur auf 574 Fuß berechnet iſt. Von Friedberg bis nach Ulrichſtein ſteigt es um 1657 Fuß; denn letzteres liegt 2312 Fuß über dem Meere. So hoch iſt der Steinkopf unweit dem Winterſteine nicht ganz, ſondern hat nur 2074 Fuß, iſt aber doch um 42 Fuß höher als der Melibokus, obgleich dieſer viel bedeutender zu ſeyn ſcheint, weil er ſteil aus der Ebene aufſteigt. Die Quelle der Nidda aber liegt höher als Ulrichſtein; man rechnet ſie auf 2892 Fuß, und der Taufſtein, der höchſte Punkt des Vogels⸗ berges, iſt gar 3065 Fuß über der Meeresflaäche. Wir würden ihn für den höchſten Punkt im gan⸗ zen Großherzogthum erklaren, wenn wir eine genaue Höhenangabe von der Sackpfeife im Hinterlande hätten. Letztere ſteht dem Taufſteine auf keinen Fall viel nach, der Taufſtein aber iſt doch noch