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kommen, wurde der Sarg in die offene Gruft geſtellt. Um ſie herum ſtanden die Schulkinder, 15 Lehrer aus der nahen Umgebung und eine zahlreiche Ge— meinde trauernd. An dem ſtumpfen Schluchzen der Schüler des Heim gegangenen, dem thränenvollen Blicke der Erwachſenen konnte man deutlich ſehen, daß hier die Ueberreſte eines Mannes dem Schooſe der Erde übergeben würden, der den Umſtehenden durch ſein Leben, Wirken, Streben theuer geworden, deſſen Verluſt ihnen ſchmerzlich war.— Nach beendigtem Trauergeſang hielt Herr Pfarrvikar Rahn eine angemeſſene herzliche Rede, die den Entſchlafe⸗ nen als einen trefflichen Menſchen, als einen treuen, mit Liebe und Sanftmuth wirkenden Lehrer und als.
einen mit inniger Freude ſorgenden Vater ſchilderte
Nach der Ertheilung des Segens beſtreuten die Kin⸗ der den Sarg ihres geliebten Lehrers mit Blumen. Zum Schluſſe des traurigen Aktes ſangen die anwe⸗ ſenden Lehrer die vierſtimmige Arie von Graun: „Auferſteh'n“ ꝛc.
Das äußere Leben des Vollendeten war, wie man aus dieſen wenigen Angaben ſieht, ein einfa⸗ ches. Deuten wir noch einige Züge aus dem innern Leben an. Es beſtand aus einem ſittlich ſchönen Gemüthe, aus einem Streben nach der Erkenntniß der Wahrheit und aus einem Herzen voll Liebe. Nicht allen, die ihn perſönlich kannten, ſchloß ſich ſein ſchüchternes Gemüth auf; beſtändig war es aber dem Guten, dem Edlen, dem Schönen zugewandt. Das Bewußtſeyn ſeiner reinen Beweggründe bei allen ſeinen Handlungen bewahrte ihm einen reichen Schatz von innerem Frieden.—
Seine Ueberzeugungen ſprach er, aufgefordert, unverhohlen, doch beſcheiden aus, drang ſie aber Kei⸗ nem auf, ſondern achtete auch ſeine Gegner, durch deren Anſichten er die ſeinige zu berichtigen ſuchte. Sein frommer Sinn fühlte ſich beſonders von den heiligſten und wichtigſten Wahrheiten der Menſchen — den religiöſen— angezogen. Seine Glaubens⸗ grundſätze waren durch Prüfung geläutert. Das myſtiſche und pietiſtiſche Unweſen, das nicht ſelten Handlungen birgt, die das Tageslicht ſcheuen müſ⸗ ſen, konnte er nicht leiden. Ein Dämmerling paßt den Glauben ſeinem Leben an; er aber lebte ſei⸗ nes Glaubens. In ſeinem Wirkungskreiſe trug er auf ſolche Weiſe ganz geräuſchlos, aber gewiß er⸗
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folgreich bei, daß ſeine Schule eine Pflanzſtütte wah⸗ rer Gottes furcht wurde. a f
Sein Herz war edel und warm; Keinen unter dem Monde, auch den nicht, der ihn beleidigt hatte, ſchloß es aus. Inniges Mitleid hatte er mit den Menſchen, die des Laſters breite Straße wandelten. Er konnte ſie deßhalb auch nicht verachten, nicht haſſen. Wer ſein Gemüth nicht kannte, wer ſein Ringen nach Licht und Klarheit nicht gewahrte, wer nur die liebevolle Ader ſeines Herzens entdeckte,— der mußte ihn ehren, lieben. Wir haben an ihm keinen Stern erſter Größe verloren, aber „Wir haben einen guten Mann begraben, und
das iſt noch mehr!“
Kaſſe fuͤr taubſtumme Konfirmanden.
Für die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taub ſtumme Konfirmanden gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: Von Exempl. fl. kr. Ihrer Königlichen Hoheit der durch⸗
lauchtigſten Prinzeſſin Karl von
Heſſen und bei Rhein u. ſ. w. 1 8 45 Herrn Bürgermſtr. Keller in Oſſenheim 2— 24 „„ Bajus in Oberau 1— 12
„ Pfarrer Scharmann ,,„ 1— 12 „„ Koöhler in Altenſtadt 5 3 1 12 „ Dbberfinanzrath Reuß in Salzhauſen 10. 2— „ Pfarrer Berthes in Holzhauſen 58 Neeb in Alsfeld 6 2 26
Poſtverwalter i (Von den Beamten des Landgerichts daſelbſt für 3 Exempl. 1 fl. 50.)
Poſtverwalter Itzſtein in Battenberg Poſtverwalter Schaaf in Romrod pfarrer Textor in Steinfurth Präceptor Müller daher
„ Müller Schudt daher
Pfarrer Bender in Bonſtadt
„ Pfarrer Hofmann in Beyenheim
„ Bürgermſtr. Holtzmann in petterweil
2 Reuter in Hochweiſel Dekan Hauck in Ockſtadt Pfarrer Maaß in Vilbel Bürgrmſtr. Feuerbach in Oberwöllſtadt Renkmſtr. Bernhard in Ilbenſtadt Bürgermſtr. Werner in Fauerbach I.
95 Nicolai in Obermörlen Schullehrer Frees in Oſtheim Poſtverwalter Albrecht in Büdingen 1 Bürgermſtr. Geibel in Bönſtadt „ Pfarrer Wendeberg in Höchſt Bürgermſtr. Schmidt daher 15„ Rupp in Obererlenbach Hauptmann Freiherrn v. Rau zu Hanau „ Bürgermſtr. Wieſenbach in Buͤdesheim 15. Hörle in Kaichen 5 arrer Fertſch in Burggräfenrod Durch Herrn Pfarrer Bornagius in Aſſenheim
von einem unbekannten edlen Men⸗ ſchenfreunde Friedberg den 9. Auguſt 1838.
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