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mehr als zwanzig Ringel fand. Wer ein gutes Geſicht hat, der kann ſie an den diesjährigen Zwei⸗ gen leicht finden. Es iſt aber ſo leicht nicht, ſie von denſelben zu trennen; entweder muß man den Zweig ſelbſt abſchneiden, oder mit einem ſcharfen Meſſer in dem Ringel einen Querdurchſchnitt machen, um ihn alsdann ablöſen zu können.
Bereits hat aber auch eine andere wohlbekannte Raupe, es iſt die ves Weißdornſchmetterlings, zu Tauſend Beſitz genommen von euern Obſtbau⸗ men. Wollt ihr die Neſter finden, ſo ſeht jetzt nur nach den äußeren Zweigen; während die andern noch ganz geſunde Blätter hatten, konntet ihr meh⸗ rere mit dürren Blättern und an einem oder zweien derſelben ein ſtarkes weißes Geſpinnſte bemerken. Betrachtet dasſelbe genauer, und ihr findet an den ſchönen Tagen des Morgens und Abends eine zahlloſe Menge ganz kleiner Räupchen, welche an den warmen Mittagen bereits die Blätter vernagt haben, die dann ſo fort dürre geworden ſind.
Ihr werdet wohlthun, wenn ihr am kühlen Mor⸗ gen und Abend die Zweige mit den Neſtern abbrecht und verbrennt. Wir wiederholen verbrennt, weil Viele glauben, daß das Zertreten nicht hin⸗ reichend ſey zur Zerſtörung. Verſäumt ihr dieſe, ſo überwintern die Räupchen in ihrem ſtarken Ge⸗ ſpinnſte, wo ihnen keine Kälte ſchadet, und kommen an den warmen Frühlingstagen wieder hervor, um die Blätter eurer Bäume zu zerſtören und ſomit ihnen die Fruchtbarkeit zu nehmen. Die Raupe hat zwar an den Kohl, Blau- und andern Maiſen einen gefährlichen Feind; denn da dieſe im Winter ſonſt keine Nahrung finden, ſo fliegen ſie von Zweig zu Zweig, ſuchen die Raupen⸗Neſter auf und holen die Räupchen aus denſelben. Leider werden aber dieſe Maiſen von Jahr zu Jahr ſeltener, indem wir es dulden, daß unſere Knaben ſie in ſ. g. Köhlerkörben überall wegfangen. Es ſollte da⸗ rum von Polizei wegen ein Verbot auf das Fangen der„Köhler“(Kohlmaiſen) geſetzt, und durchaus nicht mehr geduldet werden, daß Knaben Köhler— körbe ausſtellen.
Glückliche Unwiſſenheit. Wenn der Landmann zu den Städtern kommt, ſo geſchieht's gar oft, daß er ſich ein wenig leiden
muß, weil er die Geſchmeidigkeit und Gewandtheit nicht immer beſitzt, die ſich der Städter im Umgange erwor⸗ ben hat. Manchmal iſt er auch in ſeinem Wiſſen etwas zurück, und dann dünkt ſich der Städter wun⸗ dersviel über ihn. laſſen, wenn ſein Wiſſen guter Art iſt. Nicht ſel⸗ ten weiß er aber auch Dinge, die gar nicht erfreu⸗ lich ſind, und der Landmann kann alsdann Gott danken, daß er's ſo weit noch nicht gebracht hat in ſeiner Gelehrſamkeit. Leider aber verbreitet ſich das Schlechte ſchneller, als man wünſcht, und es gibt heut zu Tage der Dörfer gar viele, wo das Laſter eben ſo zu Hauſe iſt, wie in den Städten, und im Stillen dort eben ſo wüthet wie hier. Glücklich die⸗ jenigen, die von ſo was noch nichts wiſſen; glück⸗ lich aber auch die Dörfer, in welchen die Landleute manche Geſchäfte noch nicht gehörig kennen, in wel⸗ chen die Bewohner anderer Dörfer und der Städte ſehr zu Hauſe ſind. b a
So liegt unweit dem Einfluſſe der Nidda in
die Nidder ein kurheſſiſches Dörflein, das heißt Gronau. In demſelben wußte man bis zum Jahr 1806 nicht, wie man ein Kapital aufnimmt. Und als
erſt in die benachbarten Dörfer gehn und ſich Raths erholen, wie mans dabei anfangen müſſe. Wenn das doch überall in unſerer Wetterau ſo wäre; dann haͤtten gewiſſe Leute, die wir hier nicht nennen wollen, die aber gar Manche unſerer Leſer recht gut kennen, ohne daß wir ſie ihnen näher zu beſchreiben brauchen, keine ſo reiche Erndte alle Jahr zu erwarten, als ſie jetzt haben.
Neues Buͤchlein.
Wir haben unſere Leſer ſchon einige Mal auf den verſtorbenen Pfarrer Oberlin, dieſes Muſter eines Geiſtlichen, dieſen vortrefflichen Menſchen und
Beförderer alles Guten, aufmerkſam gemacht. Wer
mehr über denſelben leſen will, dem empfehlen wir ein Büchlein, das in ſeiner ſechſten Auflage vor uns liegt. Es führt den Titel:
Züge aus dem Leben des Johann Friedr.
Oberlin, geweſenen Pfarrers im Steinthal, herausgegeben von Dr. G. H. Schubert. Nürnberg 1838.
Dieſes Büchlein koſtet nur 18 Kreuzer, hat aber
1 ſtonmes,
Wir wollen ihm dieſe Freude
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