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Vermehrte Kartoffelernte.

Nach Verſuchen des Le Normand in den Jah⸗ ren 1835 und 1836, würde man im Durchſchnitt von einer Kartoffelpflanze, welche man auf die ge⸗ wöhnliche Weiſe behandelt und in ihrem Wachsthum nicht ſtört, gegen 4 Pfd. Kartoffeln ernten können.

Wuͤrden aber die Blüthen vor ihrer Entwickelung

ſorgfältig abgepflückt, ſo würde nicht allein ihre Vegetation bedeutend begünſtigt, ſondern dieſelbe würde auch bis zum Oktober in ihrem Wachsthum fortfahren, und im Durchſchnitt 30 Pfund ſchöne Wurzelknollen liefern. Die Kartoffelpflanzen machen ihren Verlauf der Entwickelung bis zur Reife viel raſcher, wenn dieſelbe Blüthen und Früchte anſe⸗ tzen, ſo daß im Oktober ihre Stengel bereits gelb und abgewelkt ſind, wenn diejenigen, denen die Blüthen genommen waren, noch in voller Kraft ſich zeigen. Man kann demnach auf dieſe Weiſe eine 6⸗ bis 7fache Ernte von demſelben Felde er⸗ halten, wenn auch, wie leicht zu erachten ſteht, der Acker dadurch mehr ausgeſogen wird. Ceuchs allgem. politechn. Zeitung.)

Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Hofraithe⸗Verſteigerung. (525) Auf die Verfügung großherzogl. Landge⸗ richts ſoll, Montag den 31. Juli l. J., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die Jacob Engel'ſche Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus und großem Hinterbau, zum goldnen Engel genannt, mit Nro. 180 bezeichnet und im beſten Zuſtande be⸗ findlich, an Herrn Peter Boutemy und Johan⸗ nes Kromms Wittwe in der Schmiedgaſſe(auch Uſergaſſe genannt) gelegen, öffentlich meiſtbietend

verſteigert werden. Friedberg, den 15ten Juni 1837. Der Buͤrgermeiſter D. Fritz. Gläubiger⸗ Aufforderung.

(626) Conrad Jung von Niederweiſel beabſich⸗ tigt nach Nauheim auszuwandern. Rechts anſprüch⸗ an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Ent⸗

laſſungsurkunde ertheilt werden wird.

Friedberg den 30. Juni 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath

des Kreiſes Friedberg. Küchler. Edietal ladung.

(656) Nach gerichtlicher Obligation vom 15. Juni 1819 entliehen Georg Feldmann und Ehefrau zu Butzbach bei Frau Barbara Degouteril Wittwe, geborene Erbſin, zu Frankfurt a. M. ein Kapital von fünfhundert Gulden, unter Ver⸗ pfändung ihrer Hofraithe Nr. 101. pag. 49 S. 96 des

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Flurbuchs und gegen 5 pCt. Zinſen. Dermalen befindet ſich die erwähnte Obligation im Beſitz der Wittwe des Poſtſekretairs Joſeph Benedict Mül⸗ ler, Anna, geborne Degouteril zu Frankfurt, welche behauptet, daß jene auf ſie als einzige Erbin ihrer verſtorbenen Mutter, übergegangen ſeye, eine deßfallſige Nachweiſung aber deßhalb nicht will lie⸗ fern koͤnnen, weil ihr Geburtsort Weiſſenau, bei dem Bombardement von Mainz mit der daſigen Pfarrkirche niedergebrannt und dabei auch nament⸗ lich alle Pfarrbücher vernichtet worden.

Unter dieſen Umſtänden werden auf Antrag der Poſtſekretair Müllers Wittwe alle, welche aus der fraglichen Verpfändung und auf das vorge⸗ dachte Kapital von 500 fl. Anſprüche geltend machen wollen, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen drei Monaten hier anzuzeigen, als ſonſt das alleinige Eigenthumsrecht der Wittwe Müller an dieſem Kapitale durch Ueberſchreibung deſſelben auf ihren Namen anerkannt und ſie, als zu deſſen Einzie⸗ hung hinreichend legitimirt erachtet werden wird.

Friedberg den 4. Juli 1837.

Großh. heſſiſches Landgericht

Hof mann.

Edi et al ſz d un g (694) Karl Schwaab und deſſen Kinder auf der Ludwigshütte bei Oberwöllſtadt haben folgende Immobilien, von denen die drei erſten Stücke in den Steuerbüchern noch auf den Namen des ver⸗ ſtorbenen großh. Baumeiſters Ludwig eingetragen ſind: Gemarkung Oberwöllſtadt:

%% Hofraithe in Wohnhaus, Scheuer und

Grund beſtehend. Nöringer Feld.

53% s 23¾ Ruthen im kurzen Gewand an ihm ſelbſt und K. Schwab.

5002 38 Ruthen daſelbſt am vorigen.

Hass 28¾ Ruthen an der Petterweiler Straße an Ad. Weißbrod.

25%462 1 V. 18 ¼ Ruth. das kurze Gewäunchen an der Weide an Ph. Brauburger.

79%% 38 Ruthen daſelbſt an Baumeiſter Ludwig.

23%% 1 Viertel 19 ¼ Ruthen daſelbſt an ihm ſelbſt und H. Phil. Brauburger.

771 38¾ Ruthen im kurzen Gewännchen an ihm ſelbſt, auf beiden Seiten.

244% 20% Ruthen desgleichen.

74 21% Ruthen desgleichen.

Gemarkung Ober- und Niederrosbach.

1% 1 M. 1 Vrtl. 26% Klafter auf der Buf⸗ fert bei der Seemühle an C. Bullmann.

%%, 3 Vrtl. 72½ Klafter daſ. an ihm ſelbſt und H. Leonhardt sen.

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