Ausgabe 
3.11.1838
 
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im Steinthal, Schubert.

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für den Geiſtlichen und Lehrer nicht allein, ſondern für jeden Menſchenfreund, der Sinn hat für ein frommes, thaͤtiges Leben, für jedes gefühlvolle Herz endlich, einen herrlichen Inhalt und gibt der koöſtli⸗ chen Perlen in Menge. Es ſollte uns leid thun, wenn es nicht recht oft in Familien von Stadt und Land geleſen, wenn es nicht fur jede Schulbiblio thek angeſchafft würde. Oberlin war der Mann für alle Confeſſionen; und wie an ſeinem Grabe von Proteſtanten und Katholiken Reden gehalten wurden, ſo weinten und beteten an demſelben Ka tholiken und Proteſtanten um ihren dahingeſchiede⸗ nenVater. Einen ſolchen Mann lehrt uns

das Büchlein in einfacher Sprache kennen; ſein Verfaſſer iſt voll frommen Sinnes.

Miszellen. Ober- und Niedereſchbach.

Wie es vor Zeiten in dieſen beiden Ortſchaften ausgeſehen haben möge, darüber gewähren uns die

vor Eintauſend Jahren an das Kloſter Lorſch ge⸗ machten Schenkungen einigen Aufſchluß.

Nach den deßfallſigen Urkunden wurden von dem Jahre 772 an bis zum Jahre 829 in den beiden Orten, die damals Eine Gemeinde bildeten, von den dort Beguͤterten unter Andern Folgendes an das Kloſter Lorſch geſchenkt:

46 Leibeigene, 2 Wälder,

1 geſchloſſener Hof,

5 geſchloſſene Güter,

1 ſolches mit einem Wohnhauſe,

1 desgl. mit einer Hütte,

1 desgl. mit der Kirche des heiligen Lambert,

1 Weinberg, 8 3

1 Muhle,

2 Salzquellen, mehrere hundert Morgen Landes(jedoch meiſtens noch uubebaut) und nur 8 Wieſen. Uebrigens waren die Abgaben vom Lande, die ein Leibeigener inne Hatte, ſehr unbedeutend, denn von einer Hube Lan⸗ des wurde jährlich nur ein Hühnchen und 12 Eyer entrichtet. doe t 9. 17 cod. Lauresh. T. III. P. 86

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Kärber Mark.

Die Gemeinden Großkarben, Kleinkarben, Kai chen und Burggräfenrod bildeten rückſichtlich des in ihrer Nähe gelegenen Waldes eine beſondere Mark genoſſenſchaft, die ſ. g. Kärber Mark. Dieſe war zwar ſchon im Jahre 1442 von Kaiſer Friedrich III mit mehreren, von Kaiſer Karl V und Ferdinand J. in den Jahren 1539 und 1559 beſtätigten Privile⸗ gien begnadigt worden, ſtand aber unter der Burg Friedberg, obgleich Burggräfenrod in ſonſtiger Be ziehung nicht zur Grafſchaft Kaichen reſp. der Burg Friedberg gehörte. i

Nichts deſto weniger erklärte ſich die Kärber Mark zu Anfang des vorigen Jahrhunderts für reichs unmittelbar und ſagte der Burg Friedberg den Ge⸗ horſam förmlich auf. Faſt fünfzehn Jahre hindurch wieß ſie alle Befehle ꝛc. der Burg ab, und ging ſogar ſo weit, daß ſie ſich eines eignen Siegels bediente, worauf ſie ſich einekaiſerliche freie Mark nannte.

Die Burg Friedberg erhob daher, obwohl ſie vermöge der ihr zuſtehenden Landesherrſchaft ohne Weiteres einzuſchreiten befugt geweſen wäre, eine förmliche Klage gegen die Kärber Mark bei dem Reichshofrath, welche folgende Entſcheidung vom 17. Juli 1719 zur Folge hatte,daß die von denen ſ. g. Kärber Untermärkern, denen Bauren oder Gemeinden zu Groß⸗ und Klein Karben, Kaichen und Burggräfenrod, prätendirte immedietät, exem⸗ tion und Freiheit keineswegs, hingegen der Kaiſer⸗ lichen Burg Friedberg intention ratione Superioxri- tatis et omnimodae jurisdictionis über die drei Dorfſchaften Groß- und Klein⸗Karben und Kaichen, auch in ſoweit dieſelbe mit dem vierdten Dorff Burg⸗ gräfenrod die ſ. g. Kärber Mark conſtituiren, aller- dings ſowohl in possessorio als petitorio fundi ret ſey. Dannenhero mehrgedachte Dorffſchaften unter der Kaiſerl. Burg Friedberg Bothmäßigkeit zu ſtehen, deßen Bott und Verbott anzunehmen und Gehorſam zu leiſten, mithin ihr neuerlich angemaßte Märker Sigill wieder zu caſſiren und aufzuheben ſchul⸗ dig ſeynd u. ſ. w. Trotz dem fuhr die Mars fort, ihre angemaßte Freiheit zu behaupten und nur die kaiſerlichen Mandate vom 11. und 12. September 1719, worin ſehr ſtrenge Strafen angedroht waren, vermochten dem Unweſen zu ſteuern.

(Moſers merkwürdige Reichshofraths⸗Concluſa

Thl 1. pag. 199 ff. Thl. 4 pag. 438 ff. Thl. 6

pag. 160 ff.)