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Weizengärtner, als geſchickte Weingartner zu er⸗ ziehen.— Aber wenn auch er Dich entſchuldigt, ſo mußt Du doch immerhin die nachtheiligen Folgen Deiner falſchen Wahl, Deines unzeitigen und un⸗ lokalen Schnittes, kurz Deiner ganzen fehlerhaften Behandlungsweiſe in ihren Wirkungen erfahren. Dies und die Liebe zu meinem Landsmann iſt es, was mich bewegt— Dir hier Einiges in Deiner gewohnten Pflegeweiſe auszuſtreichen. Ich will Dich nämlich nur darauf aufmerkſam machen— wie Du Deinen Pflegling nicht behandeln darfſt. Das Behandeln ſelbſt, das zweckmäßigere, als Dein bisheriges geweſen— denke ich, ſollteſt Du dann bei einigem Nachdenken und der nöthigen Aufmerk— ſamkeit im weiteren Umgange mit ihm von ſelbſt lernen. So höre denn!“—
1) Du meinſt zu Deinem Setzlinge eine Nebe nehmen zu müſſen, welche ſchon Wurzeln geſchlagen hat, und ziehſt gewöhnlich ſolchen Wild- und Schmächt⸗ ling jeder andern Rebe vor. Da irrſt Du in der Wahl. Der Weinſtock iſt wie eine Quecke, und darf in der Eigenſchaft des Wurzelſchlagens der Weide an die Seite geſetzt werden, von der Du weißt, daß ein abgeſchnittener Aſt, in den Boden geſenkt, recht gut ſich ausbildet zu einem Weidenbaume.— Was Du der mütterlichen Erde anvertrauſt, iſt gewöhn— lich ein faſeriger Wurzelſchoſſe, ein Sproͤßling aus den tiefern, unterirdiſchen Stellen des alten Stockes — eine ſogenannte wilde Rebe— mager und elend am Mark des Lebens und nicht vermögend, weder was Gutes zu werden, noch etwas Erſpriesliches zu erzeugen.— Geſetzt iſt das Ding nur, um wur⸗ zelnd zu wuchern und wuchernd zu verderben. In ſeinem ganzen Leben ſind Laub und wildes Holz⸗ werk die reichſten und ſchöͤnſten Gaben. Du beſitzeſt alſo an ihm weiter nichts, als einen kränklichen, undankbaren, nie zu entwildernden Sohn.—
2) Diſu vergißt zuweilen das Zuſchneiden oder vielmehr das Ausſchneiden der unnützen Rebenhölzer oder das Ausbrechen der unberufenen Sommerladen oder läßt wenigſtens, wenn dies nicht iſt, zu viel Holz ſtehen.— Das iſt ein großer Fehler, welcher ſchwer geahndet wird. Denn die gütige Mutter Natur ſorgt immer bis zum Ueberfluß, und überläßt ihren Kindern, vorzüglich dem Menſchen— das Mindern.— Für die zahmen Pflanzen, welche zu unſern Zwecken abgeändert ſind, haben wir die Pflicht übernommen. Eiue Vernachläſſigung derſelben hat zur Folge, daß die Pflanze entweder verwildert und mehr Holz als Frucht treibt, oder kränkelt und ſtirbt. Du ſiehſt bei dem Weinſtocke in der Fülle ſeiner Jugendkraft gewöhnlich das erſte, in ſeinem Mannes— alter, in dem Du Trauben leſen willſt, das letzte. Eine vernünftige Sonderung des nöthigen und des unnützigen Holzes iſt an jedem Frühling und den ganzen Vorſommer hindurch unerläßlich noͤthig. Das halte ich Dir aber nicht für gut, daß Du die
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Zahl der Neben nicht minderſt, ſondern alle nur verkürzeſt. Du ſollteſt lieber die ſchlechteren, ganz glatt am Schenkel(Stocke) weg, abſchneiden und die beſſern nur um einige Augen verkürzen. Du be— kommſt ſicher mehr Frucht, verhinderſt die zu große Vertheilung des Saftes, und bildeſt Dir, daß Du denſelben nur in einzelne Theile hinleiteſt, ſtärkere Reben und vollkommnere Traubeu.
Alſo wenige Hölzer ſey Deine Regel, aber ſtarkes Holz Dein Ziel, und Du wirſt jene, lebens- länglich unnütze, müßige Freſſer, welche dem Mutter— ſtamme mit der Milch auch zugleich das Mark aus— ſaugen, nicht erziehen.—
3) Du leiteſt die Reben an Aepfel-, Birn- oder Zwetſchenbäumen hinan, oder bindeſt ſie an Pfählen oder Spalieren kreuz und quer übereinander. Das taugt nicht. Der Weinſtock muß Luft und Licht haben, ſonſt gedeiht er nicht.— Du meinſt es frei⸗ lich gut mit ihm und gibſt dem Lahmen den Geſun— den zur Stütze. Bedenke aber dabei, daß der Wein— ſtock ein Kind der wärmeren Zone iſt und nicht begehrt, ſich abzukühlen unter dem Fittige eines ſei— ner noͤrdlichen Brüder. Schau' hin und erwaͤg den Werth ihrer Geſelligkeit! Der Eine grämt ſich zu Tode, daß er zu dem niedrigen Dienſte eines Laſt— trägers verurtheilt iſt— der Andere, Dein Reben— ſtock, begehrt ſehnſüchtig nach der Königin ſeines Odems, ſtreckt das magere Hälschen, das blaſſe Geſichtchen, die ſchwachen Aermlein aus den engen Fenſtern ſeines dumpfen Kerkers ihr entgegen und ſchnappt nach Licht und Leben.—
Darum vergeſſe bei deinem Leiten und Binden nimmer, daß unmittelbare Einwirkung der Sonnen— ſtrahlen auf die einzelnen Theile eine der folgenreich— ſten Hauptſachen iſt.
Die vierte Sünde mit ihren Schweſtern, welche Du noch an meinem Liebling begehſt, ſollſt Du, wenn Du Wißbegierde dafür haſt, erfahren, ſobald der Holde aus ſeinem ſanften Winterſchlafe, den er eben ſchlummert, erwacht iſt.)
Nimm einſtweilen vorlieb mit dieſem, und mache es wie ich, der ſich nach der beſonnenen Prüfung das Beßte ins Gedaͤchtniß ſchreibt, um es gehörigen
Orts anwenden zu können.— Ss. *) Möge uns der Herr Verf. recht bald damit beſchenken. D. Red. Aufforderung.
Der Perfaſſer des in das Schluͤſſelloch meiner Hausthüre geſteckten Artikelchens wolle mir erſt ſei— nen Namen nennen, bevor ich es„vor die Bekannt— machungen, wo es unentgeldlich geſchieht“ einrücke. Carl Bindernagel.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
Spiritus⸗Apparat⸗ und Haus⸗Verkauf. (191) Die Spiritus⸗Fabrik des Jean Foucar da⸗


