Ausgabe 
27.1.1838
 
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3) Die Korreſpondenz der Behörden mit inländiſchen Privatperſonen in ſolchen Angelegenheiten, welche

lediglich das Privatintereſſe betreffen, wie z.

B. Geſuche um Begnadigung,

u. ſ. w.(was ſich wohl unter die allgemeine Rubrik Gnadenſachen ſubſummiren läßt) iſt bis auf

weitere Verfügung dem Poſtporto unterworfen, 3 Aufgabe ihrer Schreiben oder bei dem Empfang

Porto aus den Kanzleikoſten zu beſtreiten. 5

anzunehmen.

Nach vorſtehenden Normen iſt von nun an zu Ihrer eigenen Korreſpondenz das Nöthige zu

Behörden hiernach zu inſtruiren, wobei wir noch bemerken, der Addreſſe mit Dienſt⸗Sache oder Partei⸗Sache bezeichnet ſeyn muß.

Gießen am 24. Mai 1823.

was jedoch

Bei der Korreſpondenz der inländiſchen Behörden mit auswärtigen Behörden vorkommen, daß in Dienſtſachen auslandiſches Porto zu zahlen iſt, vorkommen, und daher bei einer gehörigen Aufſicht dieſe Ausgabe nur iſt, um nicht wegen dieſes einzigen Gegenſtandes

der Reſolutionen zu bezahlen iſt. kann zwar der Fall da aber dieſe Fälle nur ſelten ſehr unbedeutend ſeyn kann, ſo

weitläufige Abrechnungen pflegen zu müſſen, dieſes

Die Schreiben von auswärtigen Privatperſonen ſind von den inländiſchen Behörden nur frankirt

verfahren, und haben Sie daher ſowohl hinſichtlich

verfügen, als auch die Ihnen untergebenen Adminiſtrativ⸗

daß die Korreſpondenz der Behörden ſtets auf

von Grolman. v. Zangen.

An f t a

Wie kommt es, daß man gerade bei der grim⸗ migſten Kälte auf dem Braunkohlen-Bergwerke zu Dorheim plötzlich keine Braunkohlen mehr erhalten kann? Im Publikum gehen allerlei Sagen; es hätten ſich doch Männer, die's wiſſen müſſen, geäußert, man würde mit dem Vorrathe bis März ausreichen; es hätte aber Ein Mann allein achtzehntauſend Centner Braunkohlen auf einmal gekauft u. ſ. w. Ob das alles wahr iſt, weiß Einſender dieſes nicht; aber gut möchte es ſeyn, wenn dem Publikum die Urſachen des plötzlichen Einhaltens mitgetheilt wür⸗ den. Die Sache iſt zu wichtig, und man möchte auch nicht gerne, daß irgend Jemand in den Ver⸗ dacht käme, als wolle er aus der allgemeinen Noth Vortheil ziehen. 8

*) Auch wir ſind der Meinung, daß eine Beantwortung

obiger Frage ganz zeitgemäß ſeyn möchte 5 Die Redaction.

Zei tſſccher i fat. (Fortſetzung.)

Was in unſerer Zeitſchrift die Rubrik Land⸗ wirthſchaft betrifft, ſo wollen wir daraus zuerſt der Entſumpfung der Wieſenthäler erwähnen, die für die Landwirthſchaft von ſo großer Bedeutung iſt. Im Ganzen wurden in der Provinz Hanau nach einem uns mitgetheilten Verzeichniſſe in den letzten Jahren über 11,000. Morgen Wieſen ent ſumpft; wahrlich ein großer Gewinn für die Zu⸗ kunft! Bei uns bleibt der Art noch Vieles zu thun. Noch wichtiger iſt für die Wetterau die Regu⸗ lirung ihrer beiden Hauptflüſſe, der Nidda und Nidder, deren hier ebenfalls gedacht wird, und

Neue

wovon wir unſern Leſern mit ein Paar Worten

Nachricht geben wollen.

Die Wetterau hat ihre Hauptfruchtbarkeit in den Thälern und zunächſt an den Flüßchen, welche ſie durchſchlängeln. Es ſcheint aber, als wenn ſchon

in uralten Zeiten die Anlegung von Mühlen und Anderes an denſelben zu Streitigkeiten geführt hätte; denn ſchon im Jahre 1380 wurde von Kaiſer Wen⸗ zel für die Wetterau ein eigenes Waſſergericht!) beſtellt, das zu Dorheim unter einem beſonderen Waſſer⸗Hauptmann gehalten wurde. Im Jahre 1797 legten endlich die letzten Waſſ rhauptleute ihr Amt nieder, und von der Zeit an wurden die Klagen der Uferbewohner immer häufiger, aber immer ſchwie⸗ riger, ihnen gründlich abzuhelfen. In neueſter Zeit wurden zwar, wo dies möglich war, mehrere be deutende Durchſtiche vorgenommen, wie z. B. vor der Nidda zwiſchen Aſſenheim und Ilbenſtadt und weiter ſüdlich an einigen Orten bis nach dem frank furter Gebiete hin, auch mehrere Fluthgraben an der Nidda und Horloff errichtet; die Abhülfe war aber immer nur einſeitig und darum nicht gründlich. Endlich wurde zwiſchen den Bevollmäch⸗ tigten der beiden Staaten Kurheſſen und Großher⸗ zogthum Heſſen am 23. Sept. 1835 zu Friedberg über die Regulirung der Nidda und Nidder eine beſondere Uebereinkunft getroffen, deren Haupt⸗ punkte die genannte Zeitſchrift mittheilt, und die wir unſern Leſern auch geben wollen, weil ſie für Viele derſelben von Intereſſe ſeyn wird.

(Wegen Mangel an Raum Beſchluß im nächſten Blatte.)

) Nachrichten über dieſes Waſſergericht finden ſich in des Herrn von Cramers wetzlariſchen Nebenſtunden, Theil XXIII., S. 59 101. Dort wird auch das alte Waſſer⸗Weisthum mitgetheilt.

Kaͤlte.

Stand des Thermometers zu Friedberg: den 19. Januar Morgens 10 Grad unter Null, 5 7 8 1 5 1

2 71 7 14 1 7 7 2 7 7 12 7 1 23. 17 7 87 77 7 7 24. 7 18 77 75 0 25. 7 7 1140 77 7

Schulderlaß, Unterſtützung f

lediglich von den Intereſſenten bei der

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