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als Gift, und zerſtören Ihnen den Magen und die Eingeweide. Die Pillen müſſen nüchtern genommen werden. Gleich darauf müſſen Sie ſich ſtarke Be⸗ wegung machen, damit die Pillen ſich nicht im Magen feſtſetzen, und wird das Beßte ſeyn, wenn Sie in einem Schubkarren zwei Centnerſteine aus der Steingrube holen. Hierauf dürfen Sie eine Taſſe Kaffee trinken, und ein Weißbrod dazu eſſen; weiter den Vormittag ums Leben nichts. Des Mit⸗ tags eſſen Sie einen Teller Suppe, Einen Teller Gemüſe und Ein kleines Stückchen Fleiſch. Der Nachmittagsſchlaf muß wegfallen. Bevor Sie um 5 Uhr die zweite Portion Pillen genommen haben, dürfen Sie gar nichts eſſen. Nach den Pillen müſſen Sie zu Fuß an den Pfaffenbrunnen(der lag eine gute halbe Stunde von der Stadt) und dort an der Quelle ein friſches Glas Waſſer trinken. Nach der Zurückkunft dürfen Sie eine Suppe nehmen und ein Stück Butterbrod eſſen— weiter den ganzen Abend nichts.“
Aber wann darf ich denn wohl meinen Wein trinken, und ſoll ich denn das Liqueurchen vor oder nach dem Eſſen nehmen? fragte der Herr, und ge— dachte auch noch ſeufzend der Kuchen.
„Jeder Tropfen Wein und jeder Tropfen Schnaps iſt Gift bei dieſer Arznei,“ erklärte der Arzt ſehr beſtimmt,„und die Kuchen ſind, wie Baldinger geſagt hat, Leichendeckel für Sie.“
Das war für unſern Herrn eine ſauere Kur. Indeſſen was thut man nicht alles um das liebe Leben? Der Herr unterwarf ſich den ſchrecklichen Vorſchriften, und aus Furcht vor dem nahen Tode verſprach er bei ſeiner Ehre, ſie genau zu befolgen.
Nun gieng aber erſt das Elend an; das war ein Krächzen des Morgens bei ſo frühem Aufſteigen, und ein Jammern beim Fortſchieben der furchtbar⸗ ſchweren Steine, und ein Seufzen bei der ſchmalen Mittagskoſt! Die erſte Woche war die ſchrecklichſte ſeines Lebens. Indeſſen gieng ſie doch herum. Die zweite Schachtel Pillen wurde geholt; die zweite mühſelige Woche fieng an; als ſie aber geendigt war, giengs mit dem frühen Aufſteigen und Stein⸗ holen und Waſſertrinken an der Quelle ſchon etwas leichter, und in der dritten Woche war's noch leichter.
Als der Herr endlich ſechs Wochen ohne Auf— hören gearbeitet und Pillen geſchluckt hatte, da be— merkte der Arzt zu ſeinem Erſtaunen, daß ſein Pa— tient ganz geſund war, einen Appetit hatte, wie ein Dreſcher, und ein Ausſehen, wie ein Juͤngling von fünf und zwanzig Jahren. Voll Dankbarkeit und Rührung fiel er dem Arzt um den Hals, und er— kannte in ihm ſeinen Retter.
„Jetzt iſt die größte Gefahr vorüber,“ erklärte der Arzt.„Damit ſie aber nicht wieder kommt, müſſen Sie morgens um 5 Uhr Ihre Pillen fort— nehmen. Die neuen können Sie ſich aber künftig ſelbſt in Ihrer Hausapotheke nach meiner Angabe
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verfertigen. Statt des Steinholens wird's genuͤgen, daß Sie ſich ſonſt eine Arbeit in Ihrem ſchönen Garten machen. Das Waſſer müſſen Sie aber, ſo leid es mir thut, da es gerade in die Kartenzeit fallt, fort gebrauchen, und zwar, wie bisher, an Ort und Stelle trinken.“
Bei dieſer Lebensart, die der Herr nach und nach immer lieber bekam, fand er ſich vortrefflich; er lebte noch zwanzig Jahre und konnte nicht auf— hören, jene vortrefflichen Pillen zu rühmen. Was er früher für koſtbare Speiſen und fremde Weine gebraucht hatte, konnte er jetzt für andere Gegen⸗ ſtände verwenden, und er that's zu einem ſehr edlen Zwecke; er ließ auf ſeine Koſten ein Arbeitshaus bauen.
Sollte Einer der Leſer das Recept zu den guten Pillen wünſchen, ſo wende er ſich gefaͤlligſt an die Redaction des Intelligenzblattes, die ihm mit Ver⸗ gnügen und zwar unentgeltlich damit dienen wird.
Empfohlenes Buch.
Bei der großen Maſſe von Büchern, die alljähr⸗ lich herauskommt, wird es immer ſchwerer, das gute von dem ſchlechten oder wenigſtens das aus⸗ gezeichnete vor dem Mittelgut zu finden. Um ſo mehr iſt es Pflicht, hier und da Winke zu geben für Dieſen und Jenen, der nicht in den Verhält⸗ niſſen lebt, ſie ſich ſelber zu geben. So wollen wir diesmal, dem Lehrer oder jedem andern denkenden Manne, der gerne etwas Gediegenes über unſere Mutterſprache in gedrängter Kürze haben will,
Fr. L. K. Weigand's kurze deutſche
Sprachlehre, hiermit empfehlen. Wir haben wohl in dieſem Fache große ausgezeichnete Werke; die ſind indeſſen nicht Jedermanns Sache, hat auch nicht Jeder Zeit, ſie durch zu ſtudiren. Es iſt uns aber lange kein Buch vorgekommen, worin ſo Vieles und ſo Gründ⸗ liches in ſo engen Raum zuſammen gebracht iſt, wie in dieſem Werke. Es enthält 127 Seiten und koſtet 36 Kreuzer, in Parthieen gar nur 27 Kreuzer. Dennoch ſind wir zufrieden, wenn einer von ſeiner Mutterſprache alles weiß, was in dem Büchlein verkommt. Hier kann ſogar der Wetterauer Eins und das Andere von ſeinem beliebten Dialekte fin⸗ den, was er gewiß nicht leicht in einem anderen Buche, und wenn's auch eine große Sprachlehre oder Grammatik wäre, antreffen wird. Es lieſ't ſich freilich das Büchlein nicht ſo flüchtig weg, wie der Rinaldo Rinaldini oder der Jude von Spindler und dergleichen mehr; aber es lohnt dafür, wenn man es mit Aufmerkſamkeit durchar⸗ beitet, und man hat die Quinteſſenz der beßten Arbeiten von Männern in dieſem Fache, z. B. Grimms, Schmitthenners, Beckers, Her⸗ lings und wie dergleichen heißen, hier beiſammen.


