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Begriff machen, wie arm die Leute(die Auswande— rer nämlich) hierher kommen. Sie haben alle die Idee, wenn ſie nur hier wären, bräuchten ſie kein Geld, wenn ſie nur ſoviel haben, daß ſie uͤbers Waſſer können, dann glauben ſie, es wäre genug. Dem iſt aber nicht ſo. Auch der fleißigſte und geſchick— teſte Arbeiter fand dieſen Sommer hier keine Arbeit. Und wenn in Neu-York nichts zu thun iſt, dann iſt es in den andern Städten auch ſchlecht. An dem Hafen, wo die Schiffe ankommen, war ein wahres Elend. Da lagen die Leute unter freiem Himmel, bei Regen und Sturm. In den Gaſthäuſern koſtet es gleich ein ungeheueres Geld, und Geld iſt das Wenigſte, was ſie haben. Gewöhnlich bereuen ſie es dann ſchon; denn in ihren Hoffnungen von die⸗ ſem Lande finden ſie ſich getäuſcht. Wer dagegen nur ſo viel hat, daß er weiter gehen und ſich Land ankaufen kann, der iſt geborgen“ u. ſ. w.
Wir fügen dem noch hinzu, daß, wenn er dort nicht ganz beſonders fleißig und thätig iſt und ſeine Augen überall hat, er's dort eben ſo wenig zu etwas bringen wird, wie hier bei uns. Denn auf der Straße findet ſich das Gold und Silber nicht, ſon— dern es wird erworben durch Thätigkeit und Ord— nung oder gewonnen von dem Boden, der aber auch nichts von ſelbſt trägt, ſondern bebaut und beſtellt ſeyn will.
Miszellen. 1) Verdienſtzeichen. Sie werden in der Welt von jeher verſchieden getragen— von Einigen auf dem Kleide, von Andern unter dem Kleide. Am Beßten iſts immer wenn das Aeußere der Abſtrahl des Inneren iſt.
Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Frucht- Verſteigerung.
(531) Montag deu 14. d, M., Nachmittags 2 Uhr, ſollen von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armenfonds 50 bis 60 Malter Korn in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Friedberg den 8. Mai 1838.
Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger⸗Aufforderung⸗ (402) Heinrich Heppner II. von Stammheim beabſichtigt mit Familie nach Eichen auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo⸗ naten bei großh. Landgericht Groskarben anzumelden,
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gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 3. April 1838. N Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Verhinderung: Dr. Cameſasca. Frucht-Verſteigerung. (454) Donnerſtag den 17. Mai d. J., des Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden von den vorigjährigen hieſigen Domanialfrüchten 117 Malter Korn,
25 ä Waizen, 5ͤ ù. Seite und 3 Dar
unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim den 24. April 1838. Herzoglich naſſauiſche Receptur Hehner.
Edi et za bh a du ng; (456) Ausweislich des Hypothekenbuches der Ge— meinde Niedermoͤrlen entliehen Peter Eckmeier und Ehefrau daſelbſt unter Verpfändung ihrer Hofraithe und eines Ackers, ein Kapital von 400 fl. bei Ja⸗ cob Rübſamen, ledig zu Butzbach. Es wird behauptet und iſt wahrſcheinlich, daß dieſe Hypothek ſchon längſt abgetragen worden; da ſie aber zur Löſchung nicht mehr beigebracht werden kann, ſo werden alle, welche darauf und aus jener Verpfändung Anſprüche bilden wollen, andurch aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt die ge— dachte Schuldurkunde für mortiſteirt erklärt und der Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht wer— den wird. Friedberg den 11. April 1838. Großh. heſſiſches Landgericht Hofmann. Af ff orden g.
(457) Am 6. Februar d. J. iſt die Wittib des
gräflichen Hofgärtners Wilhelm Zentgräf von
hier, Helene, geborne Pfeiffer aus Freiburg, ohne Leibeserben mit Hinterlaſſung eines gerichtlich deponirten Teſtaments verſtorben.
Da ihre Inteſtaterben auf dem gewöhnlichen Weg nicht zu ermitteln ſind, ſo werden dieſe, ſo wie alle, welche Rechtsanſprüche aus irgend einem Rechtsgrund an den Nachlaß der Wittib Zentgräf zu machen haben, hierdurch aufgefordert, ſich um ſogewiſſer
Freitag den 1. Juni, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, be— ziehungsweiſe ihre Anſprüche geltend zu machen, und der Teſtaments-Exöffnung beizuwohnen, als ſonſten darnach dieſes Teſtament eröffnet und nach
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