Ausgabe 
2.2.1839
 
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Schuͤlern von der Electricität geredet, und am Schluſſe denſelben verſprochen, ihnen den folgenden Tag einen Verſuch mit der electriſchenBatterie zu machen. Einer ſeiner Zuhörer merkte ſich das, und und machte ſofort die Anzeige, Sementini wolle zeigen, wie man das Fort Sant Elmo 5) vermit⸗ telſt der Chemie erobern könne. Dies war für den Chef der Polizei hinreichender Beweis. Die Schule wurde umſtellt, und in dem Augenblick, wo der gefährliche Verſuch gemacht wurde, der Lehrer mit den Schülern verhaftet und ins Gefängniß gewor fen, die Batterie aber als corpus delicti in Be⸗ ſchlag genommen. Fünf Monate lang ſchmachteten Lehrer und Schüler im Gefängniſſe, und würden vielleicht noch viel länger geſchmachtet haben, wenn nicht die Franzoſen wieder gekommen wären, in Rückſicht deren man die Gefangenen auf freien Fuß ſetzte. Das geſchah in unſerm Jahrhundert, und liefert einen neuen Beweis, wie weit man es bringt, wenn man jedem Anklaͤger ſein Ohr leiht, ohne zu unterſuchen, ob nicht allenfalls Neid oder Bosheit oder ſonſt eine niedere Leidenſchaft ſeine Schritte leitete.

0 Es beherrſcht dieſes die Stadt Neapel.

Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden.

Für die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen:

Exempl. fl. kr.

Von Herrn Poſtſekretair Zeller in Mainz 131 2 38 Friedberg den 31. Januar 1839. g

C. Bindernagel.

Berichtigung. Die Holzverſteigerung zu Wohnbach wird nicht den 17., ſondern den 7. Februar, Vormit⸗ tags 9 Uhr, abgehalten.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

N

Edictalladung. (42) Nachdem von dem großh. heſſ. Adminiſtra⸗ tiv⸗Juſtizhofe die beantragte Trennung der ſeither zwiſchen den Orten Niederweiſel und Hauſen gemein⸗ ſchaftlichen Gemeinde-, Gemarkungs- und Vermö gens⸗Verhältniſſe genehmigt worden iſt, ſo werden alle diejenigen, welche bei der in Frage ſtehenden Theilungsmaſſe und bei ihrer Auseinanderſetzung auf irgend eine Art intereſſirt ſind, hiermit ange⸗ 1 75 in dem auf dem Rathhauſe zu Niederweiſel au Montag den 18. Febr. d. J., Vormit. 9 Uhr,

anberaumten Liquidationstermin ihre Anſprüche, oder ihr Recht des Widerſpruchs gegen die angetragene

Auseinanderſetzung, einzugeben und zu begründen, auch nach Befinden der Umſtände ſich über die Se⸗ paration und die Art derſelben zu erklären. Wer dies verſäumt, den trifft ſofort der Rechtsnachtheil des Ausſchluſſes. Friedberg den 5. Januar 1839. Der beſtellte Comiſſair und Thei⸗ lungsrichter großh. heſſ. Kreisrath b Küchler. Immobilien-Verſteigerung.

(45) Auf freiwilligen Antrag der Kinder der ver⸗

lebten Philipp Wißmath'ſchen Eheleute dahier, ſoll

deren ſämmtlicher Immobiliennachlaß erbvertheilungs⸗ halber einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Hierzu iſt Termin auf Mitt⸗ woch den 6. Febr. l. J., Morgens 9 Uhr, im hie ſigen Rathhauſe anberaumt, mit dem Bemerken, daß bei der Hofraithe nur ein Zahlungstermin, bei den Grundſtücken aber dreijährige Zahlungstermine feſtgeſetzt ſind.

Verzeichniß der Immobilien.

Eine Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Backhaus,

Hinterbau Stallung und Grund an Philipp Schmid

gelegen, giebt an Herrn von Rau 2 fl. 42 kr. und

an die Kirche 40 kr. a

Gemarkung Friedberg: Gärten.

23% 37 Ruth. in der 18. Gewann, zehntfrei, an Peter Boutemy.

12% 49 daſelbſt an Vorigem, zehntfrei.

Gemarkung Burg Friedberg.

22 67¾ Ruth. Wieſen, 2. Abtheilung, zehntfrei, im Ried an Philipp Klein, giebt zur Auguſtiner-Schule 5% kr.

26% 273 Ruth. Zwiſchen dem Riedgraben und Ohrlochsweg an Joſeph Tilger, zehntfrei.

Friedberg den 17. Januar. 1839. Der Beigeordnete Bender.

5 Gießer Viehmarkt.

(50) Der Stadt Gießen iſt höchſten Orts noch

ein Viehmarkt auf den zweiten Dienſtag vor Petri

jeden Jahrs geſtattet worden.

Die großh. Bürgermeiſter werden dienſtergebenſt erſucht, dieſes in ihren Gemeinden möglichſt zur öffentlichen Kunde zu bringen.

Gießen den 9. Januar 1839. Der großh. Buͤrgermeiſter . d

Der erſte Beigeordnete Chr. Schneider. Verſteigerung von Gebäuden auf den Abbruch. g

(68) Dienſtag den 12. Februar l. J, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe in Nidda die durch den Provinzialſtraßenbau von Nidda nach Ranſtadt in der Stadt Nidda wegfallenden drei Wohnhäuſer,

Darlehen ſolches du ncht nacht alten An vorgedacht Schuldut ten, auf hier anz flaͤrt und

Fried

Arbei! 70) 9 Uhr, ſolle zur Erdal bäuden u. und Mat nehmende Maürrera Steinhaus