Ausgabe 
21.7.1838
 
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fuͤhrer einzuliefern, welche beide den Geſammtbetrag ſeiner Karten jedem Einleger in ein gedrucktes Ein⸗ lagebüchelchen gut ſchreiben.

Rückzahlungen, welche unter den bei dem Ma⸗ thildenſtifte angenommenen Beſtimmungen jeder Zeit ſtatt haben können, müſſen ebenfalls in dieſe Ein lagebüchelchen eingetragen werden.

Die nicht zurückgezahllen Einlagen werden ſämmt⸗ lich bei dem Mathildenſtift auf den Namen der roͤdelheimer Sparanſtalt für wöchentliche Einlagen angelegt und nur gegen Unterſchrift von mindeſtens zweien der drei Vorſtandsmitglieder Rückzahlungen von der Mathildenſtiftskaſſe geleiſtet. Die vom Mathildenſtift ausgefertigten Einlagebücher hat der Controleur in Gewahrſam.

Zinſen giebt die Anſtalt während des Erhebungs⸗ jahrs den Einlegern nicht; was dieſelben jedoch den 31. Dez. jeden Jahres gut haben, wird ihnen nach den Beſtimmungen des Mathildenſtifts zu pCt. baar verzinß't.

Der wohlthätige Erfolg dieſer für die Einleger wie für die Verwaltung gleichgemächlichen Anſtalt geht aus nachſtehender Ueberſicht der, nach 14tägiger Auflage der Einlegerliſte auf der Bürgermeiſterei, vom hieſigen Landgericht abgehörten Rechnung bis zum 31. Dezember 1837 hervor.

Es zahlten ein 174 Einleger: be vom 1. Juli 1835 bis Ende 4835 469 36

im Jahre 1836 1790 21 im Jahre 1837 3787 10 6047 7 Zurückbezahlt wurde in Allem fl. 2874 46. Beim Mathildenſtift angelegt 2807 18. Blieben wegen angekündigter Rückzahlungen in Kaſſe 365 3.

917 7 Kommt ſomit die Summe der Rückzahlungen der

Summe der Erſparniſſe zwar faſt gleich und uͤber⸗ ſteigt dieſelbe gar noch, ſo erſcheint die Anſtalt darum nicht minder wohlthatig: daß ſie auch Hausmüttern Gelegenheit bietet, ſich kleinere und größere Sum⸗ men für Anſchaffungen, Hausvätern für Holz und andere Bedürfniſſe, Kapitalzinſen, Hausmiethe und ſelbſt Kapitalabtragungen aufzuſammeln. Schon wird es Hypothekſchuldnern von zweideutiger Pünkt⸗ lichkeit im Zinſenzahlen von den Darleihern zur

Bedingung gemacht, ihre Miethsleute verpflichten zu laſſen, den Hauszins an die Sparkaſſe zu be⸗ zahlen, aus welcher ſie alsdann ihre Hypothekzinſen regelmäßig beziehen können.

Die Errichtung und Verwaltung ſolcher An⸗ ſtalten iſt mit ſo geringen Schwierigkeiten verbunden und ſo gemächlich für die Einleger, daß dieſelbe gewiß an allen vom Sitze der Mathildenſtiftskaſſe entfernten Orten bereitwillige Theilnahme finden dürfte wie es ſich ſchon zu Ilbenſtadt gezeigt hat. Die ſegensreiche Wirkſamkeit des Mathildenſtifts würde dadurch erſt ganz allgemein daſſelbe allen Kreis⸗ bewohnern gleichnahe gebracht und für jede kleinſte Sparſumme zugänglich werden.

Weibliche Groͤße. (Fortſetzung.)

Eine der ſchönſten Epiſoden in dem Leben des ehrwürdigen Oberlin bilden die Nachrichten über das Wirken der edeln Louiſe Scheppler. Wir wollen unſern Frauen und Jungfrauen Einiges mit⸗ theilen, was ſie uns näher kennen lehren und ver⸗ ehrungswerth machen wird.

Eine junge Bäuerinn aus dem Steinthale wurde in einem Alter von kaum fünfzehn Jahren ſo ergriffen von den Tugenden des gottesfürchtigen Mannes, daß ſie, obgleich im Beſitze eines kleinen Vermögens, ihn bat, in ſeine Dienſte treten und an den Werken der Liebe Theil nehmen zu dürfen. Von jetzt an verließ ſie ihn nicht mehr. Mit dem Ruhme des Mannes verbreitete ſich nach und nach auch der Ruhm der ſtillen Tugenden dieſes ſeltenen Frauen⸗ zimmers. Louiſe Scheppler iſt ihr Name. Ohne Lohn dienend wurde ſie ſein Beiſtand, ſein Bote, ſein Engel in den Hütten der Armen. Dahin brachte ſie jegliche Art von Troſt. Man denke ſich eine einfache Bäuerinn in ihrem Aeußeren, mit einem fein gebil⸗ deten Verſtande, mit einem Herzen voll des ächten, thätigen Chriſtenthums, und man hat ſie vor ſich. Da ſie ſich überzeugt hatte, wie ſchwer es fur die armen Landbewohner ſeyn müſſe, zu gleicher Zeit ihren harten Geſchäften nachzugehen und für das Wohl ihrer unmündigen Kinder Sorge zu tragen, ſo ſuchte ſie in den Dörfern geräumige Lokale zu erhalten, in welchen die Kinder vom zärteſten Alter ſich verſammelten in der Zeit, da die Eltern