tmeiſter dahier, ach verſtorbeng
nian Kal Jungfrau Elis el, led. Tochtet. ders zu Jugen au, edel. Tochter
geb. d. 24. Ju Anna Mari.
geb. d. 19. Jil. geb. d. 17. Jul. geb. d. 29. Jul. den 5. Auguf, 8. d. 28. Jul zehn, Friedrich
und Oekonomer Auguſt.
August Mengl Ichach eheliche Mengel hint;
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37.
g Intelligenzblatt
für die
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Mberhessen
im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
Der Samstagabend.
„Wenn man die Woche hindurch ſeine Pflichten getreulich erfüllt und ſeine Geſchäfte beendigt hat, dann kann man wohl auch am Samstag gegen Abend hin ſein Gänglein machen in der freien Natur. Sie
iſt zwar immer ſchön und jugendlich, und gewährt
dem, der Neigung zu ihr hat, manchfache lautere
Genuͤſſe; aber demjenigen, der ſich bewußt iſt, daß
et nicht ganz als unnützes Glied der menſchlichen Geſellſchaft ſeine Tage verlebt, ſondern wirkt, wo
er zu wirken vermag, iſt ſie doch noch viel ſchöner. Wohin ſein Blick ſich richtet, findet er Neues und Einladendes, die Pflanzen in den Gärten, die Bäume,
die Lieblinge deſſen, der ſie einſt ſetzte, die Blumen
an den Rainen; und gelangt er zur Anhöhe, ſo ſieht
er, ſo weit ſein Auge reicht, das Wogen der Früchte,
die den Fleiß des Bebauers lohnen, und rechts und
links iſt alles thätig und geſchäftig. Die Sonne hat endlich ihr Tagewerk auch beendigt und neigt ſich nach dem weſtlichen Gebirge hin. Sie ſtrahlt uns noch einmal entgegen, und taucht dann unter, um am frühen Morgen ihre Bahn von Neuem zu beginnen. Nun wird's ſtille um uns her; alles iſt in feierlicher Ruhe, als wenn's wartete auf das, was da kommen ſoll. Und es täuſcht nicht, denn von dem nahen Dörfchen her ertönt die Abendglocke, als wenn ſie uns zurufen wollte, die Hände zu fal⸗ ten und dankenden Herzens empor zu blicken zum großen Geber alles Guten.— Kaum hat hier das Glöckchen geendigt, ſo loͤſt ein anderes vom Nach⸗
bardorfe ab, und mit ihm beginnt das Abend⸗Feſt⸗
geläute von dem größeren Orte herüber, der auf
Sonnabend, den 15. September
1833.
der anderen Seite der Anhöhe liegt. Es iſt doch ein ſchönes Ding um dieſe Abendglocken, die in ihrem Dreiklange den Sonntag einweihen, hier ſteht man im großen Tempel, und unwillkührlich erhebt ſich auch der Arbeiter, der des Tages Laſt und Hitze genugſam getragen hat, und betet ſeinen Abendſegen. Morgen zieht er ſein Sonntags Gewand an, und ruht von ſeiner Arbeit, und beſucht dann den Gottes⸗ dienſt, um für die ganze Woche ſein Herz zu ſtär⸗ ken und fromme Vorſaͤtze zu faſſen.
Wir wünſchen nicht, daß die ſchöne Sitte, am Sonnabend den Sonntag anzuläuten, eine Sitte, die wir von unſern Väten ererbt haben, je abkommen, möchte; im Gegentheil möchten wir ſie da eingefuͤhrt ſehen, wo ſie noch nicht iſt. So wird in unſerm Friedberg zwar jeder Abend angeläutet, und vor jedem Feſte kann man ſein ſchönes harmoniſches Ge⸗ laute weithin vernehmen. Warum aber hat es das Samstags ⸗Abendgeläute nicht? Wir ſind überzeugt, daß die Einführung deſſelben weder koſtſpielig noch mit großen Schwierigkeiten verbun⸗ den, wohl aber gar Manchem erwünſcht und ange⸗ nehm ſeyn wird. Es beſchließt doch die Wochen— arbeit gar würdig, und gewiß geht ſich's auch un⸗ ter oder nach demſelben viel ruhiger und herzlicher nach Hauſe.
Vandalismus.
Die Vandalen waren ein wildes Volk, das unter ſeinem König Gänſerich aus Afrika herüber nach Rom kam, Alles mit Feuer und Schwerdt ver⸗ wuͤſtete, und eine Menge der ſchönſten Kunſtwerke


