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Ludwig II. Großherzog von Heſſen ꝛc, ſprach in einem herzlichen Gebete den innigen Wunſch aus, daß dieſes Feſt dazu beitragen moͤge, in den Kin— dern neuen Eifer und vermehrten Fleiß in Erfül— lung ihrer Pflichten zu erzeugen und ſie zu gewöh— nen, nur ſolche Freuden zu ſuchen, die keine Reue zurücklaſſen und keine Schande bereiten; forderte alle Anweſenden und namentlich die Kinder mit den Worten des Apoſtels Paulus auf, ſich in dem Herrn aller Wege zu freuen; wies nach, daß dieſe Auf— forderung für unſer Zeitalter keineswegs überflüſſig ſey, daß man vielmehr Urſache habe, Klage zu füh— ren über allzuhäufiges Trachten nach ſinnlichen Freu— den ꝛc., ſetzte auseinander, was ſich freuen heiße, und wie man ſich freuen und vergnügen müſſe ꝛc. ꝛc. und ſchloß damit, daß Vergnügen nicht Zweck, ſon⸗ dern Mittel zur Stärkung unſers Körpers, zur Aufheiterung unſers Gemüthes und zur Er— friſchung unſerer Seele ſeyn, und daß, ſollte dieſer Zweck nicht verfehlt werden, ſie mäßig ge— noſſen werden müßten ꝛc. Ein ergreifender Kinder⸗ und darauf ein erhebender Männergeſang folgte dieſen ſalbungsvollen Worten.
Sodann beſtieg der Vorſteher des Feſtes, Herr Lehrer Schmitt aus Aulendiebach, die Bühne und ſprach ſeine Anſicht uͤber den Zweck und die Bedeutung von Volksfeſten überhaupt und des heu⸗ tigen Jugendfeſtes insbeſondere aus; erwähnte dank⸗ bar die thätige Unterſtützung und das beifällige Entgegenkommen der betreffenden Behörden, bedauerte aber auch zugleich, daß ſo Viele, ja ſogar ſolche, welche ſich Lehrer und Freunde der Jugend nennen, ſeine guten und lautern Abſichten zu verdächtigen und die Abhaltung des Feſtes zu verhindern ſich bemühten, machte die Kinder mit der Bedeutung ihrer Fahnen bekannt, und ermahnte ſie, ſich durch Fleiß, Gehorſam, Beſcheidenheit und Sittſamkeit dieſes ihnen bereiteten Feſttags würdig zu machen ꝛc.
Wir bedauern, des beſchränkten Raumes wegen nicht mehr in das Einzelne dieſer gehaltvollen Rede eingehen zu können, und müſſen unſere Leſer auf die bald erſcheinende Brochüre verweiſen, welche zum Beßten des Kinderfeſtes gedruckt und um den Sub⸗ ſcriptionspreis von 12 kr. abgegeben werden ſoll. Der beliebte Nationalgeſang„Heil unſerm Fürſten, Heil,“ welcher von dem größten Theil der verſam⸗ melten Menge in herrlichem Einklange geſungen
wurde, mehrere Geſaͤnge aus Rektor Müllers zweckmäßigen Sammlungen, von beiden Chören gut ausgeführt, ſchloſſen ſich dieſen Reden an. Alsdann ordnete der Vorſteher des Feſtes Spiele an, welche aus ſeinem Jugendfreunde“) entlehnt waren. Es gewährte dem Kinderfreunde unausſprechliche Wonne, wahrzunehmen, wie ſich Alle an denſelben ergötzten, wie Freude und Vergnügen aus aller Augen ſtrahlte. Schade, daß derſelben ſo wenige ausgeführt werden konnten. Bei dem Rufe„Raſt“ verbreitete ſich, all— gemeiner Jubel. Die ganze Schaar ließ ſich nun auf den Raſen nieder. Wecke und Kaffee wurden herbei gebracht und den Sitzenden durch die größe— ren Mädchen aufgewartet. Auch der größere Theil der Zuſchauer benutzte die Zwiſchenzeit, ſich ein wenig durch Speiſe und Trank zu erquicken. Die hierzu getroffenen Vorrichtungen waren ziemlich gut zu nennen. Gelabt erhoben ſich endlich die Kinder und bildeten nun verſchiedene Gruppenz die eine ſetzte ihre erheiternde Spiele fort, die andere ſtimmte von Neuem fröhliche Geſänge an; kleinere Häuflein unter— hielten ſich untereinander mit ihren anweſenden Eltern und Geſchwiſtern ꝛc.; kurz, es herrſchte allge— meine Heiterkeit und Frohſinn und Luſt. Mit heran— nähernder Abenddämmerung ſah man eine Schule nach der andern wohlgemuth ihren Rückweg wieder antreten, und es verlor ſich nach und nach die ganze zahlreiche Verſammlung, in der wir über eine Stunde lang die gräflichen Familien von Laubach, Orten⸗ berg und Büdingen erblickten und der vielen Honoratioren von Ortenberg und Büdingen, einige Geiſtliche aus der Umgegend ꝛc. vom Anfang bis zu Ende beiwohnten, und ſo endete ein Feſt, das den Kindern unvergeßlich und den theilnehmen— den Freunden, Eltern und Geſchwiſtern gewiß in angenehmer Erinnerung verbleiben wird.
Wir können ſchließlich nicht umhin, bei dieſer Gelegenheit den innigſten Wunſch auszudrücken, daß Feſte ähnlicher Art recht oft gefeiert und daß, was damit noch zuſammenhängt, nützliche und zugleich Vergnügen gewährende Jugendſpiele veranſtaltet, und den für das phyſiſche, geiſtige und mora— liſche Wohl ſo heilſamen körperlichen Uebungen *) Eine Sammlung von 100 der auserleſenſten Spiele
zur Kräftigung und Erheiterung des Körpers und des
Geiſtes. Wiesbaden, 1837. Geb. 1 fl. 30 kr. Vor
räthig bei C. Binder nagel.


