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Intelligenzblatt
für die
Mberhes sen
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
Sonnabend den 10. November
1838.
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Mathildenſtift.
Die Generalverſammlung des Mathildenſtifts wird ſtatutengemäß Samſtag den 17. d. M., Vormit⸗
tags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier ſtatthaben.
Die verehrlichen Mitglieder luder hierzu ein Friedberg den 7
„November 1838. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg als
Praͤſident des Mathildenſtifts. Küchler.
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Alterthümer in Friedberg.
Wir haben früher(Nr. 28 und 30 des Int. Bl. won 1835) unſere Leſer auf Mehreres aufmerkſam gemacht, was ſich in jüngſter Zeit Intereſſantes aus dem Alterthume in unſerm Städtchen gefunden, und ihnen daraus den Beweis geliefert, daß das— ſelbe nicht nur während des ganzen Mittelalters, ſondern auch ſchon früher und zwar von den Rö⸗ mern bewohnt wurde. Seit dieſer Zeit wurde vieder Manches zu Tage gefördert, was einer Be— achtung nicht unwerth ſeyn möchte. Wir wollen varum unſern Leſern heute in der Kürze noch einige Zugaben weiter liefern; vielleicht ſind ſie auch für vieſen und jenen, der entfernter von uns wohnt, zicht ganz ohne Intereſſe. Machen wir den Anfang mit demjenigen, was unbezweifelt römiſchen Urſprungs ſb. 5
Gleich hinter der Burg fanden ſich ſeitdem ei—
nige Reſte alter Gefäße von lemniſcher Erde(terra sigillata); an einem derſelben zeigte ſich ein Stem⸗ pel, welcher den abbreviirten Namen des Verfer⸗ tigers trägt, MONT(Montanus). Ein anderes hat mehrere Darſtellungen von einem Gladiator⸗ Kampfe, z. B. Männer mit Schild und Dolch be⸗ waffnet, einen Mann, der mit dem Speer einen Panther durchbohrt ꝛc. Ferner fand man beim Graben eines Kellers unter einer in der Stadt ſtehenden Scheune den Reſt eines ſolchen Gefäßes mit dem Stempel NASS80 F.— Als im Jahr 1836 das Fundament zum neuen Schulhauſe nächſt dem Schullehrerſeminare gelegt wurde, kam ein an⸗ deres zu Tag; doch ſind die Buchſtaben an demſelben nicht ſo leicht zu leſen, und ſcheinen galliſchen Ur⸗ ſprungs zu ſeyn. Dabei fand ſich auch der untere Theil eines großen zweihändigen Gefäßes, einer ſ. g. Amphora. Ganz ſüdlich der Stadt unweit


